LÄCHELN UND WINKEN
 
Krümel-Chroniken: 7. (Lebens-)Monat

Da ist es nun also, das kleine Brüderchen der Mausemaus. Und jetzt? Wird jetzt WIEDER alles anders? Bricht das Chaos im Familienalltag aus? Oder kann man einigermaßen elegant die Kurve kriegen? Anke von LÄCHELN UND WINKEN erzählt in den Krümel-Chroniken von der ersten Zeit als Zweifach-Mama.

Blog Lächeln und winken Krümelchroniken 7. Monat
Lächeln und winken

BABY-STATUS:

Körperchen: Wahnsinn, wie die Zeit rennt! Wir waren tatsächlich schon bei der U5!!! Total krass, dabei kommt es mir doch eigentlich so vor, als hätte ich ihn erst gestern rausgepresst (obwohl ich mich gar nicht soooo gern an die Situation ansich erinnere ;) ) Naja, aber Fakt ist – Muttis Gefühle hin oder her – der kleine Mann ist jetzt schon 7 Monate alt und eigentlich auch gar nicht mehr ganz so klein: 71,5 cm lang ist er schon und 8,15 Kilo schwer. Das heißt, in den letzten Wochen hat der Sohnemann kaum an Gewicht zugelegt, sich aber dafür ordentlich gestreckt. Finde ich wirklich super, denn ehrlich gesagt: 8 Kilo reichen mir und meinem Rücken aktuell völlig aus, um nach einem durchgetragenen Tag abends so ein bisschen „Mimimimimi“ zu machen :D .
Der Krümel selbst leidet natürlich null unter meiner Schlepperei (im Gegenteil ;) ), dafür tut er sich mit dem Zahnen sehr schwer, jammert viel und reibt sich mit den Fäustchen über den Mund. „Die Zähnchen sind eigentlich gerade erst einmal eingeschossen – da werden Sie wohl noch länger Spaß mit haben“, befand die Kinderärztin und löste damit weder in mir, noch im Baby Jubel aus. Mist, das kann ja heiter werden
L .
Können/Verhalten: Das Karlchen kann es jetzt: Er hat endlich – ungefähr seit er 6 Monate und 1 Woche alt ist – „den Dreh“ raus und wechselt vom Rücken auf den Bauch und wieder zurück. Die ersten paar Tage war er von sich selbst und seinem neuen Kunststück so begeistert, dass er es mir ständig präsentierte ... im Prinzip jedes mal, wenn ich ihn ablegte. Dann langweilte ihn die „Turnerei“ offenbar und er konzentrierte sich auf das nächste Entwicklungs-Highlight: Sprechen! Natürlich nicht richtig ;) Aber seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, empfindet er sein mit wichtiger Miene vorgebrachtes „Dadadada“ als Krönung der menschlichen Sprachschöpfung. Und ich will ihm natürlich nicht seine Motivation rauben, deshalb antworte ich pflichtschuldig ebenfalls mit „Dadadada“ ... und er freut sich ein Loch in die Windel-Kiste. Herrje, er ist so süß dabei – ich werde ihn irgendwann fressen müssen <3
Schlaf-Elend: Falls ich ihn tatsächlich irgendwann fresse, dann sicher nachts. Allerdings keinesfalls, weil er da auch so Zucker ist wie am Tag. Ganz und gar nicht! Denn die Schlaferei wird einfach nicht besser, sondern war zeitweise sogar noch schlechter. Da wurde er aufgrund von Pupserei oder Zahnungsschmerzen oder was auch immer alle 20 Minuten wach. Ich geh langsam echt am Stock. Da ich bei der kleinen Madam ja auch schon ein Schlaf-Tagebuch geführt habe, kann ich jetzt vergleichen. Und siehe da: Meine Schlecht-Schläfer-Tochter schlief mit 7 Monaten BESSER als das Krümelchen – nämlich schon durchschnittlich 2,5  Stunden am Stück. Verdammte Hacke! Ich fasse es nicht! Jetzt kann ich nur hoffen, dass der Sohn wenigstens darauf verzichtet, mich die nächsten zwei Jahre mit diesen elenden, 1,5 bis 3 Stunden andauernden Schlafpausen, die seine Schwester ab dem Alter von 8 Monaten jede Nacht hingelegt hat, verschont. Ansonsten suche ich mir ne kuschelige Klappsmühle – und da ziehe ich OHNE Kinder ein!!

MAMA-STATUS:

Gewicht: 62,5 Kilo. Also 1,5 Kilo weniger als letzten Monat (trotz Ostern und gefühlt einer Tonne verzehrter Nougat-Eier!) und nur noch ebenso viel von meinem Startgewicht entfernt. Ich bin sehr zufrieden damit. Vor allem ...
Umfang: ... weil mir meine normalen Hosen wieder passen!!! Juchuu! Das macht mich wirklich mächtig glücklich, denn die mittelmäßig clevere Mutti hatte sich bereits vor Monaten eine „Belohnungs-Jeans“ gekauft. Also eine Hose meiner Lieblingsmarke, in meinem Lieblingsschnitt und in einer total tollen Waschung – in meiner ALTEN Größe. Da sich aber mein Umfang irgendwie langsamer als letztes Mal zurückentwickelte (ganz besonders was den Umfang von meinen Hüften und meinem Arsch angeht), zweifelte ich manchmal, ob das nicht extra-blöd gewesen sein könnte. Aber in den letzten 3 oder 4 Wochen hat mein Becken endlich wieder normale Dimensionen angenommen. GOTTSEIDANK! Die Jeans ist nämlich wirklich soooooo schön! ;)
Und sonst so: Tja, dafür – aber sehr wahrscheinlich ohne direkten Zusammenhand – macht mein Beckenboden irgendwie Rückschritte. Zugegeben: Ich trainiere ihn jetzt natürlich auch nicht mehr, weil ich mein Soll an Rückbildungsgymnastik-Stunden schließlich abgerissen habe ... aber möglicherweise ist das nicht genug gewesen. Wenn ich beim Husten oder Niesen nicht sehr zackig die Beine überkreuze, weiß ich, warum ich ohne Slipeinlage nicht mehr vor die Tür gehe. Klar, es gibt schlimmeres, aber so richtig geil ist es eben auch nicht. Ich muss also dringend versuchen, öfter an die kleinen Übungen zu denken, die mir die Trainerin gezeigt hat. Genaugenommen sollte ich natürlich nicht nur daran denken, sondern sie MACHEN! Himmel, ich bin echt ein faules Stück!!!
 
