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Feminismus schließt das Muttersein nicht aus (im Gegenteil)

Eine Feministin ist eine karriereorientierte Frau und keineswegs eine Mama? Fehlanzeige. Als Frau und Mutter ist Feminismus nämlich ein brandaktuelles Thema. Gerade als Mutter.

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Seit zwei Jahren schiebe ich einen Kinderwagen vor mir her. Seit zwei Jahren höre ich vermehrt Kommentare, die meinen Lebensstil betreffen. Meinungen, Ratschläge, Kritik.

In der Zeit, bevor ich Mutter wurde, war das kaum der Fall. Vielleicht hie und da mal ein: „Na, wann kommt der Nachwuchs?“ von schrulligen Tanten auf Familienfesten, aber das war’s dann auch schon mit der Einmischerei.

Und dann wurden wir Eltern. Und ich sage bewusst wir, denn es war eine gemeinsame Entscheidung. Eine Entscheidung, die mir offen gesagt schwerer fiel, als meinem Mann. Denn ich ahnte schon, dass die gesellschaftlichen Strukturen, in denen wir leben, nicht für emanzipierte Frauen, sondern für das klassische Rollenbild geschaffen sind. Ergo: Mama bleibt zuhause, Papa nimmt morgens den Aktenkoffer in die Hand und spaziert abends wieder heim.

Und so war es auch. Bereits die Schwangerschaft veränderte die Wahrnehmung vieler von mir, als Frau. Ich wurde zur Mutter. Langsam aber stetig. Und die allgemeine Auffassung ist nach wie vor jene, dass Mütter nunmal zurückstecken, und das dankend tun, weil sie sich nichts Besseres und Erfüllenderes vorstellen können, als die Kinder zu hüten und am Herd zu stehen.

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