LÄCHELN UND WINKEN
 
Nabelbruch-OP? Och nö, da hab ich doch keine Zeit für!

Wahrscheinlich hatte ich schon immer einen kleinen Nabelbruch. Nicht schlimm. Das haben schließlich viele. Blöd – und auch nicht ungefährlich – ist es allerdings, wenn er plötzlich größer wird. Z.B. durch Schwangerschaft und Geburt. Dann heißt es leider: ab in den OP.

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Lächeln und winken

Der Krümel war ungefähr 10 Monate alt, ca. 9,5 Kilo schwer und ein klassischen Kaugummi-Baby (klebt ständig an der Mami wie festgetackert) als ich – vorerst noch nett lächelnd – einem Chirurgen ein etwas fragwürdig aussehendes Muttermal auf meinem Bauch präsentierte, dass er laut meines Hausarztes besser entfernen sollte. „Och, dass ist ja ganz klein. Ich gehe davon aus, dass es nicht bösartig verändert ist, nehme es aber natürlich trotzdem raus“, sagte er, schob aber schon während ich eigentlich gerade noch aufatmete, furztrocken hinterher: „Und wie sieht es mit Ihrem Nabelbruch aus? Der verursacht Ihnen keine Beschwerden?“

„Mein bitte was?“ fragte ich verdutzt und starte auf meinen Bauch.
„Sie haben einen Nabelbruch. Ist Ihnen das nicht aufgefallen? Da drückt sich doch schon Fettgewebe raus?“

„Ey, ich hab voll abgenommen, Sie Arsch!“, wollte ich kontern, verkniff es mir aber gerade noch und beschränkte mich stattdessen darauf, weiter wie ein Volltrottel aus der Wäsche zu gucken. Natürlich hatte ich bemerkt, dass mein Nabel nach der zweiten Schwangerschaft irgendwie nicht in seinen alten Zustand zurück gefunden hatte. Vorher war er immer glatt nach innen gewölbt, jetzt kam er raus. Allerdings hatte ich mir das so erklärt, dass er ja nun bereits zweimal von einem durchaus großen Babybauch nach außen gesprengt worden war und vielleicht diesmal einfach nicht mehr zurück KONNTE. Ich nahm es hin als eine dieser Veränderungen, die eine Schwangerschaft am Körper eben zurück lässt. Und mal ehrlich: Wen juckt es schon, ob der Nabel nun nach außen oder innen gewölbt ist?! Da fand und finde ich die „Neu-Gestaltung“ meiner Brüste und meines Hinterns schon deutlich beeindruckender!

„Fühlen Sie doch mal mit der Fingerspitze hinein. Spüren Sie das kleine Loch dahinter?“
 

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