Mama steht Kopf
 
Mutti goes Lasertag: Mama-Sohn-Zeit

Hier stehe ich also, mitten im Halbdunkeln. Meine Haare kleben im Nacken und kleinste Schweiß-Perlchen kullern mir die Stirn herunter. Doch ich muss mich konzentrieren. Darf nicht entdeckt werden und die Tatsache, dass ich unter der Weste echt ordentlich schwitze, ignorieren. Oder ist’s die Aufregung? Das Adrenalin? Das viele Rennen? Und ich flitze echt übertrieben viel!

Blog Mama steht Kopf Lasertag
iStock, RichLegg

Später, im zweiten Durchgang arbeite ich an meiner Technik und Strategie, teile mir die „Kräfte“ besser ein. Doch gerade im Moment weiß ich’s einfach noch nicht besser! Aber ich weiß, dass ich wider Erwarten ’nen „Mords“-Spaß habe. So makaber das nun klingen mag, handelt es sich doch hier nicht wirklich um die vorbildlichste und pädagogisch sinnvollste Freizeitbeschäftigung für junge Heranwachsende.

Ich soll mich nicht viel jünger machen als ich bin?
Spreche ja auch von meiner entzückenden Begleitung und nicht von mir!

Ich spiele also „Ziele“ zu treffen, „Leben zu nehmen“ und zu „deaktivieren“.
Suche versteckte „Bonuspunkte“ und versuche, dabei selbst nicht entdeckt zu werden. Stets den „Phaser“ fest in beiden Händen. Denn nur so kann ich schießen und zielen.
Und blendet Frau eben einfach mal jene zwei Dinge aus, nämlich dass hier „geschossen“ und „deaktiviert“ wird, dann ist’s eigentlich auch gar nicht mehr so unvorbildlich oder verantwortungslos und bringt eine Menge Spaß!

Wo ich aber jetzt gerade mucksmäuschenstill hinter der Mauer lauere? 
Beim Lasertag! 
Denn heute hab ich’s endlich eingelöst. Mein Versprechen an den Sohn. Sein Mama-Tag. Mit Engelszungen hatte ich versucht ihn zu überreden. Davon, sich doch bitte irgendetwas Anderes auszusuchen. Vielleicht etwas an der frischen Luft? Eine gemeinsame Radtour beispielsweise? Einen Ausflug in’s Film-Museum? Einen netten Freibad-Tag nur zu zweit? Nein, er wollte nur das.

Jetzt hier weiterlesen