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Lächeln und winken Geschwister-Chroniken: Teil 32

Lächeln und winken, Geschwister
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Das persönliche „Dream-Team“ von Mama Anke von LÄCHELN UND WINKEN liegt alterstechnisch fast genau drei Jahre auseinander und liebt sich abgöttisch. Also meistens. Außer sie streiten sich gerade. Oder stecken jeweils in irgendeiner haarsträubenden Phase. Dann geht’s rund. Und zwar richtig. ;)

SÖHNCHEN-STATUS:

5 JAHRE, 8 MonateMein „Baby“ ist nun echt schon näher an der 6 als an der 5 und ich kann es gar nicht fassen; ihm selbst scheint das herzlich egal zu sein. :D Gefühlt würde ich sagen, dass die Mausemaus das mit dem Älterwerden wichtiger findet als ihr Bruder, aber ich kann mich auch irren. Manchmal weiß man es halt nicht so genau … er REDET jedenfalls nicht oft darüber, maximal, wenn ihm ein Wunsch einfällt, den ich schon mal für seinen nächsten Geburtstag aufschreiben soll. Sehr vorausschauend, das Kind. ;) Grundsätzlich scheint er mir sehr bei sich zu sein in letzter Zeit. Im positiven Sinne. Er geht so regelmäßig in die Kita, wie es trotz Streik-Tagen möglich ist bzw. war, und ich finde, es tut ihm gut. Er spielt gerne mit anderen, aber auch gerne allein. Er daddelt etwas zu viel ein „Video-Spiel“, ist allerdings so sehr Feuer und Flamme dafür, dass ich es weniger häufig unterbinde, als ich möglicherweise sollte. Sprachlich hat er mal wieder einen krassen Satz nach vorn gemacht – und um die Menge zu beschreiben, die er mir so erzählt, passt wohl am besten ein von Herzen kommendes: „Mir bluten täglich die Ohren“.   Spielplatz ist gerade nicht immer so sein, habe ich die Befürchtung, was schade ist, denn die große Schwester liebt den Alltag dort und ich auch. Er hingegen ist durchaus mal früher fertig damit, weil er lieber nach Hause mag. Dadurch sind wir trotz schönem Wetter oft früher zurück, als letztes Jahr … hat aber eben auch den klaren Vorteil, dass ich weniger Stress beim Abend-Ritual habe. Passt also alles in allem gut.

TOCHTER-STATUS:

8 JAHRE, 7 MonateEigentlich wollte ich die Kinder beide spätestens für diesen neuen Teil der Chroniken mal wieder messen. Ich glaube nämlich, dass beide gewachsen sind. Allerdings ist unser Zollstock weg, der letzte, den der Krümel noch nicht zerstört hatte. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich hin einem Handwerker gegeben, der kurz hier war, und ich vermute, er wurde aus Reflex eingepackt. Nicht schlimm, sowas passiert, aber deshalb kann ich jetzt halt nur sagen: Ich glaube, die Mausemaus ist gewachsen! :D Von den cm in die Höhe mal abgesehen, ist sie aber vor allem über sich hinaus in Sachen Schule gewachsen. Endlich hat es Klick gemacht und das Kind arbeitet wirklich fleißig ihre wöchentlichen Lernpläne ab. Natürlich bei weitem nicht perfekt oder fehlerfrei, denn im Moment ist die Motivation, damit pünktlich fertig zu werden, so groß, dass manchmal die Qualität etwas auf der Strecke bleibt. Nichts desto trotz bin ich sehr stolz auf ihre Fortschritte und ihre Motivation. Mehr Stress, als sie eh schon hat, möchte ich jetzt kurz vor den Sommerferien auf keinen Fall mehr machen. Dass sie nach den Sommerferien in die dritte Klasse kommt, kann ich übrigens gar nicht fassen. Haben wir unser großes Kind nicht erst gestern eingeschult? Unglaublich wie die Zeit rennt und wie sichtbar es wird, wenn man Kinder hat. Gerade an der Mausemaus sehe ich immer, wie schnell alles geht.

Neuerdings hat sie Freude daran, mit mir einfach mal in der Stadt bummeln zu gehen. Das große Mädchen mag sich plötzlich Klamotten anschauen und sogar mal etwas anprobieren. Meins ist das ja eigentlich nicht und ihres bisher auch nicht, aber aktuell hat sie Bock darauf UND genießt die dabei entstehende Mutter-Tochter-Zeit, denn die Männer der Familie gehen meist nicht mit. Zeit mit Mama alleine ist im Moment sehr wichtig. Und ich bemühe mich, dass sie diese bekommt. <3

MAMA-STATUS:

