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Lächeln und winken Geschwister-Chroniken: Teil 38

Lächeln und winken: Geschwister-Chroniken Teil 38
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Das persönliche „Dream-Team“ von Mama Anke von LÄCHELN UND WINKEN liegt alterstechnisch fast genau drei Jahre auseinander und liebt sich abgöttisch. Also meistens. Außer sie streiten sich gerade. Oder stecken jeweils in irgendeiner haarsträubenden Phase. Dann geht’s rund. Und zwar richtig. ;)

SÖHNCHEN-STATUS:

6 JAHRE, 2 MonateDas Krümelchen ist definitiv das Familienmitglied mit dem schwächsten Immunsystem im Moment; dieses Kind nimmt gefühlt jedes „Angebot“ wahr und sitzt dann wieder ein paar Tage unter der Decke auf der Couch, guckt zuviel Fernsehen und versorgt mich mit Dauersound beim Arbeiten. Es tut mir so leid. Dabei geht er ja mittlerweile sehr gerne in die Kita, genießt es, einer der Großen zu sein und kümmert sich rührend um die ganz Kleinen der Gruppe. Mehrfach wurde mir das auch schon von den Erzieherinnen erzählt, dass er den Minis die Nase putzt (jupp, hier schließt sich der Kreis ;), mit ihnen spielt, auf sie aufpasst und sich einfach um sie sorgt. Mit seinen großen Freunden und Freundinnen baut er mega viel in der Lego-Ecke. Und WAS er baut, merkt er sich und baut es zuhause dann so schnell nach, als hätte er einen Bauplan vor der Nase. Da habe ich schon oft gestaunt. Definitiv gar er in dem Punkt ein Talent. <3 Tatsächlich spricht er nun auch immer mal wieder davon, dass er ja bald – also nächsten Sommer ;) – in die Schule geht und was er dort dann alles machen und lernen will. Es führt allerdings NICHT dazu, dass er JETZT etwas in dieser Richtung starten mag. Ich persönlich fände es zum Beispiel ganz schön, wenn er seinen Namen wirklich schreiben könnte wie die meisten anderen Kinder in diesem Alter. ABER seine Motivation hält sich sehr in Grenzen, was sicher dem Umstand geschuldet ist, dass er es nicht so mit Stiften hat. Naja, es ist ja noch Zeit. ;)

TOCHTER-STATUS:

9 JAHRE, 1 MonatImmer noch ist Schule ein Thema, dass uns allen die Sorgenfalten ins Gesicht gräbt; dennoch sehen wir, wie es bei der Mausemaus bergauf geht. Ihre Einstellung hat sich in den letzten paar Monaten schlicht geändert, sie scheint irgendwie angekommen zu sein und der Knoten beim Lesen ist endlich geplatzt. Friede, Freude, Eierkuchen ist immer noch nicht angesagt, aber vielleicht wird es ja. Unser Kind ist ja dank Pandemie nun wirklich nicht alleine mit Schul-Problemen, was es nicht besser macht, jedoch etwas Belastung reduziert, finde ich. Die Nummer mit dem Boot … ihr wisst schon. ;) Wir platzen hier dennoch (fast) täglich vor stolz auf unser Kind, weil sie so wunderbare Stärken hat, die durchaus in der Schule auffallen, wenn sie auch nicht in Bewertungen einfließen (können). Ihr mega großes Herz und ihr Talent, mit Menschen umzugehen, spielt aktuell recht häufig eine Rolle, wenn es darum geht, neue Kinder in der Klasse willkommen zu heißen und einzubinden, die aufgrund von Sprachbarrieren erst einmal etwas außen vor sind. Ich finde es so schön, dass die Mausemaus sich dann einbringen darf und vor allem von Herzen gern möchte! Mathe und Rechtschreibung sind wichtig, aber noch lange nicht alles … und das weiß sie glücklicherweise bereits. <3 Davon abgesehen bin ich wirklich ziemlich sicher, dass die Pubertät beginnt. Früh, wie ich finde, aber es gibt verschiedene Anzeichen, die sehr dafür sprechen. Tja, passt hervorragend zu MEINEM aktuellen Hormonstatus! ;)

