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Lächeln und winken Geschwister-Chroniken: Teil 23

Lächeln und winken, Chroniken 23
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Das persönliche „Dream-Team“ von Mama Anke von LÄCHELN UND WINKEN liegt alterstechnisch fast genau drei Jahre auseinander und liebt sich abgöttisch. Also meistens. Außer sie streiten sich gerade. Oder stecken jeweils in irgendeiner haarsträubenden Phase. Dann geht’s rund. Und zwar richtig. ;)

SÖHNCHEN-STATUS:

4 JAHRE, 11 Monate  Ich glaube fast (ich habe irgendwie nicht gemessen), der Krümel ist gar nicht so dolle gewachsen über den Sommer. Die langärmligen Shirts aus dem Winter passen sogar noch einigermaßen, was ich weiß, weil es ständig so frisch in diesem Hochsommer ist, dass lange Ärmel angesagt sind. Hosen und Schuhe passen auch noch, was eigentlich krass ist, wenn ich bedenke, wie schnell die Kids normalerweise wachsen. ABER ich will mich nicht beklagen; ich finde es eigentlich ziemlich gut, endlich mal NICHT mitten in einer Saison nochmal alles neu zu kaufen. Auch mal schön! :D Davon abgesehen, dass er zumindest gerade mal nicht in die Höhe schießt wie Unkraut, entwickelt er sich ganz wunderbar. Gefühlt ruht er im Moment wieder deutlich mehr ins sich als noch vor ein paar Wochen. Er springt nicht mehr wegen allem direkt aus der Hose und spielt auch wieder viel ruhiger und intensiver … mit anderen, genauso wie allein. Was mir außerdem auffällt ist, dass er enorm viele Fragen stellt. Zu einzelnen Wörtern zum Beispiel will er genau die Bedeutung erfahren. Oder wie etwas funktioniert, entsteht oder wo es herkommt. Er ist wirklich sehr interessiert an allem und das im Prinzip rund um die Uhr. Ich bin sehr, sehr dankbar für Google und Youtube … denn beides brauche ich nun immer öfter, um auch ordentlich zu antworten.

Unheimlich beruhigt war, dass er es tatsächlich niemandem übelgenommen hat, dass seine Schwester mit Papa alleine ein paar Tage weg war in den Ferien. Ich hatte Sorge, dass es ihn traurig machen würde, aber dem war nicht so. Im Gegenteil. Er fand es total ok. Mehr noch: Er hat es sehr genossen, mit mir alleine zu sein und der absolute Mittelpunkt. Und mir hat das auch sehr gefallen! <3

TOCHTER-STATUS:

7 JAHRE, 10 Monate  Mein großes, mein erstes Kind ist wirklich so verdammt groß geworden … ich staune jeden Tag über sie und bin wirklich dankbar für die letzten, gemeinsamen Wochen, die wir echt alle sehr entspannt miteinander verbringen konnte. Gerade ihr haben die Ferien mega gut getan, wie ich finde und ich glaube auch, es war die richtige Entscheidung, einfach gar nichts für die Schule zu machen. Sie brauchte diese Pause mega dringend, das Ausruhen, das Rumhängen, das mal langweilen, das spielen mit Freunden, das Ausschlafen und lange wachbleiben; all das und was wir sonst noch gemacht und auch nicht gemacht haben. In einem zwei Wochen-Crash-Kurs hat sie das Seepferdchen gemacht … obwohl das eigentlich für diesen Kurs gar nicht geplant war. Ich war so krass stolz auf sie und wusste im selben Moment: Sie KANN toll lernen und sogar flott, es muss sie nur interessieren. Das wusste ich natürlich auch vorher schon, aber es war eben eine Bestätigung. Die Mausemaus ist der Lern-Typ, der durchaus zügig neues lernt, aber eben nur, wenn er Feuer und Flamme dafür ist. Leider bedeutet das für die Schule, dass sie darauf angewiesen ist, gerade in den ersten Jahren tatsächlich von den Lehrern abgeholt und begeistert zu werden. Ich bin gespannt, ob es so laufen wird … sonst muss ich mir was überlegen. Lernen um des lernen Willens … oder weil es jemand von einem verlangt ist dann halt ein anderes Paar Schuhe, dass man zu tragen „lernen“ muss. Wir werden sehen. ;)

Davon abgesehen hatte sie, glaube ich wirklich, ganz fantastische Sommerferien und wird sich garantiert positiv an die Highlights erinnern. <3

MAMA-STATUS:

