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Reges Leben Die Wahl des Kindergartens – ein Erfahrungsbericht

Als ich den Briefkasten öffnete und einen Brief vom Kindergarten herauszog, wusste ich jetzt ist die Zeit gekommen. Meine Kleinen würden flügge und ich als Mama muss ein erstes Mal ein Stück weit loslassen können. Ich hielt die offizielle Einladung zum baldigen Elternabend der neuen Kinder für unseren Kindergarten in den Händen.
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Wir gehörten in diesem Jahr dazu und direkt von beiden meiner kleinen Schätze musste ich mich nun trennen können. Der Arbeitsalltag hatte mich bald schon wieder und sowohl unser Sohn mit drei Jahren als auch unsere Tochter mit noch nicht einmal einem Jahr gingen ab dem Sommer in den katholischen Kindergarten in unserer Gemeinde. Mein Herz wurde ein kleines bisschen schwer bei dem Gedanken mehrere Stunden am Tag auf meine Kinder verzichten zu müssen. Für andere vielleicht Luxus, für mich eine gewöhnungsbedürftige Vorstellung eine längere Zeit ganz ohne Kinder zu sein. Hinzu kam, dass Charlotte ihren ersten Geburtstag in nur wenigen Wochen direkt im Kindergarten mit vielen anderen kleinen Kindern und ihren Erziehern feiern würde, ohne mich. Eine komische und irgendwie auch traurige Vorstellung für mich als Mama. Sofort kommen doch irgendwie Zweifel auf, ob die Entscheidung, die wir gemeinsam als Eltern getroffen haben, auch richtig war und vor allem, ob wir uns auch für den „richtigen“ Kindergarten entschieden haben.  „Bin ich jetzt eine schlechte Mama, wenn ich mein Kind, noch so klein, schon in den Kindergarten schicke?“ oder „Lieber doch noch ein Jahr warten?“ Zweifel hin oder her, unsere Entscheidung stand fest.

Der erste Elternabend des Kindergartens stand kurz bevor. Wir wollten als Eltern natürlich beide hingehen und hatten aus diesem Grund die Großeltern zum Babysitten eingeladen. Ziemlich nervös betraten wir das Pfarrheim, in dem der Elternabend des Kindergartens stattfand. Gleich würden wir die Erzieher und anderen Eltern kennenlernen und bekämen einen ersten Eindruck wie und in welcher Umgebung unsere Kinder ab Sommer viele Stunden ohne uns verbringen werden. Die Erzieher der einzelnen Gruppen sowie die Kindergartenleitung stellten sich an diesem Abend nacheinander vor und natürlich begutachteten wir ganz besonders die Erzieher der U3-Gruppe (unter 3-Jährige), die bald schon an meiner Stelle unserer kleinen Charlotte die Flasche geben, sie zum Mittagsschlaf hinlegen und die Windeln wechseln sollten. Eigentlich ungerecht, aber als Mama war ich erst einmal total skeptisch und misstrauisch eingestellt. Schließlich geht es da um unsere Kinder und es ist eine große Verantwortung, meine persönlich größte Verantwortung, die ich für viele Stunden am Tag in die Hände „Fremder“ gebe. Für mich als Mama ist das eine völlig normale Reaktion. Nach der Einführung der Erzieher durften wir mit den jeweiligen Erziehern der Gruppe die Gruppenräume besuchen und uns dort in einem etwas persönlicheren Umfeld näher kennenlernen. Mein Mann und ich trennten uns. Er ging in die Gruppe des großen Jungen, die Familie Marienkäfer und ich ging zu der U3-Gruppe Familie Sonnenschein. Wir betraten den Gruppenraum und sofort vielen mir die kleinen Details wie die Motorikspiele für Kleinkinder an den Wänden, die gemütliche Puppen- und Leseecke sowie der zusätzliche Bewegungsraum ins Auge. Ich merkte wie ich mich langsam etwas entspannte, tief durchatmete und nahm mit den anderen Müttern auf den kleinen Stühlen Platz. Der Reihe nach erzählten wir den Erziehern über die Schlaf- und Essgewohnheiten unserer Kinder und weihten sie in die kleinen Eltern-Geheimnisse ein, wie sich unsere Kleinen z.B. am besten beruhigen lassen, wenn sie mal einen schlechten Traum haben sollten. Wir fühlten uns, obwohl wir uns gerade erst kennengelernt haben, verbunden. Der bevorstehende Trennungsschmerz und die Zweifel waren uns allen anzusehen, doch nach und nach wurden die Sorgenfältchen auf der Stirn kleiner. Unsere Erzieher haben jahrelange Erfahrung, die Gruppe der U3-Kinder ist mit 10 Kindern sehr klein und mit mindestens 3 Erziehern ideal ausgestattet. Nicht alle Kinder können schon laufen. Auch Charlotte machte gerade die ersten Schritte und war noch sehr unsicher auf den kleinen Beinen. Eine sicherlich große Aufgabe und noch größere Verantwortung für die lieben Erzieher, allen Kindern gleichzeitig gerecht werden zu können. Aber sie erzählten uns viel vom Tagesablauf und den Gewohnheiten in der Gruppe. Die Kinder frühstücken erst einmal gemeinsam, dürfen dann „frei“ spielen und auch gesungen und gelesen wird jeden Tag. Wir hatten so viele Fragen und wussten gar nicht erst wo wir anfangen sollten. Aber die Erzieher gaben uns ein gutes Gefühl. Das Wichtigste sind unsere Kinder und die wollten die Erzieher nun bald endlich richtig kennenlernen. Ich verließ am Ende des Tages mit einem guten Gefühl den Kindergarten und war gespannt auf unsere gemeinsame Einführungswoche, die bald folgen würde.  

