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Es ist ein Junge! – damit fällt er in die Kategorie „Hauptsache gesund“

Wer kennt diesen Satz? Er stammt von Ildikó von Kürthy aus dem Buch „Unter dem Herzen“. Sie beschreibt so passend weiter „Jeder hat so seine heimlichen Mindesterwartungen. Ein Hirn, kein Schwanz. Das sind unsere.“

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Ja, es gibt sie eben doch, die Erwartungen und ihre Reaktion von „Ein Mini-Pimmel. Das war sonnenklar. Ich sagte: Scheiße.“ kann ich sogar ein Stück weit nachfühlen. Aber nicht nur Ildikó von Kürthy wurde schnell eines besseren belehrt…

„Und, wisst ihr schon was es wird?“ ist ja meist so die erste Frage die mit Bekanntgabe der Schwangerschaft gestellt wird. Und dann fängt es an, dieses Geschlechterding. Jungs tragen schon als Baby anscheint immer blau, Mädchen rosa. So gaukelt es einem zumeist die Industrie vor, wenn man in die Babygeschäfte schaut. Dann geht es weiter. Jungs sollen wild sein, Mädchen lieb und süß. Puppenmamas halt. Puppenpapas gibt es irgendwie nicht so viele.

Auch man selbst kann sich, wenn man ganz ehrlich ist, nicht ganz von dem „Wunschgeschlecht“ frei machen. Bei Kind Nummer eins war uns das irgendwie noch egal. Viel zu glücklich waren wir darüber, dass es überhaupt geklappt hat. Dann war Kind Nummer zwei auf dem Weg und ich bin ganz ehrlich: ich hätte mir ein Mädchen gewünscht. Ein Mädchen was auch all die vielen süßen Kleidchen von Lütti tragen würde. Ein Mädchen was mit ihren Puppen spielt und Steckenpferde reitet. Zöpfe flechtet.

Völliger Scheiß, das weiß ich heute. Heute als Mädchen- und Jungsmama.

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