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Fips & ich Der Geburtsbericht Teil 2: Die Übergangsphase

Blog Der kleine Brandenburger Geburtsbericht Teil 1
© Neyya / iStock
In der Woche vor dem Einleitungstermin habe ich viel Yoga gemacht und meinen Atem geübt. Während der beginnenden Geburt hatte ich die Stimme der Yogaübungsleiterin im Kopf – ein Stückchen Vernunft in Gegenwart des Tieres, was nach der Eröffnungsphase aus mir herausbrach.

Eigentlich wollte ich nach dem zweiten CTG wieder spazieren gehen, um die Wehen weiter zu mobilisieren. Doch mein Körper verlangte nach Ruhe und zum Glück gab ich nach. Denn oben in meinem Zimmer ging es los: „Wie ein Tier“ hätte ich mich auf dem Bett vierfüßig im Kreis gedreht, sagt der Fipspapa später, „wie ein Tier, das die Umgebung sichert“.

Tatsächlich fühlte ich mich in diesem Moment wie eine Tigerin im Käfig: unfassbar stark. Und gefangen. Jetzt – nur ein paar Tage später – schon nicht mehr beschreiben, wie sich Wehen anfühlen: Aber ich konnte sie nur im Vierfüßlerstand ertragen, schaukelnd. Eben so wie ein Tiger, der rastlos am Gitter seines Käfigs auf- und abläuft, um das, was ihn im Innersten zerreißt, erträglich zu machen.

Etwas in mir sagte: Durch die Nase einatmen, durch den Mund aus. Durch die Nase ein, durch den Mund aus. Dieses Etwas blieb auch zum Glück während der gesamten Geburt präsent wie eine Insel aus stiller Vernunft in einem tobenden Ozean. Und ein anderes Etwas sagte: Schrei. Mach Geräusch. Dir ist alles egal, wenn es nur hilft. Auch dieses Etwas blieb, allerdings nicht wie eine Insel, sondern eher wie der entfesselte Krake. Und ich wusste nicht, wie verdammt LAUT ich sein kann! Aber noch war es nicht so weit, noch war es eher Stöhnen zu nennen.

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