 

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Einführung nach dem Berliner Modell

Unsere Kinder wurden nach dem Berliner Modell im Kindergarten eingeführt. Vor der Eingewöhungswoche habe ich mich zu Hause erst einmal schlau gemacht, was genau das Berliner Modell bedeutet und was dahinter steckt. Denn so wirklich wusste ich das bis dahin noch nicht. Beim Berliner Modell sollen die Kinder nach und nach Vertrauen in die Einrichtung und in ihre Erzieher erlangen. So sind sie natürlich nicht direkt vom ersten Tag an alleine in ihrer Gruppe. Sie haben anfangs immer eine Bezugsperson, in diesem Falle mich als Mama, in ihrer Nähe und fühlen sich dadurch sicher und geborgen. Das Kind soll sich beim Berliner Modell Schritt für Schritt an die neue Umgebung gewöhnen und in mehreren Phasen langsam eine Bindung zu einem der Erzieher aufbauen. Mir gab das ein gutes Gefühl, denn so konnten wir gemeinsam über mehrere Tage den Eingewöhnungsprozess durchleben. 
In der Grundphase des Berliner Modells durfte ich die ganze Zeit in der Gruppe dabeibleiben, hielt mich aber im Hintergrund auf. Wenn Charlotte es zuließ, habe ich sie losgelassen und ihre neue Umgebung selbständig erkunden lassen. Dabei kam immer wieder eine liebe Erzieherin, die sie an die Hand genommen, ihr Spiel oder Lesevorschläge gemacht und so nach und nach ihr Vertrauen gewonnen hat. Die regelmäßigen Schulterblicke, ob ich immer noch auf meinem Stuhl am Fenster sitze und ihr beim Spielen zusehe, wurden von mal zu mal weniger und ich merkte, wie schnell sie sich an die Gruppe und die Erzieher gewöhnte. Auch war es wunderschön mit anzusehen, dass sie, wenn einmal ein anderes Kind traurig war oder weinte zu dem Kind hinging und versuchte zu trösten. Obwohl sie selbst noch so klein war. Nach ein paar Stunden sind wir dann zusammen wieder nach Hause gegangen und ich hatte tatsächlich in dieser ersten Phase Schwierigkeiten sie von der Gruppe loszulösen. Charlotte wollte noch gar nicht nach einer Stunde wieder mit nach Hause und das löste in mir zum einen natürlich ein gutes Gefühl aus, dass sie sich scheinbar wohlfühlt. Zum anderen wurde mein Mamaherz aber wieder einmal ein Stückchen schwerer.  Am vierten Tag beginnt die nächste Phase des Berliner Modells. In der Stabilisierungs- und Trennungsphase gingen wir noch einen Schritt weiter. Charlotte hatte bereits Vertrauen zu einer der Erzieherinnen geschlossen und ich sollte erstmals den Raum für eine halbe Stunde verlassen, ohne Kind. Dieser Moment entscheidet über das weitere Vorgehen im Berliner Modell. Falls der Trennungsschmerz von Charlotte (ganz unabhängig von meinem eigenen Trennungsschmerz) zu groß gewesen wäre und sie bitterlich geweint hätte, wäre der Einführungsprozess verlängert worden. Doch Charlotte hat sich gar nichts anmerken lassen. Ich habe ihr ein Küsschen gegeben und gesagt, dass ich kurz etwas einkaufen bin. Sie dürfe mit Barbara, ihrer Erzieherin, weiterspielen. Die Tür hinter mir schloss sich und ich wartete auf ein Signal. Was wird