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Lächeln und winken Geschwister-Chroniken: Teil 33

Geschwister auf Rollern
© laecheln-und-winken.com
Das persönliche „Dream-Team“ von Mama Anke von LÄCHELN UND WINKEN liegt alterstechnisch fast genau drei Jahre auseinander und liebt sich abgöttisch. Also meistens. Außer sie streiten sich gerade. Oder stecken jeweils in irgendeiner haarsträubenden Phase. Dann geht’s rund. Und zwar richtig. ;)

SÖHNCHEN-STATUS:

5 JAHRE, 9 MonateTatsächlich haben wir es geschafft, unseren Vorsatz umzusetzen, dem Krümelchen etwas öfter Nachmittage allein bzw. mit oder bei Freunden verbringen zu lassen, die null mit seiner großen Schwester verknüpft sind. Findet er super und ich auch! :D Was ich außerdem richtig klasse finde ist, dass wir es geschafft haben, das Thema „kurze Hose“ anzugehen … er war nämlich wieder sehr „kontra“ in diesem Punkt und weigerte sich, trotz 36 Grad, aus der langen Jeans in eine Shorts zu wechseln. Glücklicherweise habe ich aber dann doch noch eine Klamotte gefunden, die ich ihm schmackhaft machen konnte und davon haben wir jetzt einfach drei Stück. Grundsätzlich kann er natürlich selbst entscheiden, was er anziehen mag, aber wenn es so heiß ist, dass er sich in seinen langen Sachen selbst im Schatten kaum mehr bewegen mag, ist es schön, die Option auf etwas mehr Luftigkeit zu haben. Und die haben wir jetzt.

Richtig Feuer und Flamme ist der kleine Floh übrigens für unseren anstehenden Urlaub, der nun in greifbare Nähe gerückt ist. Er kann es kaum erwarten, endlich loszufahren und „ein Abenteuer“ zu erleben. Ich bin gespannt, wie es dann wird; Urlaube hat gerade der Floh noch nicht so viele erlebt und gerade die Nummer mit dem Autofahren ist ja nicht so seine Baustelle. Wir versuchen es aber und hoffen das Beste! :D

TOCHTER-STATUS:

8 JAHRE, 8 MonateSo unschön ich das auch finde, aber ich denke, wir bzw. das Töchterchen befindet sich in der sogenannten Vor-Pubertät – diese Phase zwischen Wackelzahn-Pubertät und der „echten“, in der Kinder UND Eltern schon mal ein bisschen „reinschnuppern“ können in die Zukunft, die da unweigerlich auf uns wartet. Die Mausmaus bewegt sich wirklich oft in einen emotionalen Stimmungsbereich, den nicht mal sie selbst richtig versteht, der uns immer öfter ausbremst und in schlechte Laune schubst. Ich weiß, dass gehört dazu und ist normal, dennoch ist es schon jetzt anstrengend und macht richtig Bock auf mehr. Nicht ;)

Davon abgesehen waren die letzten Wochen aber toll und vor allem für die Tochter hammer-spannend. Das zweite Schuljahr ist zu Ende gegangen; damit hat sie die Hälfte der Grundschulzeit schon geschafft, was uns alle gemeinsam mal wieder staunen lässt, wie schnell die Zeit verfliegt! Sie war zum allerersten Mal auf Klassenfahrt und damit gleichzeitig zum allerersten Mal länger als eine Übernachtung von Mama weg.

