Drachenmama und Trotzkopfkind
 
Mama! Mama! – Wenn Papa keine Chance hat

Es ist eine Phase. Nur eine Phase. Das geht vorbei! Und dann… kommt ein Schub. Und wieder eine Phase. JA! Ich weiß, dass es Momente, Situationen, Abschnitte im Leben als Mutter gibt, die anstrengend sind. Ätzend, um genau zu sein.

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Nicht falsch verstehen, ich liebe mein Leben als Mama und noch mehr liebe ich mein trotziges, stures, temperamentvolles Trotzkopfkind. Nichts Besseres hätte uns passieren können, als Eltern zu werden.

Aber manchmal komme ich an meine Grenzen. Der Drachenpapa auch, mal zuerst er, mal ich. Derzeit befinden wir uns in besagter Phase, die gefühlt gerade erst angefangen hat und kein Ende zu nehmen scheint.
Vor zwei Wochen sind wir umgezogen, seit 13 Tagen kann das Trotzkopfkind laufen. Hurra! Sie beginnt zu sprechen und quatscht uns eine Frikadelle ans Ohr.

Und seit genau 12 Tagen habe ich einen kleinen, klettigen Schatten bei mir. Schatten, das trifft es ziemlich. Ich weiß, dass Kinder fremdeln. Meistens mit circa 8 Monaten. Das hat unser kleines Mädchen irgendwie übersprungen. Sie war immer offen und neugierig, eigentlich zeigte sie bisher weder Ängste noch Zurückhaltung.

Nun tut sie es. Wird sie draußen von Fremden angesprochen, kriecht sie förmlich in mich hinein und versteckt sich hinter meinen Knien. Stehen wir von einer Tür und wollen einen Raum betreten, verwandelt sie sich in eine festgefrorene Statur. Auch wenn ich sie an der Hand halte… ein Fortbewegen ist unmöglich.

Kommt der Papa in ihre Nähe, reagiert sie sehr zwiegespalten. Sie freut sich immer ihn zu sehen, beginnt zu strahlen, wenn ich ihr mitteile, dass er gerade nach Hause kommt und hört nicht auf zu lächeln, wenn sie ihn erblickt. Sie lässt sich von ihm tragen, kuschelt und küsst ihn.

Doch all´ das funktioniert derzeit nur, solange sie meine Anwesenheit spürt. Verlasse ich den Raum oder bin ich außer Sichtweite, dann ist Landunter. Ablenkung? Manchmal, eher selten.
Papa liest vor dem Schlafengehen ein Buch mit dem Trotzkopfkind? Schwierig. Papa möchte sein kleines Mädchen ins Bett bringen? NO WAY! Weder abends, noch nachts kann er sie beruhigen und schlafen legen.

Für den Drachenpapa tut mir das so leid. Und es tut mir weh.

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