VG-Wort Pixel

Lächeln und winken Geschwister-Chroniken: Teil 34

Lächeln und winken: Geschwister gehen spazieren
© laecheln-und-winken.com
Das persönliche „Dream-Team“ von Mama Anke von LÄCHELN UND WINKEN liegt alterstechnisch fast genau drei Jahre auseinander und liebt sich abgöttisch. Also meistens. Außer sie streiten sich gerade. Oder stecken jeweils in irgendeiner haarsträubenden Phase. Dann geht’s rund. Und zwar richtig. ;)

SÖHNCHEN-STATUS:

5 JAHRE, 10 Monate Hach, das Krümelchen. Mein Mini-Me. Noch mehr, als ich dachte. Er hat sich so auf den Urlaub gefreut, ihn dann aber doch nicht genießen können. Auf der Hinfahrt haben wir ihm gegen die Übelkeit Vomex gegeben, davon hat er geschlafen, allerdings mit offenem Mund über Stunden. Davon hat er Aphthenim Mund bekommen, die 1,5 Tage so weh getan haben, dass er gar nichts essen konnte. Nach dem ersten Glas Milch hat er sich übergeben, dann einen Tag im Bett verbracht und sich anschließend mit Ich-fühl-mich-nicht-100%-wohl-in-der-fremden-Umgegebung-Verstopfung geplagt, die uns insgesamt fast 2 Wochen schmerzhafte Nächte beschert hat. Schlafen konnte er im Hotelbett erst, als ich ihm einen Schlafsack von Zuhause gegeben hatte, den ich immer für mich dabeihabe, weil ich auch etwas Special bin, wenn‘s ums schlafen außer Haus geht :D. Wandern fand der kleine Mann richtig doof, das Essen war zwar eigentlich fantastisch, aber leider nichts so seins und als sich das Hotel langsam füllte, waren es ihm sofort zu viele fremde Kinder … da wollte er lieber nicht mehr im Spielebereich sein. Insgesamt würde ich sagen, er war sehr tapfer, hatte aber ziemlich Pech und vielleicht ist er auch eher der Typ für Balkonien ODER Urlaube, die man spontaner abbrechen kann, weil die Anfahrt deutlich kürzer ist. Sagen wir einfach: Wir haben sehr viel über unser Kind gelernt <3

TOCHTER-STATUS:

8 JAHRE, 9 MonateOhne Übertreibung kann ich wohl bestätigen, dass die Mausemaus zu jenen Kindern gehört, die die Sommerferien als den absolut besten Aspekt der gesamten Schul-Nummer betrachten (ich habe mir sagen lassen, dass es Kinder gibt, die auch den Unterricht lieben ;)). Sie liebt es, später ins Bett zu gehen, länger zu schlafen, zu verreisen, rumzubummeln und den Tag einfach passieren zu lassen. Hitze liebt sie außerdem … sie hat null Probleme mit hohen Temperaturen und wird davon nicht das kleinste bisschen ausgebremst in ihrem Tatendrang :D

Dennoch hat uns der Urlaub einen Arztbesuch eingebracht. Wobei ich nicht zu 100% sicher bin, ob die lange Fahrt im Auto wirklich der Auslöser war oder einfach nur der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Schlecht geschlafen hat sie nämlich auch vorher schon bzw. schlecht in den Schlaf gefunden. Jetzt aber mit Begründung: Ihre Arme und Beine schmerzen so doll, dass sie nicht einschläft, sagt sie. Und seit der Fahrt klagt sie zusätzlich über Nackenschmerzen, die leider nicht weggehen. Zusätzlich hat sie immer wieder Verspannung auf der Stirn, die sie mit Mimikbewegungen zu korrigieren versucht … so auffällig, dass ich es abklären lassen wollte. Könnten ja auch die Augen sein, oder was anderes. Jedenfalls hatten wir ein paar Themen Gepäck und fanden daher einen Termin beim Kinderarzt durchaus eine gute Idee :D

MAMA-STATUS:

So alles in Allem: Obwohl ICH ja am liebsten einfach zu Hause bin und größtenteils unseren Alltag genieße, fand ich es doch wirklich aufregend, endlich mal wieder mit beiden Kindern in den Urlaub zu fahren. Es ist wirklich ewig her gewesen, dass ich mal NICHT im eigenen Bett geschlafen habe – mehr als eine Nacht. Und dann hatten wir direkt so ein Glück mit dem wunderschönen Hotel in einer Gegend, in der ich noch nie war, und die mich wirklich mehr als beeindruckt hat. Zugegeben: die Hin- und Rückfahrt fand ich wirklich Kacke. 7 Stunden Autofahren mit meinem kaputten Rücken wäre auch schon ohne die Kids an Bord schlicht scheiße gewesen; aber mit ihnen wars noch … äh … „anspruchsvoller“ ;) Ich konnte die Krämpfe in meinen Muskeln gar nicht recht genießen, weil ich mich immer auch um die armen, weinenden Zwerge kümmern musste, die nicht richtig schlafen und irgendwann einfach nicht mehr sitzen konnten. DAVON abgesehen war der Urlaub deutlich besser, als ich oller Pessimist erwartet hatte. ;)

