Fips & ich
 
Es war schön, als du rund sein durftest, mein Bauch

Habe ich das gerade wirklich gedacht?! Ich liege in der Badewanne, betrachte meinen 13-Monate-Postpartum-Körper und denke dürfen?! Den Kopf muss ich schütteln über mich selbst, und trotzdem hängt dieses bescheuerte Wort in meinen Gedanken fest.

Blog Der kleine Brandenbuger, Bauch
iStock, BeauSnyder

DAS ERSTE TRIMESTER:
Ich war nie der magere Model-Mädchentyp, eher so das Powermodell mit starken Buchhändleroberarmen, ordentlich Po und Eisenbeißerwaden #strongnotskinny. Aber auf meinen Bauch, den flachen Wohltrainierten, auf den war ich immer stolz. Der hat mir was bedeutet, der war das Zentrum meiner Kraft und Körperhaltung.
Noch bevor ich wusste, dass ich schwanger war, wurde dieses Zentrum außer Betrieb genommen: Der reiskorngroße Fips protestierte gegen jegliche Bauchmuskelaktivitäten und ich musste wortwörtlich lernen, mich hängen zu lassen. Das fiel mir alles andere als leicht. ich klammerte mich an die magische 10-Kilo-Gefahrenmarke, und zu den Themen „Schwanger und schön“ und „der perfekte Babybauch“ habe ich in den ersten drei Monaten hier so einige Beiträge verfasst.

DAS ZWEITE TRIMESTER: LET IT ROLL!
Sobald man mir rundungstechnisch deutlich ansah, in welchen Umständen ich mich befand, wurde alles besser: Ich habe den Bauch geliebt. Habe ihn gestreichelt und im Spiegel bestaunt und einfach gutgefunden. Genauso wie den Rest meines Körpers. Die Kugel lenkte mich von allen gefühlten Problemzonen ab: Zum ersten Mal fand ich mich wirklich rundum gut. Vor der Schwangerschaft hatte ich mich mit Yoga und Sport zu einem guten Körpergefühl gekämpft, aber so richtig wie im zweiten und dritten Trimester hatte ich mich noch nie gefühlt. Ich war einfach Königin in mir.

FRISCH ENTBUNDEN UND VOLLER LIEBE

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