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Lächeln und winken Geschwister-Chroniken: Teil 29

Lächeln und winken, Geschwister-Chroniken 29
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Das persönliche „Dream-Team“ von Mama Anke von LÄCHELN UND WINKEN liegt alterstechnisch fast genau drei Jahre auseinander und liebt sich abgöttisch. Also meistens. Außer sie streiten sich gerade. Oder stecken jeweils in irgendeiner haarsträubenden Phase. Dann geht’s rund. Und zwar richtig. ;)

ICH finde es aktuell ziemlich anstrengend, weil die beiden Granaten immer öfter nicht auf den selben Nenner kommen und das Streit-Potenzial daher enorm hoch ist. Ihnen hingegen scheint das weniger auszumachen; zumindest ist spätestens am Abend alles wieder komplett in Ordnung und die Liebe zueinander groß. :D

SÖHNCHEN-STATUS:

5 JAHRE, 5 MonateWas haben sich alle Sorgen gemacht, dass er den erneuten Neustart in Sachen Kita – nach den letzten drei Monaten zuhause plus Corona-Infektion auf den letzten Metern – nicht gut verpacken würde … und er hat es dann so krass mit Bravour gemeistert, dass alle nur staunten. Er ist einfach gegangen und hat sich vorher wie blöde drauf gefreut. Alle waren hart erleichtert, dass es so reibungslos lief. Leider fielen dann direkt wieder Tage aus, weil es in der Kita aufgrund von Corona-bedingtem Personalmangel schlicht „eng“ mit der Betreuungskapazität wurde und in der darauffolgenden Woche wurde er gleich nochmal krank und musste noch einmal zwei Tage zuhause bleiben. Ob er sich bei mir angesteckt hatte oder bei jemand anderem in der Kita ODER er wie der Mann eine Art Covid-Flashback hatte … wissen wir nicht. Ich vermute fast eine Mischung aus allem, denn einige Symptome passten nicht zu einer Erkältung, sondern eher zu Spuren von Corona. Kennen wir ja schon von der Mausemaus, daher war das naheliegend. Wir haben ihm etwas Zeit zum Ausruhen gegeben, die er auch gerne angenommen hat. Doch dann wollte er wieder los in die Kita; von sich aus. <3

Ich liebe es wirklich, dabei zuzusehen, wie sehr er die Kita gerade mag, und hoffe deshalb von ganzem Herzen, dass wir ihm ein weiteres Jahr dort ermöglichen können. Das Thema Schul-Rückstellung liegt aber irgendwie immer noch auf Eis bzw. wir wissen einfach nicht, wie der Stand da ist, weil wir rein gar nichts von der Stadt hören – auch auf Nachfrage nicht. Also müssen wir schlicht weiter warten. Leider.

TOCHTER-STATUS:

8 JAHRE, 4 MonateIch glaube, die Mausemaus platzt gerade fast vor Ungeduld. Ich habe ihr nämlich, in dem Moment, als der Krümel positiv wurde, gesagt, dass der Drops damit für uns wohl gelutscht ist und wir wieder so gut wie alles machen können, weil wir nach dieser Runde Infektion im Haus ja wahrscheinlich alle geimpft UND genesen sein werden. Gut, der Plan ging nicht ganz auf und wie sich so langsam herausstellt, kann man den Scheiß ja auch mehr als einmal bekommen, ABER die Mausemaus ist trotzdem jetzt fertig damit und ich kann es voll verstehen. Ich mag ihr auch nicht mehr im Weg stehen und lasse alle Verabredungen zu, die möglich sind … sofern die andere Familie einem ähnlichen Status wie wir hat. Sie hat neben Verabredungen natürlich auch noch eine lange Liste an to-does im Kopf, die wir nun nach und nach abhandeln müssen – sowas wie schwimmen gehen, reiten irgendwo, insgesamt gefühlt eine Million Ausflüge nachholen. Und ja, das machen wir auch! LEIDER nimmt parallel das Thema Schule doch irgendwie sehr viel Raum ein; sehr viel mehr, als wir alle gedacht haben, aber sie meistert es wirklich toll, ist motivierter als die letzten Monate und auch verhältnismäßig aufgeschlossen dafür, durchs Homeschooling entstandene Lücken mit etwas Unterstützung von außen zu schließen. Aber nur damit es hier nicht positiver klingt, als es ist: Sie hat immer noch keinen Bock auf Schule, die Gegenwehr ist aktuell nur etwas weniger intensiv, weil sie merkt, dass es vielleicht doch ein bissl was bringt, wenn man dem Ganzen Lern-Ding wenigstens mal eine kleine Chance gibt. ;)

