Die Rabenmutti
 
Im Jammertal. Oder: Das Leiden einer jungen Mutter

Vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm. Vielleicht bin ich einfach ein wenig überempfindlich. Vielleicht bin ich nur eine von diesen unzufriedenen Ehefrauen mit dem verkniffenen Zug um den Mund und der vom ständigen Ärgern steilen Stirnfalte.

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Eine von diesen miesepetrigen Weibern, die andauernd an ihren Männern herumnörgeln – statt dankbar zu sein für das, was sie haben und sich in Akzeptanz dessen zu üben, was sie nicht ändern können. Vielleicht bin ich einfach nur leicht reizbar, hysterisch, „hormonal“ (wie mir eine liebe Verwandte mal erklärte). Vielleicht auch nicht.

Fakt ist, dass ich unzufrieden bin, mich ärgere, wütend bin und ja – ab und zu auch leicht hysterisch.
Denn ich finde es ungerecht, wie in unserer Ehe und Elternschaft die Rollen verteilt sind, wie unser Familienleben zurzeit aussieht. Klar, ich bin (noch) in Elternzeit und stemme daher den Großteil der Familienarbeit. Das habe ich ehrlich gesagt aber auch schon davor, als ich noch arbeitete. Fakt ist, ich fühle ich mich allein gelassen mit dem Alltag, den Kindern, mit allem.

Ich, ich und immer nur ich
Ich bin es, die Abend für Abend allein mit den Kindern ist, sie ins Bett bringt. Ich schlafe neben dem Baby und füttere es nachts, kuschele es wieder in den Schlaf. Ich stehe morgens mit den Kindern auf, damit der Mann weiterschlafen kann (er arbeitet nachts), bringe die Große in den Kindergarten, kaufe ein, wasche Wäsche, koche, füttere, mach den Saustall hinterher wieder sauber, spiele, räume auf, lese, singe, tanze, bringe die Kinder ins Bett and so on.

Und der Mann? 

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