Mutter Rabenherz
 
Geh doch zu Hause

CORONA. Ich sehe den Virus sogar schon in den Kunstwerken meiner Kinder. Ihr Lieben, ich war Mickie Krause nie näher als momentan. Zumindest seinen Liedern. In den letzten Tagen fehlen mir so oft die Worte. Es fühlt sich noch immer ein bisschen an wie in einer Netflix-Serie, die ich mir niemals anschauen würde..

Mutter Rabenherz: Geh doch zu Hause

Es macht mich sprachlos, wenn ich den Nachrichten folge. Oder den Erzählungen über gefüllte Eiscafés. Abendliche Grillpartys unter Eltern oder volle Spielplätze. Haben die den Warnschuss verdammt noch mal nicht gehört? Ich kann es nicht fassen. Es geht nicht darum, Panik zu verbreiten, es geht doch darum, aus dieser allesübergreifenden Situation möglichst heile wieder rauszukommen. Wir alle und die Menschen, die uns lieb sind. Und das so schnell wie möglich. Eine Chance haben wir doch, aber nur wenn wir sie auch nutzen. Ich möchte es also so laut wie ich nur kann in Mickie Krauses Worten hinausgrölen in die Welt, persönlich adressiert an die noch immer bestehenden Menschenansammlungen. Ihr da, die ihr dicht an dicht steht: „GEH DOCH ZU HAUSE DU ALTE SCHEI$$E!“

Wir sitzen alle in einem Boot.

Und wir müssen verdammt nochmal für eine gewisse Zeit innerhalb der Rehling bleiben. Auf dem Sofa. Auf dem Balkon. Im eigenen Garten. Für eine absehbare Zeit. Für manch einen mag das härter sein als für den anderen, weil er sich vielleicht zum ersten Mal auch mit seinen Urängsten konfrontiert sieht. Weil wir – und da schließe ich mich komplett ein – uns mit unserer eigenen Verletzlichkeit auseinandersetzen müssen. Ob wir wollen oder nicht.

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