Charlotte nun tun, wenn sie bemerkt, dass ich wirklich gegangen bin? Wird sie doch traurig und ruft noch nach mir? Nein, dem war nicht so. Ich habe sie noch einmal schnell durch das kleine Fenster in der Tür beobachtet, wie sie glücklich am Tisch in der Puppenecke stand und habe der Gruppe dann den Rücken zugedreht. Die halbe Stunde zog sich für mich wie Kaugummi und Charlotte hat wohl kaum bemerkt, dass ich 30 Minuten weg war. Jetzt kam der Moment an dem ich mich eigentlich hätte freuen müssen, denn ich habe auch das Gegenbeispiel von einem anderen Kind in der Gruppe miterlebt. Das war ganz bestimmt noch viel viel schlimmer. Aber so richtig freuen konnte ich mich trotzdem nicht. Irgendwie hatte ich damit gerechnet, dass noch etwas kommt und Charlotte vielleicht am nächsten Tag schon keine Lust mehr hat in den Kindergarten zu gehen. Doch sie war von den zunächst kurzzeitigen Trennungen nur wenig irritiert. Sie kannte sich nach ein paar Tagen bereits sehr gut mit dem Ablauf aus und wusste, dass Ihr persönliches Fach im Flur vor dem Gruppeneingang, das Fach mit dem grünen Regenschirm war. Wie selbstverständlich setzte sie sich morgens bei Ankunft davor und wollte ihre Pantoffeln für den Kindergarten anziehen. Ungefähr sechs Tage lang bin ich jeden Morgen mit Charlotte in ihre Gruppe gegangen, habe kurz gewartet, mich von ihr verabschiedet und den Zeitraum meiner Abwesenheit jeden Tag um eine viertel Stunde verlängert (dennoch blieb ich natürlich mit den anderen Eltern in einem anderen Gruppenraum innerhalb des Kindergartens). Es kamen, wenn überhaupt, immer nur kurze Proteste von Charlotte, so dass wir schließlich die Schlussphase des Berliner Modells erreichtenIn dieser Phase habe ich den Kindergarten komplett verlassen, Charlotte durfte sogar mit den anderen Kindern zusammen Mittagessen. Dennoch war ich natürlich jederzeit erreichbar, falls doch noch etwas sein sollte. Als sie sich dann auch noch problemlos nach dem Mittagessen (kein Wunder, von all den neuen Eindrücken war sie immer sehr geschafft) hinlegen ließ, musste ich mir gar keine Sorgen mehr machen. Charlotte war in ihrer Gruppe Sonnenschein völlig angekommen und freute sich täglich auf den Besuch im Kindergarten. Das machte mir den Wiedereinstieg in die Berufswelt natürlich wesentlich leichter und ich konnte ohne schlechtes Gewissen, wenn auch mit meinen Gedanken häufig bei den Kindern, meiner täglichen Arbeit nachgehen. 
Der große Junge brauchte in seiner Ü3-Gruppe keine ganz so lange Eingewöhnungszeit, da er bereits einige kleine Freunde dort hatte und auch schon im Vorfeld eine regelmäßige private Betreuung für wenige Stunden besucht hatte. Das hat seinen Einstieg deutlich erleichtert. 
Mittlerweile besucht bereits unser viertes Kind die Familie Sonnenschein mit viel Freude und auch wenn die Erzieher fast einmal ganz durch gewechselt haben, bin ich immer noch total glücklich mit der Wahl unseres Kindergartens und würde für unsere Familie jederzeit die gleiche Entscheidung wieder treffen.