Vier Wochen der diesjährigen Sommerferien sind für uns also schon vorbei. Zwei stehen uns noch bevor. Was mir wirklich gut daran gefällt ist, dass wir tatsächlich bereits recht viel gemacht haben und die Wochen ziemlich abwechslungsreich waren. Der Druck, den man als Eltern irgendwie doch immer hat, den Kindern eine besondere Zeit zu ermöglichen, ist dadurch nicht mehr so groß. Sehr angenehm.

Wir haben nicht nur viel unternommen, sondern dabei viel über die unterschiedlichen Typen der Kinder gelernt. Die Mausemaus ist einfach ganz doll wie ihr Papa, ist gerne woanders, macht wahnsinnig gerne neue Erfahrungen und, ihr wirklich ganz eigen, passt sich unheimlich schnell in neue Situation ein. Der Krümel hingegen ist ganz anders. Er ist lieber zu Hause, als auf Reisen, mag lieber immer dasselbe Essen vor der Nase haben, als Neues auszuprobieren, und schläft besser im eigenen Bett, als in einem schönen Hotel Bett. Ganz die Mama. ;) Beides ist total okay. Finde ich zumindest. <3

Unser Urlaub war daher auf vielen Ebenen wirklich aufregend für uns alle. Und auch wenn ich es wirklich gut nachempfinden kann, wie es dem Krümel ging damit, hätte ich es ihm doch von Herzen anders gewünscht. Vor allem die anschließende Woche, die er noch so sehr mit den Nachwehen zu kämpfen hatte, hätte ich ihm wirklich gerne erspart. Beim nächsten Mal werden wir daher einiges anders angehen. Wir werden nicht so weit fahren, damit wir im Notfall zurückkönnen. Wir werden dem Krümel (genau wie mir) einen Schlafsack mitnehmen und insgesamt wohl anders vorbereitet sein. Vielleicht wird es aber ja auch sowieso einfach besser beim nächsten Urlaub … wer weiß?! :D

Was ICH persönlich vielleicht ein bisschen anstrengend finde, ist, dass beide Kinder im Moment wirklich sehr lange wach sind. Totaler Sommerferien-Modus! Erst um 21:00 Uhr fange ich damit an, die Kinder davon überzeugen zu wollen, dass Schlafen jetzt eine mega gute Idee wäre; vorher muss ich es gar nicht versuchen. Meistens beiße ich auch dann noch auf Granit. Mit viel Glück habe ich den Krümel dann aber um 21:30 Uhr im Bett, die Mausemaus bleibt noch mal fast 1 Stunde länger auf. Ja, sie schlafen morgens bis 8:00 Uhr, die Tochter sogar länger, aber es verkürzt MEINEN Abend doch enorm … also die Zeit, die ich sonst mit Arbeiten, stupide Fernsehen oder mit gemütlichen quatschen mit dem Mann verbringen kann. Soll ja ganz gut sein für so eine Ehe. Aber das können wir natürlich auch noch in ein paar Jahren machen, wenn die Kinder ausgezogen sind. Vorfreude ist ja auch schön! ;)

Ich verstehe die Kinder natürlich … es ist warm und es sind Ferien. Und tatsächlich freue ich mich, dass sie morgens mal bis 8:00 Uhr schlafen, denn dann kann ich entweder auch etwas länger schlafen oder habe schon in Ruhe arbeiten können, bevor die zwei Granaten überhaupt aufstehen. Beides hat so seine positiven Aspekte. Ich denke, die nächsten zwei Wochen lass ich es einfach noch so und dann sind ja sowieso die Ferien vorbei und der Schulalltag beginnt von Neuem. Für die Mausemaus. Der Krümel hat ja noch ein Jahr Kita, auf das er sich freut. Die Kita hat eigentlich übrigens schon wieder auf, aber wenn die Mausemaus Ferien hat, lassen wir meist den Krümel ebenfalls zu Hause. Weil gemeinsame Ferien eben doch nochmal schöner sind! :)

Mehr von dieser Bloggerin

Neu in Familie & Urlaub