So alles in Allem:  Ich hatte ja eigentlich keine Ferien. Ich habe normal weitergearbeitet, während der Rest der Familie frei hatte. DAFÜR geht’s mir ganz gut, aber ich atme jetzt zugegebenermaßen dennoch etwas auf, dass die Kinder und auch der Mann nun wieder einem geregelten Alltag nachgehen und ich somit wieder freie Arbeitszeit habe. Trotzdem habe ich die letzten Wochen echt sehr genossen. Dass der Mann tatsächlich auch die ganzen Ferien über Zeit hatte, war echt ein Geschenk für alle, dass wir sehr zu schätzen wissen, vor allem da er bisher immer nur maximal 2 Wochen gleichzeitig mit den Kindern Urlaub hatte. Für die Familien-Beziehung war das nun der Hammer, obwohl wir ja nicht verreist sind. Aber entzerrter Familien-Alltag kann eben auch toll sein … wenn man die Ruhe hat, sich darauf einzulassen. Ich bin ehrlich etwas traurig, dass diese Wochen so schnell rum waren … ich hätte es durchaus noch etwas länger so ausgehalten. Klingt jetzt fast ein bisschen schizophren, weil ich mich ja gleichzeitig freue, dass alle wieder aus dem Haus sind, ABER so ist das eben manchmal. ;)

Mehr und mehr wird mir klar, dass die Mausemaus und der Krümel sich zwar krass ähnlichsehen, aber davon abgesehen wirklich sehr, sehr unterschiedliche Menschen sind. Ja, ich weiß, dass ist nur logisch UND man soll Kinder nicht miteinander vergleichen, dennoch machen das wohl alle Eltern zwischendurch mal, schon allein, weil es so spannend ist. Die Mausemaus ist und bleibt eine liebenswert laute und extrovertierte junge Dame, die kaum genug Input bekommen und nur stillsitzen kann, wenn man ihr das iPad gibt. Der Krümel hingegen ist zwar aktuell auch sehr laut unterwegs, aber gleichzeitig introvertiert und sich selbst oft genug. Er kann stundenlang mit einer Schraube oder einem Maßband spielen, sich in Bücher vertiefen und Geschichten erzählen, die er sich selbst ausgedacht hat. Ziemlich krass … und gerade letzteres hin und wieder etwas nervig. So spät abends zum Beispiel. Vor allem, weil man ihn beim Erzählen dann keinesfalls unterbrechen darf, da er ansonsten wieder von vorne anfangen muss und das null lustig findet. ;)

Dafür spielt die Mausemaus aber wirklich entzückend mit ihren Freundinnen oder ihrer Cousine. Sie „trifft“ sie aktuell wieder sehr oft über die Echo Show, die längst fest im Kinderzimmer steht. Morgens schon rufen sich die beiden Mädchen oft darüber an und spielen dann zusammen mit Puppen, Pferden oder Schleich Tieren. Manchmal wird auch gebastelt oder getanzt. Und es werden Höhlen gebaut. Eine hier bei uns im Kölner Kinderzimmer, die andere dann in dem in Bonn bei meiner Schwester. Ich finde es immer noch unglaublich, wie toll die beiden darüber zusammenspielen und wie eng ihre Beziehung dadurch geworden ist. Abends verabschieden sie sich mit einem: „Ich hab dich lieb!“ voneinander und mir geht jedes Mal krass das Herz auf. <3

Natürlich versuchen wir immer noch verstärkt, einander in echt zu sehen. Unsere Freunde hier sehen wir ja eh fast täglich und lassen die Kinder auch gerne mal bei Regen drinnen miteinander spielen, doch meine Schwester und ihre Kinder sehen wir eben eigentlich seltener. Wir arbeiten aber daran, es regelmäßiger werden zu lassen; nicht nur für unsere insgesamt vier Kinder, sondern auch für uns Große. Das letzte Jahr hat uns schließlich gelehrt, wie wichtig Freunde und Familie sind und wir wissen ja nicht, wie der nächste Herbst und Winter wird, also kosten wir die Zeit jetzt erstmal noch aus.

Inwieweit die Kinder sich vor der kühleren Jahreszeit und möglichen, damit verbundenen Corona-Einschränkungen fürchten, weiß ich nicht genau. Ich denke, eigentlich kaum. Der Krümel ist vielleicht noch zu klein oder eben zu introvertiert; er spricht nur selten darüber. Die Mausemaus freut sich auf mehr Regen und Kälte, weil sie davon ausgeht, dass es dann mehr Indoor-Playdates gibt. Hach, ich wünsche es uns allen, dass es nicht so schlimm wird wie letztes Jahr, habe aber auch schon mit Freunden vereinbart, dass wir definitiv eine Gemeinschaft bilden werden – egal was kommt. Nochmal viele Monate fast ohne Kontakte werden wir nicht machen. Glücklicherweise sind alle Erwachsenen aus unserem Freundeskreis längst geimpft, dass macht vieles einfacher. <3

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