Eine ganz normale Mama
 
Nein, Mütter müssen sich nicht rechtfertigen!

Neulich im Café beobachtet: Junge Mutter holt eine Thermoskanne aus dem Kinderwagen, fügt Milchpulver hinzu, schüttelt und gibt ihrem kleinen Baby das Fläschchen. Nicht ohne sich dreimal zu entschuldigen, dass sie ihr Baby ja leider nicht stillen konnte und es so gerne gemacht hätte.

Blog Eine ganz normale Mama, Rechtfertigung
Nathalie Klüver

Einen Tag später entschuldigt sich eine Mutter im Kindergarten mehrmals dafür, dass ihr Dreijähriger noch im Buggy sitzt („er ist immer so müde nach dem Kindergarten und will nicht laufen“). Und beim Bäcker entschuldigt sich eine andere Mutter dafür, dass sie ihrem Sohn ein Milchhörnchen statt einem Vollkornbrötchen kauft („er hat sich den ganzen Tag darauf gefreut, aber sonst hole ich  nur Vollkorn“). Wieder einen Tag später in der Kindergartengarderobe entschuldigt sich eine andere Mutter, dass sie ihrer Tochter einen Schneeanzug vom Discounter anzieht und kein teures Markenprodukt („der Anzug von XY ist ja gerade in der Wäsche“). Und im Biosupermarkt entschuldigt sich eine Mutter für ihre Babytrage, das Tragetuch sei ja gerade in der Wäsche. Was zum Teufel… ?! Man läuft durch die Stadt und ringsherum entschuldigen sich Mütter für ganz selbstverständliche Dinge, die, mit Verlaub, doch eigentlich niemanden etwas angehen. Die Windeln  im Einkaufswagen sind für den Vierjährigen? Na und? Muss sich da jemand für rechtfertigen?

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