Mama steht Kopf
 
Ein Dorf um ein Kind aufzuziehen: Helfer-Netzwerk

Ein altes Sprichwort sagt, es benötigt ein ganzes Dorf, um ein Kind aufzuziehen. Nun, ich habe drei Kinder. Und den verrückten Anspruch stets selbst und ganz alleine das ganze Dorf, was in meinem Fall wohl dann eher eine Großgemeinde sein müsste, zu stemmen.

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iStock, Halfpoint

Und bei diesem Vorhaben stoße auch ich an meine Grenzen. Allem Ehrgeiz zum Trotz! Manchmal ist es einfach so und geht nicht ohne Hilfe! Diesen Text möchte ich einmal all denjenigen widmen, die mein ganz persönliches Dorf in Notsituationen sind. Dem aufgebauten Netzwerk an lieben Menschen und Helfern.

Denn so ganz ohne funktioniert es eben doch nicht! Gerade dann, wenn Frau dem Mann den Rücken stärkt und freihält und unter der Woche alleine mit Haus und Kindern ist! Da bauen sich hier und da unvorhergesehene Grenzmauern und Hindernisse auf, die es nur mit Hilfe Anderer zu durchbrechen gelingt!

Heute zum Beispiel ist ein solcher Tag. Ich muss mich organisieren, denn leider wurde mein Klon noch immer nicht fertiggestellt und in mehrere Hälften zerteilen wäre wohl ein ziemlich kläglicher, zum Scheitern verurteilter Versuch. Von der Riesen-Sauerei ganz abgesehen.

Heute Abend ist Elternabend beim Großen. Um 19.00 Uhr. Mitten unter der Woche, ist ja logisch. Und der Mann verweilt -wie sooft- derweil in Münster. Was also tun?
Hier kann ich nicht alleine Dorf sein, hier brauche ich Hilfe, um gewährleisten zu können, dass drei Kinder zur besten Abendessen-Zeit versorgt sind, ihren Weg unter die Dusche und wohlbehütet vor den Fernseher finden! In puncto Bett mache ich mir um diese Uhrzeit wenig Illusionen ;).

Meine Eltern wohnen dreißig Fahrminuten von uns entfernt. Zu viel Aufwand um diese nur für einen Elternabend herzubitten. Sagt mein Gewissen. Und auch wenn vielleicht diese Denkweise an eben jener Stelle unangebracht und falsch ist, so suche ich lieber nach Alternativen. Denn nicht immer kann ein Elternpaar sich wie selbstverständlich nur auf die Großeltern verlassen!

Das finde ich, kann man nicht immer zumuten! Zusammengefasst: Ein Großelternpaar wohnt „zu weit“ weg, das Andere ist nochmal zwanzig (!) Jahre älter und macht schon genug. Was ist die Alternative?
 

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