Eine ganz normale Mama
 
Gab es diese Mengen an martialischem Spielzeug eigentlich schon immer?!

Nachdem ich gerade wieder von meiner Seitenstrangangina genesen bin, hat nun die Grippe (die echte!) den Gatten erwischt, den wir in Quarantäne gesteckt haben und ihm einmal am Tag eine frische Flasche Wasser vor die Tür stellen.

Blog Eine ganz normale Mama Kriegsspielzeug
iStock, fieldwork

Mit drei Kindern allein komme ich zu nicht grad viel und so müsst Ihr auf den Hoteltipp noch etwas warten. Dafür schreibe ich mir mal quick n dirty was von der Seele, was mir eben beim Zeitungslesen aufgefallen ist. Genauer gesagt in der Werbebeilage, die die tollsten Ostergeschenke für Kinder anpries. Dass die Ostergeschenke heutzutage laut Werbebeilage 40 Euro kosten sollen und riesig groß sind, ist ein anderes Thema, das führt nun wirklich zu weit. Was mich viel mehr aufregte: Diese martialischen Spielsachen! Es sind ja nicht nur Spielzeugpistolen. Sondern fette Kanonen, merkwürdige Kämpferfiguren, Kriegsfahrzeuge und dazu Comicfiguren, die ich eigentlich nie wirklich mit Kindern in Verbindung brachte. Oder seit wann ist Batman ein Kinderfilm?! Habe ich etwas verpasst? Mir waren die Filme jedenfalls zu spannend, ich habe nie einen vollständig geschaut. Und dann sollen Fünfjährige mit Batmanfiguren spielen?! Geht es noch?!

Ich bin ja ein Kind der 80er. Mit pazifistischen Eltern, die alles taten, die Atmosphäre des Kalten Krieges von uns Kindern fernzuhalten. Und so gab es noch nicht mal Spielzeugpistolen für meinen Bruder und mich. Und von Kleinauf wurde mir eingebläut: Waffen sind böse.
Was ich gar nicht so schlecht fand. Und heute genauso sehe und meinen Jungs auch so mit auf den Weg geben.
Versteht mich nicht falsch. Ich untersage meinen Kindern nicht jeden Schwertkampf mit den großen Stöckern, die sie am Wegesrand finden.

 Sich zu messen und zu raufen liegt in der Natur des Menschen. Und es ist auch okay. Wir haben früher mit meinem Vater auch Pfeil und Bogen geschnitzt und mit meinen Jungs mache ich es auch. Und ich gebe ihnen auch Tipps mit auf den Weg, wie man sich wehrt, wenn einen ärgert. Sie sollen ja auch wissen, wie man sich verteidigt. Und das Piratenschiff hat natürlich Kanonen. Wobei aus denen wahlweise Tomaten oder Wasserbomben kommen. Da mag ich übrigens die Bücher vom Drachen Kokosnuss, bei dem es auch oft Piraten und andere spannende Dinge gibt – aber alles humorvoll und kindgerecht dargestellt wird. Achja, eine Wasserpistole gibt es bei uns auch – aber nicht in Gewehr- oder Pistolenform, sondern in Form einer Wasserspritze ohne jedweden martialischen Touch.

Wieso müssen Spielfiguren so eine Aggressivität ausstrahlen?!

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