Eine ganz normale Mama
 
"Nein, ich will das Leben nicht als Risiko sehen"

Ich hatte vergangene Woche darüber geschrieben, wie mir ein Ereignis, den Boden unter den Füßen wegzog und mir zeigte, wie zerbrechlich das ist, was wir für selbstverständlich halten. Mir öffnete es die Augen, wie sehr wir jeden Moment genießen müssen, wie wir das Leben mit unseren Kindern als Geschenk sehen sollten.

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Nathalie Klüver

Ja, selbst die nervigen Momente, in denen wir meckern und schimpfen, auch sie sind ein Geschenk. Mir wurde aber auch bewusst, wie viele Risiken uns umgeben. Im Alltag. So viele Risiken, dass man sich eigentlich nonstop Sorgen machen müsste. Aber das will ich nicht! Ich kenne die täglichen Risiken, ich weiß, was theoretisch alles passieren kann und ich mache (fast) alles, um die Risiken zu minimieren. Aber ich möchte das Leben einfach nicht als einziges Risiko begreifen, sondern als Chance!

Sobald man den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hält, geht es los. Das Beschäftigen mit dem Risiko. Das Risiko zur Fehlgeburt, was in den ersten zwölf Wochen ja am höchsten ist. Was von Woche zu Woche sinkt, aber nie ganz weg geht. Man tut alles, um das Risiko zu minimieren, aber man hat ja nicht alles im Griff. Auf einmal wird einem klar: Es liegt nicht allein an mir. Ich habe es nicht vollständig in der Hand. Und so schwebt das Risiko über einem. Begleitet einen das erste Trimester. Aufatmen nach jedem Ultraschall. Das schlagende Herzchen beruhigt. Man saugt die Prozentzahlen in sich ein, versucht sie zu ignorieren, die Stimme im Kopf zu ignorieren, die einem zuflüstert „noch XX Prozent Risiko“. Der Meilenstein 12. Woche und selbst dann ist man einfach nicht auf der sicheren Seite.

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