Ahoikinder
 
It’s a girl!

Leute, es ist unfassbar! Zu unseren zwei Jungs bekommen wir doch jetzt tatsächlich noch ein Mädchen. Warum wir uns riesig freuen und ich mich gleichzeitig ärgere, dass die ganze Welt so tut, als sei dies die einzig denkbar gute Nachricht.

Blog Ahoikinder Es idt ein Mädchen
iStock, Rosemarie Gearhart

Ja doch, ich gebe es zu. Irgendwie haben wir uns das schon gewünscht. Noch ein kleines Mädchen zu unseren beiden Jungs. Weil wir dann auch eine Tochter haben. Weil ich es mir leichter vorstelle Schwester von zwei großen Brüder zu sein, als kleiner Bruder von zwei großen Jungs. Immerhin muss dieses Kind nicht noch lauter, schneller, stärker sein, um sein Alleinstellungsmerkmal in der Familie zu finden, sondern es kann einfach ein Mädchen sein. Das ist Alleinstellungsmerkmal genug.

Irgendwie kommt mir eine Familie ausgewogener vor, wenn es eben nicht nur Männer und eine Mama gibt, sondern auch ein Mädchen.

Na, dann wird es ja dieses Mal hoffentlich ein Mädchen!

So sehen das übrigens auch die Asiaten, die ja stets darauf bedacht sind, Yin und Yan in Ausgleich zu bringen. Als wir vor zwei Jahren in Thailand unterwegs waren, haben wir gemerkt, wie wichtig es den Thais ist, Gegensätze schon im Essen zu vereinen. Und auch in einer Familie ausgewogen zu sein. „Two Boys?“, da schlagen die sonst so zurückhaltenden Thais die Hände über dem Kopf zusammen. Die Lösung ist ebenso schnell geliefert; „You need another baby – a baby girl!“ Im Kulturschock Thailand Reiseführer las ich, dass so auch die vielen Ladyboys in Thailand erzogen werden. Ist das jüngste Kind in einer Familie kein Mädchen, wird es eben einfach viel mädchenhafter erzogen.

So ist es in unserem Kulturkreis natürlich nicht. Und dennoch:

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