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LÄCHELN UND WINKEN Einsamkeit und Gewalt in der Beziehung: Eine junge Mutter erzählt im Interview, wann und warum sie (endlich) ging.

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© LÄCHELN UND WINKEN
Die Entscheidung, den Partner zu verlassen ... trotz gemeinsamem Kind ..., weil man einfach nur noch unglücklich ist, fällt ungemein schwer. Sogar dann noch, wenn Gewalt im Spiel ist. Wie und warum sie es dennoch geschafft hat, erzählt eine junge Mama anonym im Interview mit Anke von LÄCHELN UND WINKEN.

Ich glaube, alle kleinen Mädchen träumen davon, eines Tages ihren „Prinzen“ zu treffen und von diesem Tag an glücklich bis an ihr Ende zu leben. Leider müssen jedoch viele dann später lernen, dass es oftmals gar nicht so einfach ist, einen Partner oder eine Partnerin zu finden, mit dem/der man über längere Zeit zusammen sein kann und möchte. Beziehungen können eben schwierig sein, richtig anstrengend oder zerstörend sogar. Ganz schlimm ist es dann natürlich, wenn Gewalt ins Spiel kommt – unabhängig davon, ob sie psychischer oder physischer Natur ist. „Mir würde das nie passieren“, denken die meisten Frauen. Oder auch: „Wenn, dann würde ich sofort gehen!“ Das Ding ist nur: Steckt man tatsächlich in solch einer Situation, ist vielleicht sogar verheiratet, finanziell abhängig, hat ein gemeinsames Kind oder fühlt sich schlicht emotional – trotz allem negativen – fest an diesen Menschen gebunden, der einem eigentlich absolut nicht (mehr) gut tut, ist es schrecklich schwer, auszusteigen. Und zwar viel schwerer, als man es sich je hätte vorstellen können.

Viele Frauen und Mütter leben in solchen Beziehungen. Sie sind unglücklich, traurig, verzweifelt und oftmals allein mit ihren Sorgen, aber sie finden nicht den Weg hinaus. Schon allein „schlecht“ über den eigenen Mann zu sprechen, fällt ihnen schwer – denn man hat ihn sich ja selbst ausgesucht, womöglich sogar geheiratet. Die Frage, ob man mit schuld ist an dem Desaster, in dem man lebt, steht immer im Raum und scheint – gepaart mit der völlig nachvollziehbaren Angst, in letzter Konsequenz plötzlich ganz allein dazustehen und neu anfangen zu müssen – alle Auswege zu versperren. Auch die Liebe, die man mal empfunden hat oder sogar NOCH empfindet, kann zu einem Klotz am Bein werden, der verhindert, dass man es schafft, einen Schlussstrich zu ziehen. Außerdem sollen die Kinder natürlich niemanden verlieren. So wahnsinnig viele Argumente scheinen dagegen zu sprechen, die Koffer zu packen und auszuziehen. Und es bedarf einer unvorstellbar großen Portion Mut, sie alle in den Wind zu schlagen und dennoch zu gehen.

Andrea* hatte diesen Mut. Sie hat all ihre Kraft und ihre Hoffnungen zusammen genommen und ihren Mann – gemeinsam mit ihrem 1jährigen Sohn – vor wenigen Monaten verlassen. Weil es nicht mehr ging. Weil sie unglücklich war. Weil sie Angst vor ihm hatte. Und weil es trotz all ihrer Bemühungen nicht besser wurde.

Nun lebt die junge Frau und Mutter allein mit ihrem Kind in einer kleinen Wohnung, musste alles hinter sich lassen und blickt trotzdem mit erhobenem Kopf in die Zukunft. Im Interview erzählt sie, warum und wie sie die Entscheidung traf und welchen Weg sie nun einschlägt, um wieder glücklich zu werden:

Liebe Andrea*, wann hast du das erste Mal darüber nachgedacht, dich von deinem Partner zu trennen?

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