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Lächeln und winken Geschwister-Chroniken: Teil 35

Lächeln und winken: Geschwister-Chroniken
© LÄCHELN UND WINKEN
Das persönliche „Dream-Team“ von Mama Anke von LÄCHELN UND WINKEN liegt alterstechnisch fast genau drei Jahre auseinander und liebt sich abgöttisch. Also meistens. Außer sie streiten sich gerade. Oder stecken jeweils in irgendeiner haarsträubenden Phase. Dann geht’s rund. Und zwar richtig. ;)

SÖHNCHEN-STATUS:

5 JAHRE, 11 MonateNach den Ferien hat sich der kleine Floh richtig darauf gefreut wieder in die Kita zu gehen … und war dann nach ein paar Tagen fertig damit. Also alles wie immer. ;) Dieser junge Mann wird sicher mal ein ganz großer Verfechter der 3-Tage-Arbeitswoche … und möglicherweise kein Fan davon, dass man – bevor man sich seinen Job aussucht und darin für sowas kämpft – sehr lange jeden Tag in die Schule gehen muss. Wobei: Manchmal steckt man ja nicht drin. Vielleicht wird er nächstes Jahr so mega gerne in die Schule gehen, dass er plötzlich die Wochenenden doof findet. Wer weiß das schon. :D Jedenfalls war seine persönliche Vorliebe fürs zuhause bleiben einer der Gründe, warum er es nicht mal im Ansatz schlimm fand, sich bei mir mit der für ihn zweiten Runde Corona angesteckt zu haben. Für ihn war nur wichtig dabei, dass jetzt kuscheln mit Mama wieder ging. <3 Glücklicherweise hat sein Immunsystem super reagiert und ist zwar meinem CT von 13,5 erlegen, hat aber den Virus dank bereits vorhandener Antikörper gar nicht viel Feld gewinnen lassen. Er hatte nur hin und wieder etwas Kopfschmerzen, leichten Schnupfen und minimal Temperatur. Dafür war ich mega dankbar, denn beim ersten Mal lief es schließlich anders. Und bei mir ja auch. „Ich bin doch der König der Monsterwelt“, sagte der Krümel dazu nur. „Da hat der doofe Corona-Virus keine Chance!“ SO nämlich!!!! <3

TOCHTER-STATUS:

8 JAHRE, 10 MonateIm Grunde wächst und gedeiht die Mausemaus wie Unkraut. Mittlerweile ist sie 144 cm groß und gefühlt mehr als startklar für die Pubertät. Zur Körpergröße würds halt auch passen; meine Nerven sind jedoch absolut nicht bereit dafür. ;) Leider macht uns die Tochter aber aktuell Sorgen. Schon seit einiger Zeit hat sie Schmerzen in Armen, Beinen, Nacken und auch auf der Stirn und wir haben schon viel mit der Kinderärztin ausgeschlossen. Wachstumsschmerzen, Borreliose, Rheuma und Mangelerscheinungen. Ob es irgendwas mit ihrer ersten Corona-Infektion zu tun hat, lässt sich eher nicht so gut abklären, aber dran gedacht haben zumindest wir Eltern bereits. In der Uni-Klinik waren wir dann mit einer Einweisung, mussten im Endeffekt vorerst dennoch nicht bleiben, weil eine reaktive Arthritis vermutet wurde, die nun bereits seit 3 Wochen mit Schmerzmitteln behandelt wird. Nach 6 Wochen sollen wir wiederkommen. Falls die Schmerzen bis dahin nicht weg sind, geht die Suche weiter. Aktuell sieht es so aus, als wären wir mit der Nummer NICHT durch; aber zumindest sind wir ja in Behandlung und haben damit sozusagen „Zugriff“ auf Spezialisten, die schon noch rausfinden werden, was es ist. Hoffen wir wenigstens. Sie sitzt aber auch nicht lethargisch rum, sie lebt irgendwie damit. Und knickt irgendwann ein, wenn nichts mehr geht. Ich hoffe, es wird bald besser … irgendwie. Denn tatsächlich hat sie aktuell sogar richtig Spaß an der Schule und das soll sie unbedingt genießen können. <3

MAMA-STATUS:

