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Einer schreit immer – die Wahrheit über das Leben mit Zwillingen Ein Einkaufs-Drama in drei Akten ODER: Shopping mit Zwillingen

Bloggerin Anne Attersee – Einer schreit immer
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Manche erforschen die Wildnis, andere durchqueren die Ozeane. Ich war alleine mit Zwillingen einkaufen – ein Drama in drei Akten…

Von Gast-Blogger Papa Vater (auch bekannt als „Bester Ehemann der Welt“)

Wenn der Hunger groß und der Kühlschrank leer ist, gibt es zwei Möglichkeiten: Beim Chinesen des Vertrauens bestellen, oder die Zwillinge einpacken und einkaufen fahren. Und weil ich ein Abenteurer bin und kein Glutamat mag, entschied ich mich für letzteres. Also packte ich die beiden Lieblinge ein und fuhr in den Supermarkt. Ein grober Fehler….

Des Dramas erster Akt: Prinzipiell ist es ja so: Man betritt ein Geschäft, packt in den Wagen was man braucht, bezahlt und fährt dann wieder nach Hause. Mit Zwillingen ist das ganz anders: Der Einkaufswagen ist nämlich schon vor der Shopping-Tour besetzt. Mit zumindest einem Kind. Das will im Wagen das Surfen erlernen und steht dementsprechend oft während der Fahrt auf. Das zweite Kind sitzt im Kindersitz. Manchmal will es auch in den Wagen klettern. Das wusste ich bis Dato nicht.

Schon nach den ersten paar Regalreihen machte sich eine gewisse Unruhe in unserem Shopping-Mobil breit. Mickey wetzte unruhig hin und her und wurde immer sorgenvoller, während Mouse sich in einem Ausmaß für die Einkäufe zu interessieren begann, das eher störend war: er lutschte an der Mettwurst,  drückte auf dem Mozzarella herum und schüttelte das Gurkenglas. Ich wollte das Kind gerade loben, weil es schon so jung bereit war, seinem alten Herren eine Dose Bier aus dem Regal mitzunehmen. Aber dann versuchte er diese zu öffnen. Also von mir hat er das  nicht…   Mickey wurde währenddessen immer unruhiger und rutschte nervös hin und her. Seine Nasenflügel begannen zu vibrieren, seine Unterlider zitterten und seine Mundwinkel verzogen sich zu einem Viereck.

Des Dramas zweiter Akt: Genau zwischen Dosenmais und Gurkengläsern ging schließlich ein Heulkonzert los, das die Sardinen in den Büchsen wieder zum Leben erweckte.

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