Teil II: Auswahl des Kindergartens

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Als wir vor sechs Jahren umgezogen und als Familie unser erstes eigenes Haus bezogen haben, war ich mit unserem 2. Kind, Charlotte, schwanger und wir standen vor der großen Frage welchen Kindergarten wir für unsere Kinder auswählen sollen. So viele Fragen, die auf uns zu kamen, worauf müssen wir achten, was ist alles wichtig? Die Wahl des Kindergartens ist eine grundlegende Entscheidung, die nicht zwischen Tür und Angel gefällt werden kann. Wir wussten damals bereits, dass es nicht nur bei unseren zwei Kindern bleiben soll, darum wollten wir von Anfang an auch wirklich die richtige Wahl treffen, um nicht irgendwann noch einmal den Kindergarten wechseln zu müssen. Mich hat das Thema ziemlich beschäftigt und ich habe viele schlaflose Nächte hinter mir gelassen. Zahlreiche Kindergärten habe ich besucht, um dann erst einmal herauszufinden, was mir wirklich wichtig ist. In dem Moment als ich unseren Kindergarten betreten habe, der sich in den sechs Jahren nicht geändert hat, wusste ich sofort: Das ist genau der Kindergarten, den ich mir für unsere Kinder und auch für uns als Eltern vorstelle.

Mit ein wenig Abstand und mittlerweile vier Kindern, von denen aktuell noch drei Kinder den Kindergarten besuchen, möchte ich unsere ganz persönlichen Erfahrungen und Auswahlkriterien kurz zusammenfassen und vorstellen. Die Kriterien sind sowohl aus Elternsicht, als aber auch aus Kindersicht aufgestellt, denn nicht nur wir als Eltern sollten glücklich sein, insbesondere unsere Kinder, die unter Umständen mehr als den halben Tag in den Räumen des Kindergartens verbringen, sollten jeden Tag mit einem Lächeln im Gesicht ihren Kindergarten betreten. 


Kritiken für die Wahl des bestmöglichen Kindergartens aus Sicht der Eltern

Öffnungszeiten: Als wir uns vor sechs Jahren nach einem geeigneten Kindergarten für unsere Kinder auf die Suche begeben haben, waren sowohl mein Mann als auch ich beide noch Vollzeit angestellt. Aus diesem Grund waren wir auf einen Kindergarten angewiesen, der mindestens bis 16:30 Uhr geöffnet hat. Das führte direkt zum ersten Problem. In unserer Stadt hat die Mehrzahl der Kindergärten überwiegend von 7:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Das hätte mich jeden Tag stark unter Zeitdruck gesetzt, weil ich bedingt durch die Arbeitsstelle in einer anderen Stadt, nie hätte vor 16:30 Uhr vor Ort sein können. Schnell haben wir uns einen Überblick gemacht und sind zum nächsten Kriterium gekommen. 

Örtliche Nähe: Da wir bereits wussten, dass den zwei Kindern noch weitere Kinder folgen sollten und ich erst einmal nur für eine bestimmte Zeit voll berufstätig sein werde, war und ist uns die örtliche Nähe zum Kindergarten sehr wichtig. Im besten Fall ist der Kindergarten fußläufig zu erreichen. Bei uns darf das Auto gerne stehen bleiben. Mit Kindern den Weg zum Kindergarten zu laufen ist wesentlich schöner als im Auto zu sitzen. Die Kinder fahren gerne mit dem Laufrad oder Fahrrad und noch kleinere Kinder schiebe ich entweder im Kinderwagen oder trage sie. Unabhängig von den eigenen Gewohnheiten ist es praktisch nicht allzu weit vom Kindergarten entfernt zu wohnen, denn die Telefonnummer des Kindergartens auf dem Display des eigenen Telefons erscheint immer dann, wenn wir gar nicht damit rechnen: „Charlotte klagt über starke Bauchschmerzen und möchte gerne abgeholt werden.“ oder „Johann ist gerade ganz unglücklich auf den Hocker gefallen und blutet jetzt an der Lippe. Würden Sie ihn bitte abholen?“. Ich zucke immer noch jedes Mal zusammen, wenn ich die Telefonnummer des Kindergartens im Display lese (dazu muss ich sagen, dass natürlich nicht jeder Anruf mit einem schlechten Ereignis verbunden ist). Falls ein solcher Anruf kommt, bin ich normalerweise schnell am Kindergarten und kann mein krankes Kind abholen. 

