LÄCHELN UND WINKEN
 
Milchzähne pflegen – das tägliche Familien-Drama

ICH finde Zahnpflege total wichtig. Weil meine Mutter mir das so beigebracht hat UND weil ich leider genetisch betrachtet nicht gerade den 6er im Lotto im Mund habe, sondern eher so eine Dauerbaustelle, die mir in Zukunft sicher noch viel Freude bereiten wird. Richtig kacke passt dazu meine recht ausgeprägte Zahnarzt-Angst, die ich mir schon in der Kindheit zugelegt und dann einfach mal behalten habe.

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Lächeln und winken

Zeitweise war sie so schlimm, dass ich jahrelang gar keine Praxis betreten oder – auch mehrfach passiert – dem behandelnden Arzt aus Reflex-Panik den Bohrer aus der Hand geschlagen und heulend die Flucht ergriffen habe. ABER: Zahnpflege und auch regelmäßige Zahnarzt-Besuche sind wichtig – ganz besonders sogar für Irre wie mich, damit die Angst nicht auch noch dadurch weiter wächst, dass man keine POSITIVEN Erfahrungen sammeln kann. Denn so verrückt das klingen mag: Auch das ist möglich, wenn man einen Zahnarzt findet, bei dem man sich wohlfühlt, der einen Ernst nimmt und der sich komplett auf seine Patienten einlässt. Solche „Exemplare“ der Berufsgruppe gibt’s nämlich tatsächlich und ich habe glücklicherweise irgendwann einen (bzw. einE) gefunden. Und das freut mich nicht nur für mich wie Bolle, sondern auch für meine Kinder, denn DIE sollen bitte ohne Zahnarzt-Angst aufwachsen und Zahnhygiene als ganz natürlichen Bestandteil ihrer täglichen Pflege-Rituale betrachten. Voll der gute Plan, finde ich! Nur … Kinder sind ja manchmal recht „eigen“ was ihre Reaktion auf Muttis Pläne angeht. ;)

Krieg am Waschbecken
Wie es überall angeraten wird, habe ich bei der Mausemaus im Prinzip mit dem Durchbruch des ersten Milchzähnchens mit dem Zähneputzen angefangen. Wenn ich mich recht erinnere, war es so ein Gummi-Fingerling, den ich überzog, um damit in ihrem Mündchen den winzigen Zahn zu reinigen. Mir war durchaus bewusst, dass es dabei in erster Linie darum ging, das Baby an dieses spezielle Gefühl im Mund zu gewöhnen und nur an zweiter Stelle tatsächliches putzen stattfinden würde. Dennoch war ich etwas frustriert, wenn ich nicht heran kam, an das Gegenstück zu meinem Fingerling. Denn: Das Töchterlein fand die Nummer doof. Und zwar so doof, dass sie ihre Lippen mega fest zusammenpresste und mich vor ihrer geschlossenen Schnute mit meinem höchst praktischen Gummiding vergammeln ließ. Locker bleibenes muss ja nicht sofort klappen! dachte ich und nahm mir fest vor, dem Mäuschen Zeit zu geben und darauf zu vertrauen, dass sie sich bald an die Putzerei gewöhnen würde.

Knapp 15 verschiedene Kinder-Zahnbürsten, einer zur Ablenkung eingesetzter Handpuppe, gefühlt 100 ausprobierte Tipps & Tricks zum „entspannten Zähneputzen bei Babys und Kleinkindern“ und 4 runtergeladener Zahn-Putz-Apps später, empfand ich es doch langsam als recht schwierig LOCKER ZU BLEIBEN. 

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