So alles in Allem: Für mich waren die letzten paar Wochen spannender als für die Kinder, glaube ich. Ich durfte bei einer Livesendung von Stern TV im Studio vor der Kamera mitreden und habe mir davor fast in die Hose gemacht vor Angst, war aber anschließend sehr stolz, doch nicht Stress-Inkontinent geworden zu sein :D. Nur ein paar Tage später habe mir sehr spontan ein neues Tattoo zugelegt. Sogar das bisher größte – und mitten auf dem rechten Unterarm. Liebe es jetzt schon sehr und bin froh, es gemacht zu haben! Das Negativ-Highlight des Söhnchens der letzten Wochen hat MICH über viele Tage sehr belastet, weil es zum einen meine eigenen Zahnarzt-Ängste und -Erfahrungen stark triggerte und zum anderen mal wieder zeigte, wie weh es tun kann, wenn man als Elternteil alles versucht, etwas zu verhindern, es aber dann doch nicht schafft. Alles in allem waren die letzten paar Wochen für mich wirklich recht emotional und durchaus kräftezehrend. Gut, dass meine Akkus ganz automatisch so wunderbar auftanken, sobald die Sonne scheint. Sogar, wenn ich so wenig und schlecht schlafe wie im Moment. Na immerhin etwas. :D

Wenn man von echt vielen Geburtstags-Events absieht (unglaublich, wie viele Kinder im Mai Geburtstag haben!!!), würde ich die letzten Wochen im Hinblick auf die Mausemaus als relaxt und kontinuierlich bezeichnen. Schulisch ist das meiste ziemlich eingespielt, es gibt einen Nachmittag mit Mathe-Nachhilfe und hin und wieder einen Freundinnen-Besuch bei jemand zuhause. Ansonsten schlicht „alles wie immer“, was ich persönlich gerade sehr angenehm finde. Keine super großen Baustellen, keine großen Stressfaktoren. Selbst das „Problem“ mit der Histamin-Intoleranz lassen wir im Moment etwas lockerer laufen (also ich habs im Blick, aber es gibt Ausnahmen), weil wir die ganz strenge Jedes-Lebensmittel-das-Reaktionen-auslöst-weglassen-Diät auf NACH die Klassenfahrt und damit in die Sommerferien geschoben haben, auf die wir uns (davon abgesehen) alle wahnsinnig freuen. Der Mausemaus geht es rundum gut, sie ist fit und gesund und die meiste Zeit glücklich; vom Vorpubertäts-Gemecker mal abgesehen. DAS nervt natürlich – uns beide sogar gleichermaßen, aber wir wissen, wir müssen uns daran gewöhnen. Wie schön ;)

Der Krümel hat mir allerdings etwas Sorgen bereitet. Er hat ja, wie die Große, zu tiefe Fissuren in den Zähnen, weshalb wir die Backenzähne schon letztes Jahr haben versiegeln lassen. Nun fiel eine solche Versiegelung unbemerkt raus, der Zahn bekam Karies, musste eine Füllung erhalten und … verlor diese Füllung wieder. Sie war winzig und MIR fiel beim Zähneputzen nichts auf. Und der Krümel sagte leider nichts. Erst, als der Zahn so entzündet war, dass es an der Seite sichtbar wurde. Der Zahn musste gezogen werden.  Unsere wirklich sehr nette Zahnärztin bot an, dass es auch durch sie passieren könnte – eben mit einer Spritze – und nicht bei einer gesonderten Kinderzahnarzt-Praxis. Dem Krümel war das lieber, wenn er auch lieber den Zahn behalten hätte. Er war mega tapfer. Vorher machte er sich null verrückt, so wie ich und die Mausemaus es sicher getan hätten, und auch anschließend klagte er null. Klar, dass ziehen war kacke, aber er war so mega tapfer, dass ich nur staunen konnte. Der kleine Floh. Warum sorgt mich das so? Passiert halt, dass mal ein Milchzahn vor seiner Zeit raus muss. Mach ich mich zu sehr bekloppt? Oder zu wenig? Fakt ist, dass MICH die Nummer hart triggert. Noch schwieriger finde ich allerdings, dass es immer öfter passiert, dass ich spät von Schmerzen bei Krümel erfahre. Ich muss gezielt nachfragen, er jammert nicht frühzeitig, wenn etwas weh tut. Ausgenommen bei Stürzen und Blut. DA reagiert er heftig; ich denke, Blut kann er einfach nicht sehen. Aber Zahn- oder Kopfschmerzen … das dauert, bis er was sagt. Oder Steinchen unterm Zehennagel … da sagt er nix. Letzteres ist schon lange her, hat mich aber nachhaltig „beeindruckt“. Es ist einfach so: Während die Mausemaus oftmals etwas ZU dramatisch an etwas herangeht, ist es meiner Meinung nach beim Krümelchen durchaus mal zu wenig. Ich werde mehr darauf achten.

Sonst ist aber alles top bei uns und wir freuen uns richtig doll auf den Sommer! <3

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