Lächeln und Winken
 
Rabenmutter 2.0: Jedem seine (Familien-)Regeln

„Brauche ich jetzt womöglich eine Kittelschürze,“ fragte sich Anke von LÄCHELN UND WINKEN kürzlich, als sie sich während eines Besuches bei einer Bekannten ein bisschen wie die Spießer-Mutti persönlich aufführte. Deshalb nahm sie das Thema (Familien-)Regeln mal etwas genauer unter die Lupe.

Lächeln und Winken: Rabenmutter 2.0: Jedem seine (Familien-)Regeln
Lächeln und Winken
Rabenmutter 2.0

Es gibt Tage, an denen so ein normal ausgestattetes Mutti-Nervenkostüm (ohne Features wie z.B. Engelsgeduld) irgendwann etwas zu wünschen übrig lässt und man theoretisch schon vom Tag „bedient“ ist, lange bevor die Kinder in tiefen Schlummer fallen und man selbst in die verdiente Oh-schon-21-Uhr-Ohnmacht gleiten darf. An exakt so einem Tag besuchte ich vor kurzem eine Bekannte. Der Krümel hatte im Prinzip von morgens an durchgemoppert, weil ihm die Zähnchen so schlimm zu schaffen machten und er sein Leid ausschließlich damit kompensieren konnte, jammernd an meinem Bein zu hängen ... wenn ich ihn denn mal für 5 Minuten nicht auf dem Arm oder in der Trage haben wollte. Zwischendurch drehte er die Volt-Zahl auf GEBRÜLL und schrie mir heftigst direkt ins Ohr. Vermutlich, damit ich mich nicht langweilte, bei dem sonoren Grundgejammer. Ich weiß, dass klingt ein bisschen herzlos, aber es war nicht der erste Tag in dieser Form, sondern der 10 oder so und die Nächte wurden ebenfalls gruselig gestaltet, damit sie vom Feeling her zu den schrecklichen Zahnungs-TAGEN passten. (Der Krümel mag es offenbar, wenn „eine Runde Sache“ draus wird) Jedenfalls war ich an besagtem Tag um 15 Uhr eigentlich bereits fertig mit den Nerven und wäre gerne ins Bett gegangen. War aber natürlich keine Option, denn schließlich wollte jetzt die Große im anderen Stadtteil aus der Kita abgeholt werden UND danach waren wir verabredet. Ich freute mich auf das Spiel-Date, denn ich hoffte auf ein paar entspannte Sätze zwischen Erwachsenen ... was natürlich ein sehr naiver Gedanke war, denn schließlich wären vier Kinder anwesend. Egal. Hoffen darf man immer.
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