LÄCHELN UND WINKEN
 
Mami-Freundschaften – nicht immer einfach, nicht immer für immer, aber trotzdem schön.

In der Mutti-Dimension funktionieren Freundschaften ein bisschen wie in der (Grund-)Schulzeit, findet Anke von LÄCHELN UND WINKEN. Damit hatte sie anfangs gar nicht gerechnet und empfand die Suche nach passenden Mami-Freundinnen als schwierig, dabei ist es doch eigentlich gar nicht so überraschend.

Blog Lächeln und winken, Mama-Freundschaften
Lächeln und winken

Kurz bevor ich mir der Mausemaus schwanger wurde, zog ich nach Köln. Meine Sozialkontakte in dieser Stadt begrenzten sich zu diesem Zeitpunkt so ziemlich auf nur eine Person: den Mann. Natürlich nicht schlecht, aber eben auch nicht viel, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich mächtig Sabbelwasser habe und mich eigentlich sehr gerne mit Menschen umgebe. „Macht nix,“ dachte ich zu Beginn des Mutterschutzes gelangweilt, aber positiv gestimmt, „sobald das Baby auf der Welt ist, belege ich ein oder zwei Kurse und lerne da ratzfatz ganz viele, tolle, nette Mamis kennen.“ Der Plan stand also und ich machte mir keine weiteren Gedanken darüber, wie ich wohl meine Tage mit Säugling verbringen würde, während der Papa des Nachwuchses gefühlt rund um die Uhr im Büro abhing. Nur ... so einfach war es dann gar nicht, NETTE, zu MIR passende Mamis kennenzulernen. Meine Idee hatte nämlich eine Schwachstelle: Wie immer muss die Chemie stimmen, auch bzw. GERADE in einer Mama-Freundschaft, in der die dominierende Gemeinsamkeit erst einmal nur die ist, dass man gerade einem Kind das Leben geschenkt hat. Klar, alle sind müde, alle sind ein bisschen unsicher, alle müssen ihr Leben neu sortieren und alle streiten sich mal mit dem Partner, weil die Veränderungen durch den Familienzuwachs durchaus krass sein können. Allerdings gehen nicht alle gleich mit dieser Situation um. Und DAS hatte ich zuvor irgendwie verdrängt, obwohl es doch ganz normal und in allen anderen Lebensbereichen genauso ist.
 
Einige Mütter blühen darin auf, alles auf den Nachwuchs auszurichten, jeden Ratgeber zu inhalieren und nachts Baby-Kleidung selbst zu häkeln, andere stolpern eher medium-elegant durch die erste Zeit als Elternteil, brechen ständig mit oder ohne Absicht aktuelle Pädagogik-Regeln und füttern ihrem Baby in aller Öffentlichkeit mit Gläschen-Nahrung, OBWOHL das bereits von den Pekip-Muttis im Batik-Dress als Kinder-Fast-Food verpönt wurde. Die Mutti-Dimension ist eben vielfältig. Und das ist auch gut so. Blöd ist nur, dass diese Vielfältigkeit oft nicht als Bereicherung, sondern als Störfaktor betrachtet wird und Fronten schafft, wo keine sein sollten, weil doch eigentlich alle viel zu fertig dafür sind, sich in überheizten Räumen bei Schwitze-Socken-Geruch ernsthaft darüber zu streiten, ob und wann ein Krabbler nun eine Hirsestange haben darf, Mutti in den Job zurückkehrt oder Langzeitstillen gestörte Persönlichkeiten hervorbringen könnte.
 
ICH hatte es mir ganz leicht vorgestellt, neue Freundinnen zu finden, ...

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