Aus dem Kopf
 
Keine Zeit für nix

Es gibt so Tage, an denen ich mich ernsthaft frage was zur Hölle ich hier eigentlich den ganzen Tag gemacht habe.

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Ich meine ich stehe jeden Morgen um kurz vor Sechs auf, bestücke Brotdosen und bringe auf dem Weg ins Büro die Jungs in die Schule. Dann arbeite ich bis Nachmittags, kaufe auf dem Weg nach Hause noch schnell ein paar Lebensmittel ein und trinke zuhause eine Tasse Kaffee. Während ich zwischendurch die Spülmaschine aus- und wieder einräume, nasse Wäsche aufhänge, trockene zusammenlege und dazu synchron noch Vokabeln abfrage. Irgendwann bekommen plötzlich alle Hunger und ich beginne damit das Abendessen herzurichten.

Nebenbei räume ich hier ein paar Torwarthandschuhe aus dem Weg und kratze dort eine undefinierbare angetrocknete Schmiere vom Esstisch. Ich bin überall und nirgends und hab keine Zeit für nix.

Und wenn dann irgendwann am Abend die Schultaschen für den nächsten Tag gepackt und die Klamotten rausgelegt sind und beide Jungs endlich nach tausend unaufschiebbaren Fragen und zig Klogängen tatsächlich im Bett liegen, sitze ich auf der Couch.
Ich sitze auf unserer  Couch, an der sich offensichtlich jemand seine fettigen Finger abgewischt hat und denke: „Was hab ich eigentlich heute gemacht?“ 

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