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Lächeln und winken Geschwister-Chroniken: Teil 37

Lächeln und winken: Geschwister-Chroniken 37
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Das persönliche „Dream-Team“ von Mama Anke von LÄCHELN UND WINKEN liegt alterstechnisch fast genau drei Jahre auseinander und liebt sich abgöttisch. Also meistens. Außer sie streiten sich gerade. Oder stecken jeweils in irgendeiner haarsträubenden Phase. Dann geht’s rund. Und zwar richtig. ;)

SÖHNCHEN-STATUS:

6 JAHRE, 1 MonatDer kleine Floh war, glaube ich, fast die kompletten letzten vier Wochen zuhause. Erst war er krank, dann hatte die große Schwester Ferien und er wollte auch lieber hierbleiben. Verständlich und bei uns ja möglich, daher eigentlich immer frei wählbar für ihn. Der doofe Infekt, den er hatte, ließ eh nicht so flott locker, daher passte das für alle. Allerdings mangelte es ihm dadurch natürlich etwas an Auslastung. Finde ICH. ER hat das ja lieber so. Den Großteil des Tages gemütlich verbummeln, dann ne Stunde Spielplatz und wieder heim. SO mag er es am liebsten. ;) Im Gegensatz zu seinem Bedürfnis nach viel Zeit in Ruhe, habe ich das Gefühl, bei ihm knallen gerade ganz heftig die Synapsen im Hirn. Vielleicht mal wieder irgendeine wilde Phase, in der er schlicht besonders Aufnahmefähig ist und sich Neues so willig reinzieht wie ich ne Tüte Chips. Ich hoffe jetzt, dass ich diese Motivation nutzen und vielleicht so ein bisschen Richtung Vorschul-Kram lenken kann. Ich möchte dabei gar nicht viel machen … nur etwas an seiner Stifthaltung und -führung arbeiten, denn die ist noch nicht so super. Der Krümel hat halt keinen Bock zu malen. Hatte er noch nie und das scheint sich auch nicht zu ändern. Grundsätzlich natürlich wurscht, wenn da nur nicht die Nummer mit der einigermaßen brauchbaren Stift-Nutzung wäre … die Kids eben eigentlich beim Malen lernen können. Interessiert ihn jedoch nicht. Null. Echt gar nicht. Mal schauen, ob ich da noch was reißen kann. ;)

TOCHTER-STATUS:

9 JAHREKeine Frage: Das wichtigste Thema der letzten Wochen war natürlich der Geburtstag der Mausemaus. Und das ist mehr als verständlich, gerade weil der kleine Bruder fast genau vier Wochen vorher „dran“ ist, ER also schon Geschenke bekommen hatte und eine Party und so viel Aufmerksamkeit. Vor allem in den letzten beiden Wochen entlud sich die vorher etwas zurück gehaltene Aufregung und Vorfreude in Form eines zum Duracell-Häschen mutierten Töchterchens, WAS sich aber ja im Grunde genauso gehört. Es wurden Spielzeugkataloge gewälzt, Ideen für den Tag selbst ausgetauscht, Wünsche geäußert. Und an einem hielt sie fest, obwohl wir zuerst etwas abrieten: Die Party sollte in einem Indoor-Spielplatz stattfinden. Davon hatte sie vor der Pandemie geträumt und es war jahrelang nicht möglich. Unbedingt wollte sie es nun nachholen. Wir gaben vorsichtig zu bedenken, dass sie eigentlich vielleicht etwas zu alt für eine solche Party wäre … nicht von uns aus, sondern eher von den Mitschülern aus, die in diesem Alter leider schon ziemlich gemein sein können, weil alle förmlich schon die Pubertät riechen. ABER die Mausemaus bleib dabei, sagte, wem es zu blöd wäre, der könne ja zuhause bleiben und machte uns Eltern damit dolle stolz. Denn sie hatte völlig recht. Ihr Geburtstag, IHRE Party. Und ganz toll: Alle ihre Freunde waren am Start, sofort!

