Lächeln und winken
 
Eltern-Interview: Die Mutter eines kleinen Jungen mit Trisomie 21, der eigentlich gar nicht so besonders ist.

In der Reihe Eltern-Interviews spricht Anke von LÄCHELN UND WINKEN diesmal mit Maike, die Mutter eines kleinen Jungen mit Trisomie 21 ist, der aber eigentlich gar nicht so besonders ist wie viele denken. Sie gibt Einblick in ihr Leben, ihre Sorgen, aber vor allem spricht sie über ihr Glück. <3

Lächeln und winken: Eltern-Interview: Die Mutter eines kleinen Jungen mit Trisomie 21, der eigentlich gar nicht so besonders ist.

Als Maike und ihr Mann, mit dem sie schon mehr als 15 Jahre zusammen ist, zum zweiten Mal Eltern wurden, haben sie sich erst einmal nur gefreut, schließlich hatten sie sich nichts mehr gewünscht, als eine vierköpfige Familie zu werden. Sie waren überhaupt nicht darauf vorbereitet, dass mit ihrem zuckersüßen Baby etwas „nicht stimmen“ könnte und so traf es sie natürlich unvermittelt hart, als ihnen die Ärzte eröffneten, dass ihr Söhnchen mit einer Trisomie 21 geboren worden war. Nicht zuletzt deshalb, weil diese Diagnose nicht allein kommt, sondern von einer ellenlangen Liste möglicher Erkrankungen begleitet wird, die ein Down-Syndrom mit sich bringen kann.

Mittlerweile ist der kleine Bruno drei Jahre alt und ein echter Sonnenschein, der Herzen im Sturm erobert und seinen Eltern die Tür zu einer Welt geöffnet hat, die sie ohne ihn höchstwahrscheinlich nie entdeckt hätten. Maike hat sich die Zeit genommen, um im Eltern-Interview ein wenig davon zu erzählen und auch, um einen Einblick in ihr Leben zu gewähren, dass zwar etwas anders ist, als das der meisten, aber dennoch viel normaler, als einige denken. <3

Eltern-Interview mit Maike, der Mutter eines kleinen Jungen mit Trisomie 21, der eigentlich gar nicht so besonders ist.

1. Gibt es etwas an dir, dass die Menschen in deinem Umfeld (oder auch die Gesellschaft) als „anders“ oder „besonders“ bezeichnen würden? Wenn ja, was ist es?

Mein jüngerer Sohn hat eine Trisomie 21, landläufig Down-Syndrom genannt. Je länger bzw. je besser die Leute uns kennen, desto normaler empfinden sie uns, denke ich. Wir haben die Diagnose erst nach der Geburt erfahren. Das war natürlich erst mal ein Schock. Zumal wir dazu recht schnell eine lange Liste mit möglichen medizinischen Erkrankungen und Komplikationen überreicht bekamen – von Herzfehler über Fehlbildungen im Magen-Darm-Trakt bis zu kindlichem Grauen Star. Glücklicherweise beruht diese Liste nur auf statistischen Wahrscheinlichkeiten und in der Realität ist unser Sohn gesund.

Die einzige Besonderheit bislang ist, seine verminderte Muskelspannung und die hat vielfältige Auswirkungen. Am Anfang war das Stillen z.B. ein Problem, weil er nicht so viel Kraft im Mundbereich hatte. Eine weitere Konsequenz ist die allgemeine Entwicklungsverzögerung, also Sitzen, Robben, Krabbeln hat bei Bruno länger gedauert. Laufen kann er seitdem er 2 3/4 Jahre ist.

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