LÄCHELN UND WINKEN
 
I feel mopsig!

Was ist schön? Kaum eine Frage wird mehr diskutiert als diese – auch im Bezug auf After-Baby-Bodys, denn die entsprechen oft nicht dem Norm-Bild der weiblichen Figur. Egal, heißt es aktuell oft. Mamis sind anders schön. Und sollten sich auch so fühlen. Anke von LÄCHELN UND WINKEN kann das aber nicht.

Blog Lächeln und Winken, Mopsig
LÄCHELN UND WINKEN

Wer sich regelmäßig bei Facebook und Konsorten rumtreibt, kennt sie wahrscheinlich alle: diese rührenden kleinen Bild-Text-Kombinationen, bestehend aus einem unperfekten Nach-Schwangerschafts-Körper und Worten wie „Wir sind schön, weil wir geboren haben!“ (oder so ähnlich), die liebevoll gedrehten Kurz-Filmchen, in denen Kinder ihrer Mama sagen, dass sie die schönste Frau der Welt ist und natürlich die vielen Artikel über Foto-Projekte aus aller Welt, die (fast) nackte Mütter mit ihren Kindern zeigen – frei von Retusche oder Mager-Wahn, um den Blick auf das wesentliche zu lenken: die Liebe. Ich gucke mir das natürlich ALLES an und verdrücke meistens mindestens ein Tränchen, weil ich es so schön finde, es ans Herz geht und zudem mein aktuell etwas angegriffenes, leicht schwabbeliges Ego streichelt. Und dann ... schlägt mein Gefühl ins Gegenteil um. Ich fühle mich von diesen Bildern, Filmchen und Aussagen plötzlich ebenso bevormundet und unter Druck gesetzt, wie von jenen, die mir seit frühster Jugend vormachen, ich könne nur glücklich werden, wenn ich in Hosen der Größe XS passe und meine Oberarme den Umfang eines Zahnstochers haben – nur eben jetzt in die andere Richtung. Nun wird mir impliziert, ich MUSS glücklich und zufrieden mit meinem durch Schwangerschaft, Geburt und Stillerei neu geformtem Körper sein, weil er diese wahrhaft famose Leistung erbracht hat. Ich MUSS stolz darauf sein. Oder – die Version für weniger starke, selbstbewusste Persönlichkeiten – die Veränderungen an mir wenigstens nicht ablehnen. Kann ich aber nicht. Will ich ehrlich gesagt auch gar nicht...
 

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