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Milchtropfen Eine Woche ohne Papa

Blog Milchtropfen Woche ohne Papa
© Halfpoint / iStock
Eine Woche lang war mein Mann, der Vater unseres 3-jährigen Früchtchens, geschäftlich unterwegs, und ich ziehe ein Resümee. Wie ist das so, wenn der Mann mal länger von zu Hause weg und frau mit Kind auf sich allein gestellt ist?

Keine Sorge, das wird kein „Ich war eine Woche lang Alleinerziehende„-Beitrag, das will und kann ich gar nicht miteinander vergleichen.
Trotzdem war es schon anders, als wenn der Papa abends nach Hause kommt oder für ein paar Tage in der Woche zu Hause ist, und davon möchte ich heute gern berichten.

Inselhüpfen
Als ich an diesem Beitrag arbeitete, fragte ich mich, mit was ich diese Woche am Besten vergleichen könnte, und ich kam zu dem Entschluss: Es ist wie Inselhüpfen. 24/7. Nonstop von einer Insel zur nächsten hüpfen.

Wenn mir der kleine Sonnenschein freudestrahlend um 7 Uhr morgens ins Gesicht brüllte „Gutän Morgääääään!“, dann war nichts mit „Papa ist schon wach, spiel ein bisschen mit ihm, ich brauch noch ein paar Minuten… Stunden… schnarch…“. Da hieß es dann Aufstehen und den Tag beginnen, egal wie ich mich fühlte.
Zähne putzen und Frühstück machen, diese ganzen Routinesachen, die waren ok, das mache ich sonst auch immer, aber zwischendurch, wenn ich mal aufräumen, einkaufen, kochen, Sachen für den Ausflug packen oder kurz verschnaufen wollte, dann war da kein Papa, der mal eben kurz den Kleinen an die Hand nahm und mit ihm nach draußen ging.

Wenn Oliver zu spät Mittagsschlaf machte und mitten in der Nacht spielen wollte, dann war da kein Papa, mit dem ich mich abwechseln konnte oder der sich dazu bereit erklärte, mir den Schlaf zu gönnen und sich mit dem Kleinen zu beschäftigen. Nix da.

Wenn ich mich mit Freund*innen traf, dann war es anstrengender, weil ich sonst mehr Kraftreserven für diese Treffen hatte. Meine Aufmerksamkeit litt, weil ich zig Verpflichtungen im Kopf hatte, die mich daran erinnerten, was noch alles zu tun war, wie scheiße es zu Hause aussah usw.

Pause, Pause, Pause
Auch als ich mich mit der Familie traf, war da immer dieses panische Suchen nach der nächsten Pause, kurz verschnaufen, mich auf der Toilette einschließen und Fatzebuck checken oder was auch immer.

Statt nochmal in den Pool zu hüpfen und mich abzukühlen, saß ich einfach auf der Terrasse meiner Eltern und las, träumte, unterhielt mich, checkte wieder die sozialen Medien… Wäre ich in den Pool gegangen, würde der kleine Mann nonstop an mir dran kleben. Ich konnte aber nicht mehr. Ich brauchte’ne Pause.
Ich schaff das ganz alleine!

Und dann habe ich gemerkt, dass ich es mir zum Teil auch selber so schwer gemacht hatte.

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