Kosten: Wir haben uns während des Auswahlprozesses ausschließlich mit städtischen und katholischen Kindergärten auseinander gesetzt. Die auf einen zukommenden Kosten sind an dieser Stelle sehr transparent und schnell überschaubar. Sowohl die städtischen als auch die katholischen Kindergärten richten sich bei ihren Kosten nach dem Bruttohaushaltseinkommen. Es gibt eine allgemeine übersichtliche Tabelle, aus der der entsprechende Satz hervorgeht. Die Kosten der Kindergärten sind jedoch von Stadt zu Stadt verschieden und dann gibt natürlich auch noch ganz private Kindergärten, die wiederum andere Kostenkriterien vorgeben. Die Kosten steigen mit der Anzahl der Stunden, die ein Kind den Kindergarten besucht. 

Mahlzeiten: Insbesondere für uns als Eltern stellt sich die Frage was unsere Kinder mittags auf die Teller bekommen. Idealerweise wird frisch gekocht, doch diese Illusion mussten wir leider schnell aufgeben. Bei den meisten städtischen und konfessionsgebundenen Kindergärten besteht sowohl aus hygienischen Gründen als auch aufgrund der Anzahl der Kinder in den einzelnen Gruppen leider nicht die Möglichkeit frisch zu kochen. Aber keine Sorge, es gibt durchaus gute Alternativen. Unser Kindergarten stellt den Kindern frei, ob sie bereits zu Hause frühstücken oder in der Gruppe des Kindergartens. Die meisten Kinder nehmen sich noch eine Kleinigkeit (ein Butterbrot oder ein Müsli) mit in den Kindergarten und, um dann noch gemeinsam mit den kleinen Freunden ihr Frühstück zu sich zu nehmen. Vor dem Mittagessen gibt es in unseren Gruppen noch einmal eine extra Obst- und Gemüserunde, die vom Kindergarten aus gestellt und von den Kindern super angenommen wird. Das Mittagessen ist dann eine Mischung aus geliefertem und frisch zubereiteten Essen (Salate, Kartoffeln, Nachtisch). Die Mischung ist für uns in Ordnung und es wird sowohl auf die Wünsche der Kindern als auch der Eltern eingegangen.

Kritiken für die Wahl des bestmöglichen Kindergartens aus Sicht der Kinder

Garten: Besonders große Freude macht den Kindern immer das freie Spielen im Garten des Kindergartens. Wir haben großes Glück in unserem Kindergarten. Der Garten ist bereits lange angelegt, ähnelt in Teilen sogar einem alten Bauerngarten mit Obstbäumen, Obststräuchern und Gemüsebeeten. Dort dürfen die Kleinen in der passenden Saison auch immer gerne naschen. Zudem gibt es ein großes Spielareal mit vielen alten Bäumen drumherum, die im Sommer viel Schatten spenden. Die Kinder haben Ecken zum Verstecken und reichlich Platz sich unabhängig von den Erziehern bewegen zu können. Sogar eine alte Wasserpumpe lädt im Sommer zu Wasserspielen ein. 


Räume und Ausstattung: Ein Kindergarten sollten in meinen Augen vielfältig sein. Er muss nicht unbedingt riesig sein, um mich zu überzeugen, aber er sollte die einzelnen Ecken, die er besitzt effizient nutzen. Bei uns im Kindergarten gibt es 5 Gruppen, die alle einen großen Gruppenraum mit Stühlen, Tisch, Teppich, Puppenecke, Bauteppich, Malecke haben, als auch einen Extraraum, der nur von der jeweiligen Gruppe zugänglich ist. Bei den ganz Kleinen ist das der Bewegungsraum. Sie haben dort große weiche Bauklötze zum Spielen, Turnen und Klettern. Außerdem können sich die Kinder an einer der Wände im Spiegel beobachten. In einem anderen Gruppenraum wurde ein Snoezelraum für die Kinder gestaltet. Sie können sich dort in erster Linie entspannen und ausruhen. In Verbindung mit leiser Entspannungsmusik können die Kinder im Snoezelraum abschalten und träumen. Unabhängig von den verschiedenen Spiel- und Bastelmöglichkeiten in den Gruppen freuen sich die Kinder auf ihre regelmäßige Ration Sport im Turnraum. „Theo Theo ist fit, wie ein Turnschuh und alle machen mit.“ Dieses Lied können alle unsere Kinder rauf und runter singen und ich bin dankbar, dass auch Bewegung bei uns im Kindergarten groß geschrieben wird. 