Mal ganz davon abgesehen, dass ich mich mega für sie gefreut habe, dass sie genau den Geburtstag hatte, den sie wollte, fand ich es wundervoll, dieses Selbstbewusstsein zu sehen … was aktuell leider ansonsten so oft wackelt. Große Liebe für dieses Mädchen!!!! <3

MAMA-STATUS:

So alles in Allem: Für mich standen die letzten Wochen mal wieder sehr im Zeichen der für Eltern ja oftmals gewohnten Zerrissenheit. Vor allem der Krümel war sehr viel zuhause, ich musste aber arbeiten und hatte auch während der Woche, in der beide Kinder dann richtig Ferien hatten, nicht frei. Klar, ich habe mich wirklich sehr bemüht, nachmittags was Tolles mit ihnen zu machen, wir waren im Kino und in einem Erlebnis-Museum, wir haben gespielt und waren viel draußen … aber alles eben nicht die ganze Zeit. Zudem war ich dann krank und habe mich häufig ziemlich selbst antreiben müssen, um nicht einfach auf der Couch liegen zu bleiben, wenn die to-do-Liste endlich abgearbeitet war. Im Endeffekt hat alles geklappt und die Kids waren, denke ich, glücklich mit ihrer kleinen Auszeit vom Kita- und Schulalltag … aber ich fands doch recht anstrengend. Und es ist auch viel liegengeblieben, was mich in der ersten Woche nach den Ferien, in der die Mausemaus Geburtstag hatte, ziemlich ins Schlingern brachte. Aber … vielleicht entspannt sich ja jetzt alles wieder ein bisschen und ich kann etwas durchatmen. :D

Obwohl ich gerade geschrieben habe, dass ich die letzten vier Wochen durchaus anstrengend fand wegen Krankheiten bei allen Beteiligten und Ferien und selber NICHT frei haben, wars trotzdem gut so und wichtig für uns alle. Elternschaft ist eben immer sehr ambivalent. ;) Der Vorteil war nämlich, dass wir etwas länger schlafen konnten, was beide Kinder nun drauf haben (zumindest bis neun) und dass der Schulstress wegfiel. Bei uns ja gerade ein intensives Thema, dass viel Nerven und dazu natürlich Zeit frisst. Nun konnte sich alles etwas setzen und ich konnte wirklich zusehen, wie eine Last von den Schultern der Mausemaus fiel. Sie begann wieder, ganz freiwillig überall und zwischendurch was zu lesen oder von sich aus Rechenaufgaben im Alltag zu finden und zu lösen. Und war dann jedes Mal ganz stolz auf sich! Hach, das hat gutgetan. Ihr und auch mir; zu sehen, wie sie unbefangen liest, ohne den Druck ZU MÜSSEN liebe ich. Ich weiß, wie wichtig das ist. <3

Neben dem Thema Schule existiert in unserer kleinen Familienwelt im Moment eigentlich nur ein weiteres: Geburtstage. Hui, hier ging was ab!!! Vorher schon und dann natürlich ganz besonders in der Geburtstagswoche der Mausemaus. Das sie nicht aufgrund von Vorfreude geplatzt ist, grenzt an ein Wunder. :D Es war dann aber auch wirklich schön. Den Tag selbst hatte sie ja Schule; ich habe sie dann etwas früher abgeholt und auch den Krümel und wir haben den Nachmittag mit unseren engsten Freunden zuhause bei Kuchen und Chips verbracht. Samstags darauf fand die ersehnte Party im Indoor-Spielplatz statt und sonntags kam noch die Familie; mit Oma, Tante und Cousinen. Ich hatte den Großteil der Woche ein wirklich seliges Töchterchen vor mir und war so dankbar dafür, dass alles so lief, wie sie sich das erträumt hatte.

Aufgefallen ist mir dabei ganz positiv, dass sich der Krümel und die Mausemaus mittlerweile „gönnen können“ – gegenseitig! Zumindest an Geburtstagen ;) Es gab kein Gemecker, kein Gemotze, keinen Neid, keine Missgunst … ich war ernsthaft überrascht. Beide ließen dem anderen den Raum, den er bzw. sie am Geburtstag verdiente und auch noch die Tage danach. Das fand ich richtig, richtig schön! Weil es natürlich nicht immer so ist … DAS wäre ja auch verrückt und völlig unrealistisch. ;)

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