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LÄCHELN UND WINKEN Einschlafbegleitung: Wie geht’s "richtig"?

Blog Lächeln und winken, Einschlafen
© LÄCHELN UND WINKEN
Die Einschlafbegleitung des Nachwuchses gehört in den meisten Familien mittlerweile zum Abendprogramm dazu. Allerdings fragen sich viele Eltern, die zum Teil STUNDEN neben ihren Kindern sitzen, ob es keinen „perfekteren“ Weg gibt. Anke von LÄCHELN UND WINKEN erzählt von ihren Erfahrungen.

Eine meiner absoluten Lieblingsfragen, die man an frischgebackene Eltern oder solche von Kleinkindern stellen kann, ist: „Und? Schläft er/sie schon durch?“ Früher, als die Mausemaus meine Nächte ruinierte, löste diese Frage in mir augenblicklich einen Puls von 200 und hysterisches Gekicher aus, weil ich wusste, was auf mein ehrliches Kopfschütteln folgen würde: eine Flut von Ratschlägen und Tipps, die ich entweder alle längst probiert oder ganz subjektiv für nicht empfehlenswert befunden hatte. Denn: Mein zuckersüßes Töchterchen schiss darauf, ob sie nun noch gestillt wurde oder nicht, ob der Raum komplett dunkel war oder durch ein kleines Licht leicht erhellt wurde, ob sie im Schlafsack oder unter einer Decke lag ... sie schlief unterirdisch schlecht und sorgte dafür, dass ich die ersten drei Jahre ihres Lebens aussah wie der Tod auf Latschen. Doch dann klappte es plötzlich. Sie knackte von einem Tag auf den anderen jeden Abend innerhalb von 10 Minuten weg und wurde auch zwischendurch nicht mehr wach. BÄM! Ich konnte mein Glück kaum fassen; das machte aber nix, denn so richtig genießen durfte ich dieses Wunder eh nicht. ;)
Um ja keine Verwirrung in meinem vom Nachwuchs neu programmierten Bio-Rhythmus aufkommen zu lassen, widmeten sich die zukünftigen Geschwister ihrem ersten Gemeinschaftsprojekt: Als Kind 1 endlich den Sinn und Zweck von Bett und Schlaf verstanden hatte, war Kind 2 in meinem Bauch schon groß genug und bereit, um den von seiner Schwester angereichten Staffel-Stab der Mutti-Schlaf-Folter freudig entgegen zu nehmen und auf ein neues Level zu heben. Er begann mit Fuß-Getrampel in der Blase, die mich stündlich aufs Klo trieben und hielt diesen Zeitintervall des Weckens auch nach seiner Geburt über JAHRE hinweg bei! Ergo: Ich kann mich heute – nach fast 6 Jahren von Schlecht-Schläfern geprägten Nächten – gar nicht mehr daran erinnern, wie es ist, DURCHZUSCHLAFEN oder einen Tag so richtig WACH zu erleben und vermisse es daher auch kaum. *hust* ;)
 
Die Nummer mit dem „perfekten“ Einschlaf-Ritual
 
Von den gängigen, durchaus sehr cleveren Tipps, die ein Kind angeblich totsicher zum Durchschlafen bewegen können (das Zimmer abdunkeln (ach was?!), abstillen (hat bei der Tochter null geholfen), die Flasche geben (wie gesagt, das war erst richtig ein Desaster), KEINE Flasche mehr geben (ich lache!), frisch wickeln (ich lache noch mehr!), Kind schreien lassen (immer, wirklich IMMER die schlechteste Idee!) einmal abgesehen, wurde mir ungefähr dröltausend mal dazu geraten, ein für uns passendes Einschlaf-Ritual zu entwickeln und das dann jeden Abend konsequent durchzuziehen. Konsequenz ist ja eh das A und O der Erziehung, so auch beim Einschlaf-Ritual. Und tatsächlich fand ich diesen Hinweis sogar ehrlich mega gut, denn er entsprach genau meinen Vorstellungen ... die ich VOR der Mutterschaft hatte! ;)
 
Das von mir präferiertem Einschlaf-Ritual für meine Kinder BEVOR ich Kinder hatte, sah folgendes vor: „Erst lesen mein Mann oder ich (wir wechseln uns damit nämlich ab) eine kurze Geschichte vor, wovon die Kleinen schön müde werden und sich schläfrig an mich kuscheln. Anschließend gebe ich ihnen einen Kuss, decke sie zu und bleibe noch einen kurzen Moment bei ihnen sitzen ... so 10 Minuten ... bis sie eingeschlafen sind. Dann schleiche ich aus dem Kinderzimmer und genieße den Abend – ab ca. 19:30 Uhr – mit meinem Mann.“ Ja, es gibt Familien, in denen es genau so läuft. Habe ich gehört. Bei uns jedoch lief und läuft es leider ETWAS anders. ;)
 
Perfekte Vorstellung vs. individuelle Realität
 

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