Verflixter Alltag
 
Hör auf, dich zu kratzen!

Mit Wut verzerrtem Gesicht werfe ich die Worte dem verschlafenen Wirbelwind an den Kopf. Völlig irritiert schaut sie mich an und versteht im ersten Moment überhaupt nicht, was mein Problem ist. Kein Wunder. Das Kratzen passiert unbewusst, im Halbschlaf, nehme ich an.

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Verflixter Alltag

Kein Wunder. Das Kratzen passiert unbewusst, im Halbschlaf, nehme ich an.

Nächtliches Kratzen

Normalerweise bekomme ich das gar nicht mit. Erst am nächsten Morgen sehe ich, ob es eine gute oder schlechte Nacht war. Aber diesmal hatte ich mich zum unruhigen Wölkchen gelegt, die im selben Zimmer schläft. Und so hörte ich im Morgengrauen das verräterische Geräusch. Einmal ignorieren, ok. Aber dann höre ich es nochmal… und nochmal. Wut steigt in mir auf. Warum kann sie das Kratzen nicht lassen? Warum tut sie das sich und ihrer Haut an? Warum kann sie sich nicht zusammenreißen?! Ich habe ihr doch schon so oft erklärt, dass die roten Spuren auf der Haut vom Kratzen kommen. Warum versteht Sie das nicht?!!!

Also renne ich zu ihr, halte ihre Hand fest und raune ihr, so laut es im Flüsterton geht, „hör` auf zu Kratzen“ ins Ohr. Hatte sie es selber überhaupt bemerkt? Macht sie es, weil sie es nicht merkt, oder macht sie es, weil es ihr egal ist, weil sie nicht anders kann?

Alles eine Frage der Selbstbeherrschung?

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