Schlafmöglichkeiten: Die wenigsten Kinder schlafen noch über Mittag, wenn sie in den Kindergarten kommen. Aber in den U3-Gruppen, bei den Kindern unter 3 Jahren, schlafen fast alle Kinder noch mittags und benötigen von daher einen ruhigen und kuscheligen Schlafplatz, fast so wie zu Hause. Einen Rückzugsort, an dem es still und leise ist. Gar nicht so leicht in einem Kindergarten diesen Platz zu schaffen. Bei uns in der Gruppe gibt es einen extra Schlafraum, der in der 1. Etage liegt. Die Über-Mittagskinder gehen nach dem Mittagessen gemeinsam nach oben, werden noch einmal frisch gewickelt und legen sich wie selbstverständlich in ihr eigenes Bettchen im Kindergarten. Das liebste Kuscheltier und auch der Schnuller dürfen bei Bedarf natürlich mitgenommen werden. Je nach Vorliebe der Kinder kuscheln sie sich dann entweder in ihren Schlafsack oder auch schon unter eine Decke. Und auch wenn wir Eltern es nie so recht glauben können. Die Kinder schlafen in null Komma nichts ganz schnell ein. Und das obwohl sie nicht alleine im Zimmer liegen sondern mit ganz vielen kleinen Freunden in einem Raum liegen. Eine Erzieherin begleitet die Kinder noch in den Schlaf und bleibt bei ihnen sitzen bis die ersten wieder aufwachen. So kommt es jeden Mittag, dass mir ein fröhlicher und ausgeschlafener Johann in die Arme läuft. 


Zusatzangebote: Bei uns im Kindergarten gibt es für die Kinder und auch für uns als Eltern Zusatzangebote. Für die Kinder ab 3 Jahren gibt es jedes Jahr zu Beginn des Kindergartenjahres neue Kurse in Englisch, musikalischer Früherziehung oder auch im Tanz. Diese Zusatzangebote werden von externen Lehrern unterrichtet und sie gefallen uns persönlich sehr gut. Sie sind freiwillig und je nach Vorliebe des Kindes eine wunderschöne Abwechslung im Kindergartenalltag. Unsere Charlotte z.B. liebt den Englischunterricht, der natürlich ausschließlich spielerisch und kreativ stattfindet. Die Kinder lernen z.B. die Zootiere oder auch Tiere aus der Unterwasserwelt. Sie lernen durchs Malen die Farben in Englisch und singen die Wochentage. Mittlerweile kennt sie schon unheimlich viele Wörter auf Englisch und freut sich auf den Unterricht, der bald in der Grundschule folgen wird. 
Aber auch für uns Eltern werden immer wieder auf Wunsch Kurse angeboten, die uns pädagogisch unter die Arme greifen können und uns bei bestimmten Fragestellungen zu Erziehungsthemen, wie „Alles für einen glatten Schulstart.“ oder auch „Konsequent sein - leichter gesagt als getan.“ Wie immer bei Zusatzangeboten gilt: Alles kann, nichts muss. Das empfinde ich persönlich als sehr angenehm. 

Abschließend wünsche ich allen Eltern, dass wenn sie vor dieser nicht immer leichten Entscheidung stehen, welcher Kindergarten der Richtige für das eigene Kind ist, sie am Ende immer auf ihr Herz hören. Natürlich sollten die objektiven Kriterien, wie örtliche Nähe, konfessionsgebunder, städtischer oder privater Kindergarten etc. stimmen, aber das Wichtigste ist schlussendlich der Wohlfühlfaktor und Euer Bauchgefühl. Ihr und vor allem die Kinder müssen sich geborgen und gut aufgehoben fühlen. Dann wird es ganz sicher eine unvergesslich schöne Kindergartenzeit. 

Eure Alexandra
 

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