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Lächeln und winken Geschwister-Chroniken: Teil 36

Lächeln und winken: Geschwister-Chroniken: Teil 36
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Das persönliche „Dream-Team“ von Mama Anke von LÄCHELN UND WINKEN liegt alterstechnisch fast genau drei Jahre auseinander und liebt sich abgöttisch. Also meistens. Außer sie streiten sich gerade. Oder stecken jeweils in irgendeiner haarsträubenden Phase. Dann geht’s rund. Und zwar richtig. ;)

SÖHNCHEN-STATUS:

6 JAHREMein Baby. Mein Baby ist jetzt einfach mal sechs Jahre alt geworden. Was haben wir heutigen Eltern früher nicht alle mit den Augen gerollt, wenn unsere eigenen Mütter so wahnsinnig melancholisch wurden, nur weil wir mal wieder Geburtstag hatten. Jetzt verstehen wir es natürlich alle. <3 Mein Baby ist nun sechs Jahre alt. Nächsten Sommer kommt er in die Schule. Und er ist wirklich schon groß, das sagt er selbst. Dennoch ist ihm gleichzeitig sehr wichtig, dass er immer noch süß ist. Ganz besonders für die Mama. Hach, mein Herz geht jedes Mal auf, wenn ich ihn sehe. ABER meine Ohren bluten dafür jeden Tag. ;) Es ist so krass, welches Sabbel-Wasser dieser kleine Kerl hat. Früher dachte ich, die Mausemaus würde mich eines Tages um Kopf und Kragen reden, heute weiß ich es besser. Es wird der Sohn sein. Er redet und redet und redet. Unglaublich. Auf Platz 2 seiner persönlichen Hobbys steht aktuell übrigens: Bauen mit Lego. Zu Hause eh, allerdings auch wirklich sehr viel in der Kita. Wir hatten hier einen Abend lang Tränen, weil in der Kita die Legos in die Abstellkammer geräumt worden waren. Ich musste das am nächsten Morgen sehr ernsthaft mit der Erzieherin klären, die sich etwas überrumpelt fühlte, weil sie einfach nur aufgeräumt und für die Legos mal einen anderen Platz genommen hatten. Sie hatte keine Ahnung, dass es den Krümel so schwer in Sorge versetzen würde. Glücklicherweise konnte er dann wieder mit Lego spielen. Dieses „etwas selbst bauen“ und erschaffen und dann damit spielen, Geschichten darum zu erfinden und völlig in die eigene Fantasie-Welt einzutauchen, ist definitiv sein ganz großes Steckenpferd. Genau SO kann er Tage verbringen. Natürlich unterbrochen von iPad gucken. Wir wollen ja hier bei der Wahrheit bleiben. :D

TOCHTER-STATUS:

8 JAHRE, 11 MonateIm Moment ist Schule ein großes Thema bei uns zu Hause und im Leben der Mausemaus. Leider nicht besonders positiv behaftet; wir arbeiten noch an Lösungen. Deshalb kann ich aktuell auch gar nicht so viel davon erzählen, wollte aber schon mal sagen, dass es nicht reibungslos läuft. Weil ich immernoch oft das Gefühl habe, dass wir Eltern uns gezwungen fühlen, über die schulische Situation des Kindes nur positiv zu sprechen. Daher mag ich auch an dieser Stelle lieber ehrlich sein: Schule läuft gerade einfach nicht gut. Aber dafür finde ich, ist die Tochter unheimlich tapfer und bereit, wirklich aktiv zu kämpfen. Noch nicht ganz neun Jahre alt, ist sie in der Lage, mehr als nur den eigenen Dunstkreis zu erfassen, ein größeres Ganzes zu sehen und Zusammenhänge herzustellen. Ich hoffe, wir bekommen bald die Kurve und alles wird wieder entspannter, damit wir uns AUCH auf andere Dinge konzentrieren können. Zum Beispiel darauf, dass sie längst nicht mehr alles anziehen mag, was ich gerade im Herbst und Winter für passend halten. Sie bewegt sich ganz stark in den Bereich von Teenie-Wünschen was die Kleidung angeht. Passt natürlich zu ihrer Körpergröße, dennoch bin ich definitiv gegen bauchfreie Kleidung im Herbst oder zu irgendeiner anderen Jahreszeit an einem Kind :D Komisch!

