Die Rabenmutti
 
Elternschule – Kommentar einer Kinderbuchautorin

Wir befinden uns im Jahre 2018. Ganz Deutschland ist von überforderten Helikoptereltern bevölkert. Ganz Deutschland? Nein! Eine von unbeugsamen Fachleuten betriebene Klinikabteilung in Gelsenkirchen hört nicht auf, unerzogenen Kindern Widerstand zu leisten.

Blog Die Rabenmutti Elternschule Gastbeitrag
iStock, KatarzynaBialasiewicz

Hinweis: Der folgende Text erhebt keinen Anspruch auf Sachlichkeit, pädagogische Korrektheit oder objektive Darstellung der Realität. Dafür kommen Schimpfworte vor. Wer die findet, darf sie benutzen.
Keine Helikoptereltern

In den Kinos ist ein Dokumentarfilm angelaufen, er heißt „Elternschule“, gedreht in der psychosomatischen Abteilung einer Kinderklinik in Gelsenkirchen. Die Medien jubeln: Kinoseiten, große Tageszeitungen, allen voran die öffentlich-rechtlichen Sender. Das Geheimnis guter Erziehung, hier wird es gelüftet! Die Art, wie sie jubeln, alarmiert mich. Und kein einziges Mal kommt das Wort Helikopter in Verbindung mit Eltern vor; das Ganze muss ernst sein.

Nach und nach füllt sich meine neu entstandene Filterblase zum Elternschulefilm mit Meinungen und Meldungen selbstbewusster Ärzte, begeisterter Medien, schockierter Eltern und entsetzter Fachleute. Aber um zu verstehen, worum es geht, reicht nachlesen nicht aus. Also gehen wir ins Kino. Ja, das ist ernst.

In den Fängen der Riesenfrauen
Ich sehe Kinder, an denen gezerrt wird. Gefühlt: ständig. Große Erwachsenenhände packen kleine Kinderhandgelenke, schmale Kinderoberarme. Dann wird geklammert, gezerrt, gezogen, auch bei Gegenwehr. Zwei Stunden lang, immer wieder.

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