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Mutter und Sohn Blog Von Bilderbuchfamilien und anderen Illusionen

Bilderbuchfamilie
© mutter-und-sohn.blog
Über Pfingsten waren wir als Familie ein paar Tage im Urlaub. Ich habe Freundinnen Bilder von unserer gemeinsamen Zeit geschickt. Eine schrieb zurück: "Danke für die schönen Fotos. Ihr seht wirklich aus wie eine glückliche Bilderbuchfamilie!" Sie freute sich mit mir. Und ich freue mich auch. Denn ja, wir hatten eine wirklich schöne Zeit in dieser knappen Woche mit unseren Jungs – und haben uns zweimal auch wirklich heftig gestritten.

Und der Kleine hat in drei von vier Nächten so schlecht geschlafen wie schon die letzten zwei Jahre. Der Große hatte auch so seine Momente – und romantische Abende zu zweit waren in diesem Urlaub (noch) eher rar…

Schön war es trotzdem – weil wir als Familie Neues entdeckt haben. Miteinander. Auch viel gelacht und gekuschelt haben. Weil keine äußeren Termine unseren Tag bestimmten. Echtes Leben ist eben beides: anstrengend und schön, mit Momenten, in denen uns alles überfordert und Zeiten, in denen wir sehr glücklich sind. Nur, wann sprechen wir darüber wirklich ehrlich, selbst mit unseren Freundinnen und Freunden? Dabei würde diese Ehrlichkeit doch alle erleichtern, oder? Die ohne das (vermeintliche) Bilderbuchfamilienleben – und auch die mit.

Die "Rama-Werbung" als Ideal?

Als Kind hatte mein Partner die "Rama-Familie" aus der Werbung, mit Papa-Mama-Kindern harmonisch beim Frühstück im Sonnenschein, als Sehnsuchtsbild vor Augen. Heute sitzen wir mit unseren Jungs oft ähnlich harmonisch am Frühstückstisch – bis Minuten später der eine sein Milchglas umstößt und der andere behauptet, noch nie so ungerecht behandelt worden zu sein wie in dem Moment, wo er nicht den dritten Kakao an diesem Morgen bekommt...

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