Eine ganz normale Mama
 
Duschen mit Baby – oder wenn das Kind mit der Klobürste klopft…

Immer wieder ein großer Spaß: Duschen mit Baby steht an. Und zwar an einem Wochentag. Wo der Papa im Büro sitzt. Also muss das Baby, äh, das Kleinkind, mit ins Bad. Kennt Ihr, oder?!

Eine ganz normale Mama: Duschen mit Baby – oder wenn das Kind mit der Klobürste klopft…
iStock, esp2k

Diese immer wieder neu zu beantwortende Frage: Wohin mit dem Baby beim Duschen? Und wie zum Teufel halte ich es bei Laune? Ich hatte ja schon mal darüber geschrieben, wie amüsant es ist, mit einem schreienden Baby in Autoschale vor der Dusche zu duschen (siehe hier). Mein kleiner Sohn ist nun mit einem Jahr aber nicht mehr wirklich glücklich in seinem Autositz. Nicht dass er vorher wirklich glücklich war und mich in Ruhe duschen ließ. Aber nun ist er mobil. Das Duschen hat nun ganz neue Dimensionen erreicht. Ich hatte vergessen (oder verdrängt), wie das bei meinem großen Sohn war.

Duschen mit Baby: Tricks, wie das stressfrei klappt

Heute also wieder so ein Morgen. Zeit für die Dusche! Mit Baby! Ich schleppe Spielzeug ins Bad. Duploautos, Bauklötze, einen Kuschelhasen, zwie Plastikteller zum Stapeln, ein Fühlbuch mit Seiten aus dicker Pappe. Alles schön drapiert auf dem Badvorleger. Spannende Erlebsniswelt kreiiert, das wird ja wohl für 5 Minuten Wellnessdusche reichen. Glaubt die Mama. Kind dazu. Es beäugt die Erlebniswelt eher skeptisch, denn begeistert. Aber immerhin: Ein Auto hat sein Interesse geweckt und er wiegt es in seinen Patschehändchen hin und her. Sieht vielversprechend aus. Doch nicht so schlecht, so eine Baby-Erlebniswelt, nicht wahr?!

Dann geht es los: In Rekordzeit ausziehen – doch bevor ich einen Fuß unter die Dusche setzen kann, hat das Kind sich hingestellt, zielsicher den Klodeckel angehoben und das erste Auto ins Klo geworfen. Das zweite hat der Sohnemann schon in den Händchen. Ich fische Auto Nummer 1 mit spitzen Fingern heraus, werf es erstmal ins Waschbecken. Duschtür auf, warmes Wasser an, warmes Wasser wieder aus. Der kleine Mann hat die Waage entdeckt und hebt sie hoch und lässt sie wieder fallen. Babyfuß um einen Zentimeter verfehlt, Kind hat durchaus Talent. Waage weg, Kind hingesetzt, Fühlbuch in die Hand gedrückt. Ab in die Dusche. Neuer Rekordversuch in Sachen Duschen mit Baby wird gestartet.

Ein Glück ist die Duschwand aus Glas. Ich habe ihn im Blick. Er pfeffert das Buch in die Ecke. Ignoriert das andere Spielzeug. Ich wasche mich fahrig ab, stell das Wasser aus und seife mich in Sekundenschnelle ein. Das Kind zieht sich derweil am Waschbecken hoch, angelt auf Zehenspitzen nach der Zahnbürste seines Bruders, schnappt sich noch die Zahnpasta. Naja, ist ja zugeschraubt. Wasser an, Augen zu, ich höre ein Stück Plastik auf den Boden fallen. Augen auf. Schadensaufnahme: Er hat die Zahnpasta aufbekommen und die Fliesen angemalt. Naja, lässt sich ja abwaschen. Augen zu, Dusche an. Ein neues Geräusch dringt durch das Wasserrauschen. Dusche aus, Augen auf.


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