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Kinderalltag Homöopathie – kleine Kugeln, große Wirkung

Die medizinische Versorgung meiner Kinder ist für mich sehr wichtig. Selbstverständlich erhalten Sie alle empfohlenen Impfungen und nehmen jedes Medikament, das verordnet wird. Die Schulmedizin ist kein Problem für mich, allerdings habe ich mit der Homöopathie eine Alternative gefunden, die genauso gut funktioniert.
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© Kinderalltag – Alltag mit kleinen Kindern

Die Schulmedizin und ich
Wer eine Geburt erlebt, wird innerhalb der ersten Minuten nach und der Stunden vor der Geburt erleben, wie Medizin auf Hochtouren arbeitet. Das Kind wird vermessen und gewogen und die ersten Medikamente werden verabreicht, wenn es nötig ist. Das Kind ist im Spital in besten Händen und die geballte Erfahrung der letzten Jahrhunderte steht uns zu Diensten. Ein gutes Gefühl und ein großer Fortschritt, bedenkt man die Sterblichkeitsraten, die es früher bei Neugeborenen gab.
Vorgesehene Untersuchungen bringen dann eine hohe Routine beim Besuch des Kinderarztes. Impfungen werden verabreicht und wenn das Kind da und dort mal ein Problem hat, geht man ganz selbstverständlich auch zum Kinderarzt und es wird ein Medikament verordnet und verabreicht, bis das Problem gelöst ist.

Endlosschleife
Bei meinen Kindern hat sich allerdings rasch gezeigt, dass jedes seinen eigenen kleinen Schwachpunkt hat. Die Älteste hat ständig mit Blasenentzündungen zu kämpfen. Sie hat dabei große Schmerzen und bei den üblichen Teststreifen lässt sich das aber meistens nicht zu 100% nachweisen. Im Kinderspital haben sie einmal sogar eine Ultraschalluntersuchung gemacht um festzustellen, dass sie eine Blasenentzündung hatte.
Mein Sohn hat ständig Probleme mit den Ohren. Kaum geht es ihm schlecht, schmerzen ihm die Ohren. Bei den Untersuchungen wird rasch eine leichte Entzündung festgestellt. Meine Kleinste hatte bereits mit sechs Wochen eine Infektion mit dem RS-Virus. Sie hatte Atembeschwerden und wir waren mit ihr im Kinderspital. Die Klinik hat uns einen Inhalator geliehen und wir mussten alle paar Stunden mit ihr inhalieren und zweimal täglich zur Kontrolle. Zuletzt hatten Sie in der Klinik bereits ein Bett für sie reserviert, da ging es ihr aber nachmittags endlich wieder besser. Letztes Jahr musste sie dann aber mit einer Kehlkopfentzündung aufgenommen werden und war zwei Nächte im Spital.

Kurzfristige Lösung
Die Antwort der Medizin auf die Beschwerden meiner Kinder ist einfach und schnell. Blasenentzündung? Ganz klar, da bekommt man Antibiotika! Ohrenentzündung? Ja, da helfen Antibiotika. Kehlkopfentzündung, oder Atemwegsinfekt? Ist er bakteriell, dann sind da natürlich Antibiotika die beste Lösung. Also haben meine Kinder jedes Jahr drei bis viermal Antibiotika bekommen. Keine Frage, das wirkt gegen die Erkrankung. Allerdings waren alle drei nach einiger Zeit wieder krank.

Suche nach Alternativen
Ich vertraue der Schulmedizin voll und ganz. Bricht man sich einen Arm, dann wird er eingerenkt und gegipst. Problem gelöst. Genauso ist das bei anderen akuten Erkrankungen. Ein Problem wird mit moderner Medizin gelöst. Meiner Erfahrung nach hat die Schulmedizin aber mit immer wiederkehrenden Erkrankungen, oder chronischen Krankheiten ein Problem. Wenn das Medikament nicht, oder nur kurz wirkt, herrscht Ratlosigkeit. Nachdem meine Kinder immer wieder nur Antibiotika bekommen haben und dasselbe Problem nach ein paar Wochen wieder da war, haben wir uns nach Alternativen umgesehen.

Versuch mit Sicherheitsnetz
Relativ rasch sind wir dann auf die Homöopathie gestoßen. Wir haben uns ein Buch besorgt und erst mal nachgelesen, was das genau ist. Grundsätzlich werden verschiedene giftige Substanzen stark verdünnt und mit eigenen Methoden mit Energie angereichert. Das Ganze wird dann zumeist in Globuli, kleinen Kügelchen aus Zucker, verabreicht. Die Globuli wirken dann, vereinfacht gesprochen, gegen das, was die Substanz sonst auslösen würde. Bekommt man von etwas Brechreiz, dann hilft das homöopathische Mittel daraus gegen Übelkeit.
Wir haben einiges darüber gelesen und zahlreiche Meinungen und Erfahrungsberichte gelesen. Die Meinungen gehen komplett auseinander. Manche sind begeistert, andere berichten, dass es nicht wirkt. Wir haben uns dann aber entschieden, es einmal zu probieren. Was soll schon passieren? Die Mittel sind so stark verdünnt, dass eigentlich kein einziges Molekül davon mehr in Globuli enthalten sein kann. Wenn es nicht wirkt kann man ja immer noch bei der Schulmedizin bleiben.

