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Ich gebäre Entbindung: Warum ich mein Kind nicht "entbinde"

Ich gebäre: Entbindung: Warum ich mein Kind nicht entbinde
© Andrei / Adobe Stock
Viele Menschen in meinem persönlichen Umfeld sprechen von der Geburt als „Entbindung“. Ich persönlich wehre mich gegen diesen Wortgebrauch.

Entbindung kommt vom Mittelhochdeutschen „enbinden“, was soviel bedeutet wie „losbinden“.

Es beschreibt den Geburtsvorgang aus der Sicht der Hebammen, Geburtshelfer oder Ärzt*innen, wenn diese das Kind zur Welt bringen. Selten nur benutzt eine Frau das Wort in der aktiven Form („ich entbinde mein Kind“).

Ursprünglich meint der Begriff, das Kind von der Nabelschnur „loszubinden“, also die Nabelschnur zu durchtrennen. In diesem wörtlichen Sinne ist es möglich, dass du dein Kind entbindest, dass das medizinische Personal dein Kind entbindet, oder auch, dass dein*e Partner*in das Kind entbindet. Und in diesem wörtlichen Sinne bleibt wohl keinem Kind die „Entbindung“ erspart.

Ich benutze das Wort dennoch nicht.

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