Drachenmama und Trotzkopfkind
 
Geheime Mama-Sehnsüchte

Doch obwohl ich mein Leben mag, mit allen Dingen, für die ich mich entschieden habe, wie zum Beispiel das Studium, der Wohnort und, und und, habe ich manchmal Momente, in denen ich nachdenklich werde. Ich kenne tatsächlich den Grund: Mir fehlen ab und zu Aspekte des alten Lebens. Meiner „Jugend“.

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iStock, StefaNikolic

Mittlerweile befinde ich mich in der 31. Schwangerschaftswoche. Unser Baby hat sehr gute Werte, wächst und gedeiht, doch trotzdem liegt nach der Geburt eine Herz- Operation vor uns. Ich hatte darüber kurz berichtet- wir werden das gemeinsam schaffen, das kleine Mädchen in meinem Bauch ist genauso stark wie ihre große Schwester!

Seit Monaten bin ich nun zuhause und lasse das Baby wachsen, seit über zwei Jahren bin ich nun Mutter.
Ich liebe es, wirklich. Mutter zu werden war die beste Entscheidung meines Lebens. Und auch wenn ich viele, viele Tage habe, an denen ich mich gerne in ein Räumchen einsperren und alles andere aussperren würde, gibt es jeden Tag irgendetwas schönes, was alles andere wieder wett macht. Grund dafür ist unser Trotzkopfkind. Sie muss nur lächeln und ich vergesse, was für einen sturen, eigensinnigen Dickschädel sie besitzt. Auf unsere zweite Zicke freue ich mich nun genauso wie auf die Erlebnisse mit ihr. Wieder kuscheln, stillen, Babyzeit, sie beim Aufwachsen beobachten- es gibt Dinge, die gehen zu schnell vorbei, man muss sie einfach noch intensiver erleben.

Glücklicherweise habe ich einige Freunde mit Kindern, beziehungsweise kaum noch Freunde ohne Kinder. Es ist total schön, gemeinsam die Zeit als Eltern zu erleben, zu sehen, wie sich die Kids miteinander anfreunden, zusammen spielen, zanken oder Abenteuer erleben und wir als Mütter (oder Väter) daneben sitzen und gemütlich einen Kaffee trinken (Oder ein Bier! Irgendwann wieder…).
Ich lebe heute ein völlig anderes Leben, als vor fünf Jahren; mein Alltag dreht sich um das Trotzkopfkind, ich plane und organisiere um sie herum, für sie und zwischendurch mal für mich.

Es gibt nicht viele Momente, in denen ich Zeit nur für mich oder wir für uns als Paar haben. Das Trotzkopfkind hat noch nicht bei Oma und Opa geschlafen, so dass wir mal einen Abend mit Nacht hätte, aber auch das soll so sein. Wir haben uns bewusst und aus verschiedenen Gründen dafür entschieden, damit zu warten- und hinter dieser Entscheidung stehen wir. Wir werden unsere Abende wieder bekommen, wenn der richtige Zeitpunkt da ist.

Natürlich gehe ich trotzdem hin und wieder raus. Ich treffe mich mit meinen Mädels, wir unternehmen irgendetwas, gehen essen oder etwas trinken. Meine Freunde haben sich auf die wichtigsten Menschen in meinem Leben reduziert und damit bin ich glücklich. Man sollte die Zeit nur mit denen verbringen, für die man beide Hände ins Feuer legen würde. Das mache ich mittlerweile auch.

Doch obwohl ich mein Leben mag, mit allen Dingen, für die ich mich entschieden habe, wie zum Beispiel das Studium, der Wohnort und, und und, habe ich manchmal Momente, in denen ich nachdenklich werde.

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