Puhhh, ich würde sagen: Gefühlt war das der bisher härteste Monat mit zwei Kindern. Ganz besonders geschlaucht haben mich die zwei Wochen am Anfang, denn da war die Mausemaus krank und auch der Krümel hatte einen leichten Infekt mit ein bisschen Ohren- und Halsschmerzen. Vor allem aber die Nummer mit den ersten Zähnchen, die zwar eingeschossen, aber noch immer nicht draußen sind, haben für wirklich heftigen Stress ab dem Nachmittag gesorgt. Denn sobald das Baby langsam müde wurde, brüllte es wie am Spieß und rieb sich mit den Händen hektisch über den Mund, wenn ich versuchte, es mal abzulegen. Spielzeug interessierte nicht mehr, stillen half kaum und selbst die hustende Schwester konnten dem Krümelchen kein Lächeln mehr entlocken. Dennoch musste ich ja Abendessen für die kleine Madam und sie bettfertig machen. Alles unter heftigem Geschrei. Selbst mal aufs Klo zu gehen oder MIR die Zähne zu putzen, habe ich kaum mehr gewagt. Das Schlafzimmer nach dem zu Bett bringen der Kids nochmal zu verlassen, um MICH fertig zu machen, war allerdings auch keine Option, denn der Krümel wurde beinahe umgehend wach und weinte bitterlich, bis er sich wieder an mich kuscheln konnte. Es war wirklich, wirklich anstrengend. Und ganz plötzlich von einem auf den anderen Tag war es wieder vorbei. Ein Spaziergang sind die Abende jetzt zwar immernoch nicht, aber ohne das Dauerschmerzensgebrüll des Babys schon viel besser zu Händeln, als mit.
 
Kinder sind echt ein Kracher. Wochenlang halten sie dich auf Trab als müsstest du für einen Folter-Marathon trainieren ... und dann werden sie eines morgens wach, lachen dir ins Gesicht und sind von da an fast durchgehend der Frühling persönlich. Da das Elend beim Sohnemann so abrupt endete, könnte es auch einfach einer der 100.000 Entwicklungsschübe gewesen sein, mit denen Babys sich selbst und ihre Eltern begeistern, der ihn so kolossal fertig gemacht hat. Vielleicht so als iTüpfelchen zum Zahnen und dem Infekt. Würde zumindest auch zu dem neu erworbenen „Dadadada“ passen, mit dem er seit jenem Tag so ziemlich jeden Fliegenschiss kommentiert ;) . Was auch immer es war: Ich bin froh, dass es vorerst besser läuft. Denn aktuell ist der Zwerg echt ein wahrhaft goldiges Sonnenscheinchen (außer er ist sehr, sehr müde oder ich will duschen oder ich putze Fenster oder er muss im Kinderwagen liegen oder ich stille nicht umgehend auf Bestellung oder ... naja, ok, er ist nicht immer, aber FAST immer ein Sonnenscheinchen :D )
Seine absolute Lieblingsbeschäftigung ist, auf der Mama rumkriechen, dabei gröhlen wie ein Fußball-Hooligan, mich zwischendurch ablecken und mir an den Haaren ziehen. DAS könnte der junge Mann den ganzen Tag machen. Ich ... auch ;) Es ist wirklich zu schnuckelig, ums nicht zu lieben!
 
Was allerdings so gar nicht läuft – trotz besserer Stimmung – ist die Beikost-Einführung. Ganz egal was ich ihm in den Mund schiebe, ob Brei oder weiche Stückchen, alles wird umgehend wieder nach draußen befördert. Und versuche ich es dann nochmal, würgt der kleine Kerl bis ihm die Tränen kommen. Einzige Ausnahme: Pappe ... die lässt er auch gerne mal im Mund „zergehen“, bis ich sie rausangle, damit er sich nicht daran verschluckt. Männer ;) .
Damit ich nicht immer angefangene Sachen wegschmeiße und mich ärgere, testen wir seinen Beikost-Status im Moment nur noch mit Obstgläschen, die die Mausemaus und ich selber furchtbar gerne essen. Davon bekommt das Karlchen einen Löffel in den Mund geschoben, würgt, kotzt und weint ... dann schauen wir uns an, sagen: „Oh, schade, das mag er nicht!“ und essen es selbst auf. So geht’s echt entspannt! J
 
Ach, naja, ich mache mir da keinen Stress. Dem Krümelchen fehlt es ja an nichts. Er ist groß und schwer und fit. Und spätestens wenn Mutti im Frühling/Sommer ständig Würstchen vom Grill in sich reinstopft, wird er feste Nahrung wollen. Meine Grill-Leidenschaft ist schließlich garantiert erblich :D .
 

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