Besuch beim Homöopathen
Wir haben also einen Termin für meinen Sohn beim Homöopathen, den wir im Internet gefunden haben, vereinbart. Dr. Scheiblhofer ist studierter Schulmediziner und Allgemeinmediziner. Seine Praxis hat Wohnzimmer-Flair und man ist meist alleine dort, also bleibt auch die Türe zum Wartezimmer offen. Man bekommt ein Glas Wasser und dann fragt er Löcher in den Bauch. Das Erstgespräch ist mit einer Stunde veranschlagt und die Zeit braucht es auch. Hält er es für sinnvoll, dann macht er auch eine Untersuchung. Er schaut in Ohren und Hals und hört die Lunge ab.
Von der Schwangerschaft angefangen wird jede Besonderheit, das Verhalten, Vorlieben, Geschmäcker und natürlich die Krankengeschichte besprochen. Schwitzt er leicht, isst er lieber Süßes, oder Salziges usw.. Danach braucht er ein paar Minuten um die richtige Arznei zu ermitteln. Die verabreicht er dann sofort in der Praxis. Meist beobachtet er dann noch ein paar Minuten, ob sich gleich eine Wirkung einstellt.

Erstverschlimmerung und Wirkung
Eines vorweg: Die Homöopathie wirkt tatsächlich. Voraussetzung ist allerdings, dass man das richtige Mittel bekommt. Zuerst setzt die sogenannte Erstverschlimmerung ein. Irgendetwas passiert. Das kann sein, dass die Kinder unruhig werden, schlecht schlafen, sich übergeben, Ausschlag bekommen, oder sogar Fieber. Die Erstverschlimmerung ist ein sehr gutes Zeichen. Tritt sie ein, dann war die Arznei richtig. Passiert nichts, dann kann man nochmal hin und bekommt etwas anderes. Bei uns hat es aber bisher immer beim ersten Mal geklappt.
Die Erstverschlimmerung ist auch von Kind zu Kind unterschiedlich. Mein Sohn reagiert immer sehr stark, während die Älteste meist nur kurz ein wenig Juckreiz bekommt, oder weinerlicher wird. Danach sind die Beschwerden weg und das Kind ist gesund.

Unerklärbar
Wissenschaftlich lässt sich die Wirkung nicht erklären. Die Mittel sind nicht mehr nachweisbar in dem, was man schließlich einnimmt. Eigentlich eine kleine Zuckerkugel. Allerdings passieren teilweise beeindruckende Dinge. Wir waren einmal mit meiner Ältesten mit sehr hohem Fieber bei ihm. Auf dem Weg zurück zum Auto und auch schon in der Praxis ist sie gehüpft und war vergnügt. Augenblickliche Besserung, direkt nach der homöopathischen Gabe.
Wir haben viel später einmal Dr. Scheiblhofer gegoogelt und ganz ähnliche Erfahrungen gelesen. Kinder mit hohem Fieber sind innerhalb von Minuten wieder fit. Allerhand Beschwerden sind nach Einnahme von ein paar Kügelchen deutlich gebessert. Wir sind also nicht die Einzigen.

Homöopathische Dosen
Die meisten Menschen haben mit Homöopathie nur Erfahrungen mit Mitteln aus der Apotheke gemacht. Viele ApothekerInnen haben eine Homöopathie-Ausbildung und bieten oft auch homöopathische Alternativen an. Allerdings bekommt man in der Apotheke bei weitem nicht die Potenzen, die der Homöopath verabreicht. Die Wirkung ist demnach auch meist viel schwächer. Nach der Einnahme der richtigen Arznei passiert fast sofort etwas, das man bemerkt. Die Wirkungsweise ist ganz anders, als bei der Schulmedizin. Es geht nicht um die Symptome, sondern darum, was die Ursache ist. Der Homöopath macht sich ein Gesamtbild und wählt danach das richtige Mittel aus.
Geht man zum Kinderarzt, dann konzentriert er sich darauf, was man ihm als Problem schildert. Natürlich macht er auf jeden Fall eine Untersuchung und schließt ein paar andere Dinge aus, kommt man aber mit Ohrenschmerzen, dann schaut er in die Ohren und schreibt ein Antibiotikum auf. Beim Homöopathen wird alles in Erwägung gezogen. Die tief sitzende Ursache wird gesucht und behandelt.

Jedem das Seine
Natürlich finde ich Schulmedizin gut und richtig. Ich lehne nichts davon ab. Nur hat sie meinen Kindern bei ihren immer wiederkehrenden Beschwerden nicht helfen können. Die Homöopathie ist für mich eine Alternative, zu der ich aus Erfahrung sagen kann, dass sie wirkt. Das Prinzip, sich nicht auf das Symptom zu konzentrieren, sondern alle Aspekte des Patienten zu berücksichtigen, finde ich sympathisch und richtig. Was einen ausgezeichneten Hausarzt ausmacht, macht der Homöopath ganz selbstverständlich. Er redet mit dem Menschen, hört zu und fragt, bis er das Problem mit allen Zusammenhängen verstanden hat.
Ich möchte meine Erfahrung mit der Homöopathie nur teilen und niemanden bekehren. Jeder muss selbst entscheiden, wie die medizinische Versorgung der eigenen Kinder aussehen soll. Homöopathie ist nicht zuletzt eine Kostenfrage und wird von der Krankenkasse nicht bezahlt. Wahrscheinlich ist eine Mischung aus beidem der beste Weg.

Begründete Kritik?
Mir ist auch klar, dass viele Menschen der Homöopathie negativ gegenüber stehen. Es lässt sich einfach nicht wissenschaftlich erklären. Mit wenigen Ausnahmen werden die meisten, die das als Argument nutzen aber auch nicht wissenschaftlich erklären können, wie ein Schmerzmittel wirkt. Und die, die es erklären können werden wieder keinen eindeutigen Grund nennen können, warum dasselbe Medikament bei jemand anderen nicht wirkt. Mir ist auch vollkommen egal, warum die Homöopathie wirkt. Genauso ist mir egal, warum ein Fiebersaft, den ich meinen Kindern verabreiche das Fieber senkt. Hauptsache es wirkt und meinem Kind geht es besser.
 

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