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Ich gebäre Gewalt in der Geburtshilfe: Ein strukturelles Problem

Ich gebäre, roses revolution day
© Zubkov Igor
Heute ist der 25. November, und damit Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Es geht also um Gewalt, die Frauen in Kriegsgebieten erleiden, um häusliche Gewalt, und sexualisierte Gewalt und eben auch um Gewalt unter der Geburt.

In den vergangenen Jahren habe ich mich auf diesen letzten Aspekt gestützt und dafür sowohl Dankesworte als auch große Kritik erhalten.

Zwei der größten Kritikpunkte waren:

  • Wenn du all das als Gewalt darstellst, schadest du denjenigen, die „wirklich“ Gewalt erlitten haben.
  • Du schürst damit Unsicherheit und Misstrauen gegenüber dem medizinischen Personal, obwohl dieses gut ausgebildet ist und im Zweifelsfall besser weiß, was zu tun ist.

Das hat mich zum Nachdenken gebracht. 

Natürlich geht es mir nicht darum, einfach nur Unmut zu schüren. Ich wollte auch nicht das gesamte medizinische Personal unter Generalverdacht stellen. 

In diesem Beitrag möchte ich nun also nicht schon wieder aufgreifen, was genau der Roses Revolution Day ist und wie du dich daran beteiligen kannst.

In diesem Beitrag möchte ich vielmehr meine persönliche Motivation darlegen, weshalb eine weite Definition von Gewalt unter der Geburt aus meiner Sicht sinnvoll ist und warum aus meiner Sicht auch das medizinische Personal, dem ich angeblich so kritisch gegenüber stehe, von der Aufmerksamkeit auf das Problem profitiert.

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