MAMA-STATUS:

So alles in Allem: Seit ungefähr zwei Wochen habe ich das Gefühl, dass es mir so ganz allgemein etwas besser geht. Meine Stimmung ist besser, wobei ich keine Ahnung habe, woran es liegt, weil es gleichbleibend stressig ist … wenn nicht sogar stressiger, denn die letzten beiden Monate haben es jobtechnisch immer in sich. Und auch die Kids drehen ja nochmal etwas mehr auf, wenn Weihnachten auch nur grob in erwähnbare Entfernung tritt. ;) Dennoch geht’s mir besser. Vermutlich liegt es irgendwo in dem Hormon-Chaos begründet, dass die beginnenden Wechseljahre so in mir auslösen. Ich würde ja gerne sagen: Oh, sehr spannend! Aber ehrlich gesagt nervt es mich jetzt schon hart, weil es schlicht eine weitere Baustelle ist und ich einfach KEINE ZEIT FÜR DEN KACK HABE! Mutter Natur und ich sind aktuell also nicht gerade best buddys. :D Ich genieße trotzdem jetzt einfach mal mein „Hoch“ und hoffe, es hält sich ein wenig!

Irgendwie waren die letzten vier Wochen gar nicht so aufregend, wie ich gerade festgestellt habe beim Durchsuchen meiner Fotos nach Anhaltspunkten, was wir bzw. die Kinder denn Cooles gemacht haben. Nicht so viel, muss ich gestehen. Nach Ferien und Geburtstags-Programm war das aber vielleicht einfach mal nötig … schlichten Alltag erleben. D.h. beide Kinder waren in Kita und Schule, sofern mal nicht krank, die Nachmittage haben wir oft auf dem Spielplatz verbracht oder sind bei Freunden gewesen.

Wirklich geändert habe ich jedoch unseren zeitlichen Ablauf am Abend, was die Kids so mittel finden, aber einen guten Grund hat: die Zeitumstellung hat in mir den Wunsch „erwachen“ lassen, dass der Nachwuchs nicht mehr immer bis 21 Uhr und später auf ist. Mutti hätte gerne irgendwann „Feierabend“ und vor allem die Mausemaus braucht MEINER Meinung nach etwas mehr Schlaf als sie in den letzten Monaten bekommen hat, weil sie ständig so lange wach war. Ergo: Wir gehen nun früher nach Hause, was easy ist aufgrund des vorgezogenen Sonnenuntergangs. Abends fernsehen habe ich radikal gekürzt, dafür „dürfen“ die beiden mehr helfen beim Vorbereiten für den nächsten Tag UND wir schauen, dass sie mindestens noch eine komplette Stunde gemeinsame Spielzeit haben. Und die nutzen sie wunderschön und ich merke, wie gut es ihnen gut. Sie spielen wirklich mega gut zusammen gerade – allerdings nur abends, was mich lange halb verrückt gemacht hat :D Jetzt nehme ich es hin, dass es tagsüber schlicht unmöglich ist, starte das Abendritual dafür früher und plane die Geschwisterzeit fest mit ein. Klappt. Zumindest im Moment.

Uhhhh, mir fällt doch was recht Neues ein: Ich lasse die Kinder seit einigen Wochen mit gutem Gewissen mal eine halbe Stunde allein und gehe ohne sie noch einkaufen zum Beispiel. Irgendwie habe ich das bisher kaum gemacht. Klar, die Mausemaus ist natürlich längst alt genug, aber der Krümel ja noch nicht – wobei da sicher auch ganz unterschiedliche Meinungen zu haben sind, wenn man andere Eltern fragt. ABER es ist ja wie immer eine individuelle Entscheidung und Familienentwicklung. WIR sind jetzt soweit und ich genieße es wie sau … genauso wie die Kinder!

Hach, man kann sich das vorher oft gar nicht so wirklich vorstellen, aber es stimmt tatsächlich: Jedes Alter der Kinder ist spannend und schön und voller besonderer Momente. Irgendwie ist mir das in den letzten Tagen wieder verstärkt bewusst geworden. Ich liebe es! <3

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