Außerdem hat sie Spagat gelernt, war reiten, ist Riesenrad gefahren und hat Marshmallows am Lagerfeuer verkohlt.  Läuft für sie, würd ich sagen! :D

MAMA-STATUS:

So alles in Allem: Also ohne es jetzt beschreien zu wollen, würde ich sagen: Mir geht’s ziemlich gut gerade. Ich war mal „aus“, fands toll, hab aber auch gemerkt, dass ich das eigentlich gar nicht so doll vermisse, was ja gut ist. :D Mein maroder Körper hat sich etwas eingependelt … hier und da rutscht mal was raus, sorgt für Schmerzen oder (neu) für starken Schwindel, ABER ich habe tatsächlich endlich das Gefühl, Tricks zu haben, die mir helfen, was dieses Gefühl von Hilflosigkeit etwas reduziert. Und mein Arbeitspensum ist aktuell auf einem Level, mit dem ich ziemlich gut klarkomme, ohne abends rauschen im Hirn zu haben. Ich kann mich daher gerade null beschweren und mache es auch nicht ;)

Obwohl es ja eigentlich gerade mal Ende Juni ist, sind wir im Grunde schon total im Sommer-Modus angekommen; und das, noch bevor die eh schon frühen Ferien in NRW begonnen haben. Beide Kinder gehen z.B. krass spät ins Bett – der Krümel um 21 Uhr, schläft aber meist erst eine halbe Stunde später. Die Mausemaus taucht sogar frühestens um 22 Uhr ins Land der Träume ab, weil sie zum einen erst noch etwas spielt und zum anderen dann noch mindestens zweimal aufsteht und zu mir kommt, um mir zu sagen, dass sie nicht einschlafen kann ODER etwas Wichtiges zu erzählen, was ihr nun mal erst JETZT eingefallen ist. Aktuell dreht es sich dabei oft um das Problem, dass die Jungs in ihrer Klasse wohl dazu neigen, die Mädchen zu ärgern und aufzuziehen – mit dem was an Klamotten tragen, spielen oder sagen. Ich finde es ehrlich gesagt schlicht ätzend, dass es so früh so ausgeprägt stattfindet und versuche gefühlt täglich die Gradwanderung zwischen Verständnis und Stärkung hinzubekommen, während ich zusätzlich versuche zu erkennen, wann es vielleicht in noch ernster zu nehmendes Mobbing kippt; unabhängig davon, ob MEIN Kind das Opfer ist oder ein anderes aus der Klasse. Gefällt mir alles gar nicht und beschäftigt mich sehr.  

Auch ein sehr emotionales Thema über mehrere Tage war bei uns, dass ein Geschwisterpaar aus der Schule der Mausemaus mitsamt Familie abgeschoben wurde, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, die nicht nur bei den Kindern auf Unverständnis gestoßen ist. Die Geschichte jetzt komplett auszurollen, würde den Rahmen sprengen. Was ich sagen kann ist, dass es zwischen den Kindern und mir ein sehr intensives Thema war – wie sollte es auch anders sein, wenn sie erfahren, dass Kinder nachts geweckt und aus ihrem Zuhause gerissen wurden. Das schürt natürlich Ängste, die besprochen werden müssen.

Dazu passend: Mich erwischt es manchmal wie ein kalter Nackenschlag, wenn ich Revue passieren lassen, was wir Eltern so alles in den letzten Jahren und Monaten mit unseren Kindern besprechen mussten und müssen; da ist die nahende Pubertät vielleicht gar nicht mal die schwierigste Baustelle. Aber so angenehm normal, wenn ich es gerade bedenke. ;)

Und wenn ich selbst diesen Teil der Geschwister-Chroniken nochmal lese, fällt mir auf, dass der Krümel gerade – gemessen an seiner großen Schwester – echt eine ruhige Kugel schiebt und das freut mich irre für ihn. Klar, er bekommt alle Aufregung immer mit, aber er zieht sich diese Schuhe eigentlich nie so wirklich an. Im Moment ist er (gefühlt) wieder einmal sehr bei sich, konzentriert sich auf seine Kita-Tage und -Erfahrungen, freut sich auf Dates und ganz besonders auf den Urlaub, obwohl er eigentlich noch gar nicht so genau weiß, was ihn erwartet. Vielleicht genau richtig so. Vielleicht einfach richtig schön. <3

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