So alles in Allem: Ich hatte doch in den letzten Chroniken so Bock auf Alltag, richtig? Den hab ich auch bekommen … allerdings nur knapp ne Woche :D Dann habe leider ich mich mit Corona infiziert – bei meinem Lieblingsbaby, dem Söhnchen meiner besten Freundin, der wahrscheinlich wie sie und ich Blutgruppe 0 hat und mich deshalb mit Pauken und Trompeten anstecken konnte. Tja, ich hab lange durchgehalten, aber hier kommt mal wieder der Spruch meines Opas zum Tragen: Kurz vorm Klo in die Hose geschissen ist auch zu spät ;) Leider hat mich der Virus dann direkt ziemlich umgehauen und mir fiese und gar nicht mal so wenige Symptome beschwert. Ich hoffe jetzt, dass zumindest nichts „hängenbleibt“ und ich in absehbarer Zeit wieder einigermaßen fit bin. So schlapp und kaputt wie aktuell kann ich mich selbst nicht ausstehen. Und Warten und Ausruhen ist gar nicht mein Ding. Aber gut, man muss es eben nehmen wie es ist. Das Wichtigste ist, dass es ja schon wieder aufwärts geht UND zumindest 50% der Familie sich nicht noch einmal angesteckt haben. Ich hoffe jetzt einfach, dass wir das in Herbst und Winter nicht wiederholen; ich hatte nämlich echt keine Freude daran.

Wenn wir jetzt mal davon absehen, dass wir nicht bis zum Herbst warten konnten, um mal wieder auf den Corona-Zug aufzuspringen, liefen die letzten Wochen ganz gut. Die Kinder sind beide voller neuer Energie und sehr positiv GESTIMMT ;) ins neue Schul- und Kita-Jahr gegangen. Die alten Freundschaften wurden ratzfatz reaktiviert und der Alltag tatsächlich begrüßt. Vor allem die Mausemaus hat sich richtig doll aufs neue Schuljahr gefreut, denn … sie geht nun einmal die Woche mit ihrer Klasse schwimmen. Ich freue mich mega für sie, denn sie liebt es sehr und hofft, dass sie dann bald sogar Bronze machen kann. Ich persönlich hab dem erstmal mit gemischten Gefühlen entgegengesehen, weil ich nasse Haare im Herbst und Winter als recht ätzend einstufe, aber es sind Badekappen Pflicht und sie bekommt da tatsächlich all ihre langen Haare rein. Also hoffe ich mal das Beste ;)

Da es in unserer Wohnung aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit durchschnittlich knapp unter 30 Grad ist, wird hier – wenn überhaupt – nur recht ruhig miteinander gespielt. Für wildes Toben ist allen Beteiligten meist zu heiß, was meinen angeschlagenen Nerven durchaus entgegenkommt. ;) Die Art, wie und was gespielt wird, geht im Moment aber eh ziemlich auseinander. Während die Mausemaus sich hauptsächlich in der Themen-Welt rund um Pferde aufhält (was mich immer noch überrascht, weil das für mich echt nie ein Thema war und wir das ja eigentlich auch nie in diese Richtung gestartet haben) und darin mal mit Lego, mal mit Playmobil, mal mit Barbie, mal mit Stofftieren spielt, bewegt sich der Krümel hauptsächlich in der von ihm ausgedachten Monsterwelt, in der er natürlich König ist. Ich besuche ihn mittlerweile nachts dort … wir verabreden uns vorher dafür, in unseren Träumen gemeinsam dort zu sein … und reden dann am nächsten Morgen darüber, was wir dort erlebt und welche Monster wir getroffen haben. Das ist schon ziemlich süß, wenn mir auch manchmal ernsthaft die Ohren bluten, denn er erzählt ohne Punkt und Komma, wenn man nicht irgendwann die Flucht ergreift :D Phantasie haben beide also definitiv ausreichend zur Verfügung, was ich schön finde. Ganz wirklich. <3

Und sonst so? Sonst freuen wir uns gerade vor allem darauf, wenn alle wieder raus und wir wieder NORMAL jeden Tag nach Schule und Kita auf dem Spielplatz abhängen können mit unseren Freunden. Alltag. Wir freuen uns also noch einmal neu auf Alltag!

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