MAMA-STATUS:

So alles in Allem: Also alles in Allem ist alles ok. Aber ich war die letzten zwei Wochen etwas angeschlagen bzw. ganz klassisch erkältet. Und damit verbunden noch müder und fertiger als sonst. Nichtsdestotrotz war‘s ein bisschen witzig. Ich meine: Wirklich JEDER hat gerade Corona inkl. meiner Familie … nur ich nicht. ICH hol mir lieber bei einem Baby einen profanen Schnupfen ab und liege damit halb flach. Mal ganz im Ernst: Das IST ein bisschen witzig. Aber ich hab‘s „überlebt“ (war ja kein Männerschnupfen ;)) und hoffe, dass auch das nun wieder ein Baustein für mein Immunsystem war, der mit verhindert, dass ich Covid19 doch noch bekomme. Davon abgesehen wartet jede Faser meines Körpers auf den Frühling, auf Wärme, auf Sonnenschein, auf grün. Habe fertig mit Winter; meine Psyche braucht dringend bessere „Außenumstände“!

Ich glaube, im Moment bewegen wir uns zum ersten Mal in einem größeren Spalt der unterschiedlichen Bedürfnisse der beiden Geschwister. Normalerweise finden sie ja schnell eine Schnittmenge, in der sie gemeinsam spielen können – in den letzten Wochen wurde das aber zunehmend schwieriger. Beide Kinder haben schließlich immer einen klaren Plan vor Augen, der bitte umgesetzt werden soll ;) Immer öfter lassen sich diese Pläne aber nicht so gut verbinden. Ihrer Liebe zueinander tut das natürlich keinen Abbruch, aber sie spielen etwas weniger „zusammen“. Es ist mehr ein nebenher oder eben auch mehr Streit, gefolgt von getrennten Spielen. Als Mama finde ich das natürlich schade, aber dennoch weiß ich, dass das voll normal ist. Der Krümel spielt ja eh recht gerne allein und für die Mausemaus finde ich es sogar wichtig, ALLEIN zu spielen, weil sie normalerweise ständig den Input von anderen sucht. Obwohl sie dann trotzdem die Richtung vorgeben möchte; dennoch spielt sie lieber mit anderen zusammen. Der Krümel mag beide Varianten, aber nicht mehr untergebuttert werden. Es gibt also viel Streit und Gemotze gerade. Muttis Nerven danken. ;)

Spät abends ist es dann natürlich ganz anders. Wenn sie eigentlich ins Bett gehen sollen, ist die Liebe krass groß, beide sind sich durchgehend einig und spielen so schön zusammen, dass ich heulen könnte … WARUM GEHT DAS NICHT TAGSÜBER?! Im Bett wird dann gekuschelt und manchmal sogar in Umarmung geschlafen. DANN geht’s! ;) Hach, Geschwister sind schon was Tolles … man muss es einfach lieben.

Wie eben schon kurz angesprochen, nimmt das Thema Schule hier gerade viel Raum ein. Zum einen im Bereich „Einschulung schieben“ beim Krümel, zum anderen in Sachen „Lücken stopfen“ bei der Mausemaus. So oft wurde mir anfangs gesagt, wie dankbar ich doch sein sollte, dass mein Kind im Lockdown erst in der ersten Klasse war und das 4-monatige Homeschooling somit kein Problem (gewesen) sein sollte, dass wir auf größere Baustellen-Resultate daraus fast gar nicht vorbereitet waren. Doch wie wir nun wissen … wie die meisten anderen Grundschul-Eltern auch … ist es durchaus ein Problem, wenn Kinder direkt am Anfang kaum Lehrer-Kontakt haben und die für die Schul-Karriere so wichtigen Grundlagen von Müttern und Vätern gelegt werden, die eigentlich keine Ahnung davon haben, wie man einem Kind Lesen und Rechnen beibringt. Glücklicherweise haben wir mittlerweile verstanden, dass sehr viele an diesem Erkenntnis-Punkt stehen, sehr viele Grundschüler nun straucheln und es daher ganz normal ist, nun etwas Unterstützung zu benötigen. Bis dahin zu kommen, gedanklich, hat allerdings ein bisschen gebraucht – bei uns Eltern genauso wie bei der Mausemaus. Nun sind alle auf einem guten Weg und es geht bergauf. Wir bleiben dran und positiv! <3

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