Fips & ich
 
Hilfe, Baby! Oder: Fiese Fakten zum Wochenbett

Nach „Fiese Fakten zur Schwangerschaft“ müsst ihr auf „Fiese Fakten zur Geburt“ leider verzichten, liebe Realo-Mamas! Zum Trost gibt es „7 Top-Momente„, die es in Sachen Peinlichkeit und Co. auch in sich haben, aber alles in allem verlief meine Geburt so positiv, dass ich keine Fiesigkeiten darüber berichten kann. Mit dem Wochenbett sieht es allerdings ein wenig anders als. Da schlägt #fürmehrrealität wieder mit voller Kraft zu.

Fips & ich: Hilfe, Baby! Oder: Fiese Fakten zum Wochenbett
iStock, SolStock

Hallo, Wochenfluss!
Beginnen wir mit dem Klassiker: der großen Windel für erwachsene Damen. Direkt nach der Geburt wurde ich nicht nur mit einer extragroßen Einlage versorgt, sondern auch gleich noch in eine Einmal-Wickelunterlage gehüllt. In dem Moment kriegte ich das gar nicht so mit – gegen die Geburt war so ein bisschen Moltonzeugs im Netzschlüppi einfach mal gar nichts!
Ungewohnter war, dass ich auf Station dann nicht allein zur Toilette durfte. Also machte ich die Erfahrung, im blutigen Entbindungskittel auf der Brille zu hocken, während vor mir eine Schwester kniete, die anschließend bei der richtigen Abwischtechnik assistierte. Zum Glück nur beim ersten Mal, danach durfte ich allein gehen und die extragroßen Einlagen allein wechseln. Außerdem war regelmäßiges Spülen in der Dusche angesagt (tatsächlich war das angenehmer als das feuchte Toilettenpapier, was ich beim Fipspapa geordert hatte).
Das Gute: Ich hatte  mir den Wochenfluss immer als reißendes Gewässer vorgestellt, das mich förmlich davonschwemmen würde wie diese unkontrollierbaren Menstruationsschübe es zu meinen Teenagerzeiten taten. Ich hatte mir auch vorgestellt, dass ich den gleichen Ekel empfinden würde. Aber so war es nicht. Nach ein paar Tage konnte ich von den extragroßen auf normale Einlagen wechseln und dass mir meine Hebamme beim Hausbesuch regelmäßig in den Schlüppi guckte, war die einzige denkwürdige Erfahrung. Keine Ahnung, wie lange es sonst dauern kann oder wie viel es sonst ist: Jetzt, nach vier Wochen, bin ich so gut wie durch damit und auf Slipeinlagen-Niveau gelandet – halleluja (trotzdem)!

Beckenboden, Nähte und Geburtsverletzungen
„Sie brauchten keinen Dammschnitt“, wird immer einer meiner Lieblingssätze sein. Gott, war ich stolz! Es wäre auch wirklich gemein gewesen, wenn die wochenlangen Ölmassagen nichts gebracht hätten (denn dafür hatte ich sie wirklich als zu unangenehm empfunden). Wie auch immer: Kein Dammschnitt, aber trotzdem zwei kleine Risse, die mit wenigen Stichen vernäht wurden. Und deren Nahtknoten für gute zweieinhalb Wochen mein persönlicher Geschwindigkeitsbegrenzer war: Ich konnte einfach nicht lange auf sein und schon gar nicht weit laufen.
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