Mom´s favorites and more
 
Eine gute Mutter stillt ihr Baby?!

Wie wir unsere Kinder erziehen, welche Normen und Werte wir ihnen beibringen, hat immer auch etwas damit zutun, was gesellschaftlich gerade anerkannt bzw. im „Trend“ ist. Beim Thema Stillen ist es im Grunde auch so.

Mom´s favorites and more: Eine gute Mutter stillt ihr Baby?!
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Wurden Babys vor dreißig Jahren nur nach einem bestimmten Rhythmus an die Mutterbrust gelassen bzw. einfach und schnell auf Fertigmilch umgestellt, ist es heute schon auch ein gesellschaftlicher Zwang bzw. Druck, der auf jungen Müttern lastet, gerade, wenn es eben nicht klappt mit dem Stillen. Vor zehn Jahren war ich mit Lou schwanger und auch damals war Stillen absolut hip und eine gute Mutter, so kam es mir zumindest vor, stillte ihr Baby. Im Geburtsvorbereitungskurs bekannte sich eine Mutter offen dazu, dass sie nicht vor hatte zu stillen, auf großartige Akzeptanz für ihre Entscheidung brauchte sie aber nicht hoffen. Die Gründe für ihre Entscheidung hinterfragten die Wenigsten, den Stempel Rabenmutter hatte sie dennoch schon vor der Geburt ihres Kindes sicher. Traurig, wie ich finde.

Auch ich hatte mir fest vorgenommen mein Baby zu stillen. Das es eventuell nicht so klappen würde, wie ich es mir vorstellte, daran dachte ich gar nicht.  Es gab für mich keine Alternative, keine zweite Option… Ich wollte mein Baby stillen. Nach der Geburt war ich dann auch unendlich euphorisch, doch recht bald resignierte ich. Es klappte einfach nicht und es wurde immer mehr zur Belastung für mich und für mein Baby. Sie schrie, hatte Hunger, suchte nach der Brust und sobald sie angedockt hatte, hörte sie auf zu saugen und schlief ein. Das Spiel wiederholte sich in Endlosschleife. Ich legte sie ab und sie wachte sofort wieder auf und wollte wieder an die Brust. Drei Wochen zogen wir das Ganze durch. Am Ende hatte ich richtiggehend Angst vor dem Moment an dem mein Baby an meine Brust wollte. Angst davor ihr nicht zu genügen, ihr nicht gerecht zu werden, Angst vor den Schmerzen, die ich mittlerweile hatte, den blutigen Brustwarzen.
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