Frau Mutter
 
Ich möchte die Zeit anhalten oder was ich als Mutter bereue

Die Zeit anhalten. Das wäre manchmal schön. Letzte Woche war ich für vier Tage auf Lesereise in Baden-Württemberg. Zeit alleine, ohne Kinder.

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Als Constanze und Sebastian kleiner waren, wäre ich mit fliehenden Fahnen aus der Türe gewesen. Zeit alleine war sehr kostbar für mich. Mal keinen sehen und hören für eine kurze Zeit. Kein Geschrei, kein Gequengel. Vor allem mal für ein, zwei Tage nicht dauernd ZUSTÄNDIG sein. Für 10.000 Dinge gleichzeitig,
 
Während meiner Zeit alleine kürzlich habe ich gemerkt, wie sehr ich die beiden vermisse, die prima ohne mich zurecht kamen! Oma und Opa waren angereist und ich war ABGEMELDET. Ich rief zweimal täglich an und wenn ich fragte: „Wie geht es Euch?“ hiess es dann: „Super“ und….“Ich kann jetzt nicht telefonieren, ich gebe Dich mal an Constanze weiter.“ Die Tochter war auch leider sehr busy und ich durfte dann mit Oma oder Opa reden.
Was ich als Mutter bereue….
 
Mmmpf. Vermissen die mich denn gar nicht? Am nächsten Tag sagte ich dann:“ Ich vermisse Euch so!“ (Die Frage „Ihr mich auch?“ habe ich mir tatsächlich verkneifen können). Wenigstens kam nach circa einer Minute Denkzeit die Antwort, dass sie mich ja auch vermissen würden, aber nun leider wirklich keine Zeit mehr hätten, weil sie mit Oma noch ein Bild malen müssten…
 
Als die Kinder klein waren und ich, todmüde, mit dunklen Augenringen und dauer-gestresst (weil übermüdet) war, sagten mir ältere Damen im Supermarkt oft: „Geniessen, sie es. Sie werden so schnell groß.“….
 

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