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Knochenjob oder Traumberuf? Interview mit einer Kindergärtnerin

Wir bringen unsere Kleinen jeden Tag in den Kindergarten. Selbstverständlich. Oft zügig, da wir im Zeitdruck sind. Haben wir uns schon mal Gedanken darüber gemacht, wie sich eine Kindergärtnerin bei ihrer Arbeit fühlt? Was sie nervt?

Model & Mama, Kindergarten
Elischeba Wilde

Weil ich den Blick hinter die Kulissen spannend finde, habe ich für euch die Erzieherin Anne-Christin Ermisch interviewt. Sie arbeitet in einem Kindergarten in Berlin und erzählt aus ihrem Alltag.

Elischeba: Liebe Anne, wann hast du zum ersten Mal den Wunsch verspürt als Kindergärtnerin zu arbeiten?
Anne: Als es nach der zehnten Klasse darum ging, wohin es beruflich gehen sollte, kam für mich nur der soziale Bereich in Frage. Ich habe Fachabitur im Sozialwesen gemacht und mich dann für das Studium der frühen Kindheit entschieden. Eins hat das Andere ergeben.

Elischeba: Welch spannendes Studium. Seit wann arbeitest du als Erzieherin?
Anne: In der Praxis bin ich seit einem Sommerpraktikum 2004 und meine berufliche Laufbahn begann dann im November 2009.
Mir gefällt übrigens die Begrifflichkeit der Kindergärtnerin besser als Erzieherin. Es unterstreicht, dass wir vielfältige Aufgaben haben, damit die Kinder gut wachsen können. Wir müssen nicht an ihnen ziehen.
Außerdem schlägt mein Herz für die Reggio-Pädagogik. Die italienische Erziehungsphilosophie konnte ich letztes Jahr bei einer Studienfahrt vor Ort erleben.

Elischeba: Stimmt. Kindergärtnerin klingt sympathischer. Was liebst du an deinem Job?
Anne: Die Ideen der Kinder und die Flowmomente, die selbst ich noch erlebe. Außerdem mag ich das ganzheitliche Erleben und die vielfältigen Beziehungen.
Gemeinsam können wir uns den Tag schön machen und Spaß bei der Arbeit haben. Ich kann Kinderbücher lesen, malen und mag es gerne bunt an Farben, vielfältig und inklusiv. Was ich mir für die Gesellschaft wünsche, können wir im Kleinen im Kindergarten leben.

Elischeba: Klingt nach einem Traumjob. Aber viele Erzieher klagen über schlechte Bezahlung und fühlen sich permanent ausgelaugt. Was können Politiker tun, um euren Job attraktiver zu machen?

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