Emil & Ida
 
Manchmal reichen Glück und Liebe als Argumente aus

Ich habe gerade den Beitrag von Urnaturaen gelesen, in dem sie darüber schreibt, dass Fremdbetreuen und Bedürfnisorientierte Erziehung nicht zusammen passen. Ich lese das und fühle mich nicht angesprochen und das, obwohl ich doch meine Kinder „fremdbetreuen“ lasse.

Emil & Ida:  Manchmal reichen Glück und Liebe als Argumente aus

Ich lese das und ich habe schon allein deshalb Freude daran, weil ich Blog Beiträge mag die Stellung beziehen. Beiträge, in denen es nicht um die Eissorte geht, die das Kind heute verspeist hat, sondern um Inhalte. Um Meinungen und dahinter Menschen die zu ihrer Meinung stehen. Und das, obwohl sie damit in das „Wespennest“ stechen, sich all die Kommentare und Meinungen aller anderen anhören müssen. Ich finde das mutig. Und schon allein deswegen lesenswert. 

Vielleicht fühle ich mich nicht angesprochen, weil ich meine Erziehung noch nie als bedürfnisorientiert bezeichnet habe. Und das auch nicht möchte. Weil ich bereits Beiträge darüber geschrieben habe, dass ich nichts blockierender empfinde als meiner Erziehung einen Namen zu geben und sie einem Konzept unterzuordnen. Sie irgendwie an Theorien festzumachen. Und ich glaube, dass Einzige was ich dazu sagen möchte ist, das es für uns, für meine Familie und meine Vorstellung von Familie, nur um Glück geht. Denn das ist es was wir erfahren, ab dem Moment wo wir wissen, dass in uns ein neues Leben entsteht.

Ja, ich habe mich noch keinen einzigen Tag schlecht gefühlt, weil ich meine Kinder in die Hände von jemand anderem gebe. Jemanden, den ich gewählt habe. Den ich für gut befunden habe. Ich habe die Wahl – ich lebe aber auch in einer Stadt in der es eine Wahl gibt. Hätte ich die nicht, hätte ich vielleicht auch anders entschieden. Aber ich hatte sie. Und damit bin ich selbst den früheren Großfamilien weit voraus. Denn ob man da die Großtante immer mochte, bei der man in der Küche saß, während die Mutter einkaufen gegangen ist, da hatte man weitaus weniger die Wahl.
Vor allem aber bin ich glücklich. Unsagbar glücklich. Ich bin das Mensch gewordene Glück. Seitdem ich Emil und Ida habe.

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