MAMA-STATUS:

So alles in Allem: Ich war zum ersten Mal, seit ich Mama bin, ganz alleine über Nacht weg. Sonst hatte ich bisher zu mindestens den Krümel dabei, aber selbst in dieser nur-50%-der-Kinder-Konstellation war jetzt schon vier Jahre her. Nun bin ich also wirklich ganz alleine das erste Mal von Freitag auf Samstag nach Berlin gefahren zu einer Veranstaltung, die ich genießen konnte, komplett ohne mich um einen meiner natürlich dennoch sehr geliebten und vermissten Zwerge kümmern zu müssen. Lustig, wie man als Mutter immer sofort das Gefühl hat, betonen zu müssen, dass man seine Kinder liebhat, obwohl man es wagt, mal etwas alleine zu tun. Wirklich lustig. Wenn man darüber lachen mag. ;) Von dieser aufregenden Aktion abgesehen geht es mir aktuell … okay, würde ich sagen. Ich will an dieser Stelle ja nicht immer jammern, weil ich weiß, dass es mir im Grunde und so ganz allgemein wirklich gut geht. Aber wenn ich so auf die vielen „Baustellen“ der letzten Monate zurückblicke, ist es auch legitim, hin und wieder vor Erschöpfung ins Kopfkissen zu weinen. Auch DAS ist okay. Und ja, dass mache ich in letzter Zeit doch wieder etwas öfter. Es reinigt halt und baut Stress ab; sehen wir es einfach so. ;)

Die ganzen letzten vier Wochen waren intensiv geprägt von der Geburtstags Vorfreude des Krümelchens. Ich bin gar nicht sicher, ob er sich je zuvor so intensiv auf seinen Geburtstag gefreut hat wie in diesem Jahr. Wir haben wirklich Wochen und Tage gezählt. Und wir haben viel darüber gesprochen, wer eingeladen wird und was wir machen. Monster sollten das Thema des Geburtstages sein, der - wie schon im letzten Jahr - auf unserem Lieblingsspielplatz stattfand. Ich hatte ihm auch angeboten, anders zu feiern, aber der Geburtstag im letzten Jahr war so wundervoll in seine Erinnerung, dass er sich eine Wiederholung gewünscht hat. Zu mindestens was die Location angeht, was mir natürlich sehr entgegenkam. Indoor feiern wollten wir nicht (und hofften einfach doll auf gutes Wetter), dafür durfte er ganze zehn Freunde und Freundinnen einladen.

Es gab ein Süßigkeiten- und Chips-Buffet, denn der Kümmel mag gar keinen Kuchen. Früher haben wir dennoch Kuchen serviert, weil man das eben so macht. Dieses Jahr haben wir uns wirklich komplett nach seinen Wünschen orientiert. Wir haben eine Schatzsuche gemacht mit dem Thema Monster und die Kinder wurden geschminkt von meiner Freundin. Es war laut und chaotisch und der Krümel hat viel zu viele Geschenke bekommen. :D Er hat es geliebt und war mega glücklich. Klar, andere Eltern fahren viel cooleres Partys für ihre Kinder auf, schmücken das ganze Haus und sorgen für mehr Aktionen. Aber irgendwie sind wir das nicht. Irgendwie sind wir eine dieser Familien, die immernoch gerne auf dem Spielplatz feiert … mit einer Schatzsuche als Highlight und Süßigkeiten bis zum Umfallen. Und wir sind es alle wahnsinnig gerne. <3

Ein weiteres Thema, dass natürlich auch in den letzten Wochen noch einen hohen Stellenwert bei uns hatte, war die Gesundheit der Tochter. Zuletzt waren wir ja in der Uniklinik, da sie Schmerzen in Armen und Beinen hatte, für die es einfach keine wirkliche Diagnose gab. Im Endeffekt wurde „reaktive Arthritis“ drangeklebt und fünf Wochen Schmerzmittel verschrieben. Drei Wochen habe ich nicht daran geglaubt, dass es etwas bringen würde, weil die Symptome nicht ganz zur Krankheit passten und es auch einfach nicht besser wurde. Doch das änderte sich dann irgendwann. Es wurde besser. Wir konnten das Schmerzmittel absetzen und waren noch einmal in der Klinik zur Kontrolle. Da es nun soweit gut aussieht, die Schmerzen nur noch ganz selten auftreten, werden wir es vorerst dabei belassen. Wir wissen ja, an wen wir uns wenden können, sollte es wieder schlechter werden. Allein das im Hinterkopf zu haben, beruhigt uns alle. Vielleicht ist es ja auch wirklich jetzt einfach gut. Manchmal kommt es ja so. Wir hoffen es. <3

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