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Frühförderung und Früherziehung: Brauchen Kinder das?

Früherziehung und Frühförderung ist da so ein Thema. Ist es meine Pflicht, meine Aufgabe, als Elternteil, das Potential meines Kindes bestmöglich zu fördern? Muss ich dazu aktiv etwas tun? Wird ihm das in der Zukunft weiterhelfen? Braucht mein Baby einen Pekip-Kurs, um sich richtig zu entwickeln? Oder ist sowas im Gegenteil sogar schädlich für mein Baby?

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Es gibt keine Frühförderung gesunder Kinder!
Aber worüber sprechen wir hier eigentlich? Was bedeutet eigentlich Förderung? In einer nicht-wissenschaftlichen, umgangssprachlichen Verwendung könnte man die Förderung von Babys oder Kleinkindern definieren als
zielgerichtete pädagogische Maßnahmen, die auf das frühe erlernen kognitiver und als gesellschaftlich wertvoll erachteter Kompetenzen ausgerichtet sind.
Es geht also nicht darum, seinem Kind ausreichend Anreize und Stimulation zu geben, sondern um gezieltes Erziehen zu einer gewünschten Kompetenz oder Verhaltensweise. Denn der Trend in unserer Gesellschaft geht seit einigen Jahrzehnten dahin, dass Kinder möglichst früh lesen und schreiben, rechnen oder ein Instrument erlernen sollen. Ganz nach dem Motto “Früh übt sich, wer ein Meister werden will”, besteht die Hoffnung, dass Kinder diese Fähigkeiten im Laufe der weiteren Kindheit schneller und besser ausbauen können. Also keine Probleme im Rechnen haben und vielleicht einmal ein Virtuose am Klavier sein werden.
Davon abzugrenzen ist in jedem Fall der Begriff der Frühförderung. Dieser Begriff und das zugehörige Konzept der “Frühförderung” kommen nämlich eigentlich aus dem Bereich der Behinderten- bzw. Heil-Pädagogik. Nur Babys und Kinder, deren Entwicklung eingeschränkt oder verzögert ist, brauchen überhaupt Frühförderung. Zu irgendeinem Zeitpunkt wurde das aber wohl auf gesunde Kinder übertragen. In dem Glauben, man könne ein Kind durch gezielte Maßnahmen dazu bringen, sein volles Potential auszuschöpfen – sich also “besser” zu entwickeln, fingen Eltern an, ihre Kinder gezielt “frühzufördern” – damit sie später in ihrer Schul- und Karrierelaufbahn bessere Chancen haben. Damit sie ihre Intelligenz besser entfalten können. Wahre Wunderkinder kommen dabei zustande. Allerdings ist das streng genommen keine Frühförderung, sondern lediglich eine frühe Förderung gesunder Kinder.
Früherziehung wäre also vielleicht das treffendere Wort. Dieses definiert der Duden als “Erziehung zu etwas vom frühestmöglichen Zeitpunkt an”. Wie man das bei Babys und Kleinkindern macht, dazu gibt es hunderte von Ratgebern und Tipps. Vom Helfen im Haushalt bis zum gezielten Vorsingen und Lernen von Reimen ist alles dabei. Man könnte den Eindruck bekommen, dass es wahrlich eine Wissenschaft ist, sein Kleinkind früh in seiner Entwicklung zu fördern. Ja, richtig Angst könnte man bekommen um die Entwicklung seines Kindes, wenn man nichts davon mit ihm macht!
Warum ich von früher Förderung nichts halte
Meine Meinung: Das ist alles Quatsch. Eine frühe Förderung oder Früherziehung stresst ein Kind nur bzw. bewirkt das Gegenteil. Denn lernen kann ein Kind am besten freiwillig, aus eigenem Antrieb und eigener Erfahrung.

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