LÄCHELN UND WINKEN
 
Wie Nachwuchs die Beziehungen verändert und warum das völlig ok ist.

„Alles soll so bleiben, wie es ist – nur eben mit Kind“, wünschen sich viele werdenden Eltern und meinen damit nicht nur ihre schön eingerichtete Wohnung, sondern auch ihre Beziehungen zu all den Menschen, die ihnen wichtig sind. So auch Anke von LÄCHELN UND WINKEN. Und dann ... kam das Kind ;)

Blog Lächeln und winken Eltern-Paar
Lächeln und winken

Es klingt immer so ein bisschen pathetisch und übertrieben, wenn man sagt: „Mit der Geburt eines Kindes beginnt ein neuer Lebensabschnitt!“, aber es ist halt echt so. Sogar dann, wenn man sich vorher fest vornimmt, dass sich nichts ändert... Zum Beispiel, dass man dieselbe Person bleibt, die man gerade ist! Oder dass man sich als PAAR treu bleibt! Und dass man definitiv NICHT seinen Freundeskreis vernachlässigen oder gar ändern wird! Es ändert sich dennoch. Nicht alles, doch sehr viel! Macht aber nichts – denn es wird ganz oft einfach nur besser ... also irgendwann! ;)
 
Die Beziehung zu den eigenen Eltern
 
Ich glaube, jeder erinnert sich an Momente, in denen er sich als Kind gefragt hat, was da gerade mit der Mama abgeht. Warum sie nun schon wieder schimpft oder so ungerecht oder einfach nur wahnsinnig langweilig und müde ist. Was ist denn bloß ihr Problem, dachte man in solchen Situationen als Zwerg und nahm sich direkt vor, SELBST ganz anders als Mutter (oder Vater) zu werden. Ich persönlich habe mir als Mini-Anke mehrfach GESCHWOREN, meine eigenen Kinder niemals anzuschreien, sie so viel fernsehen zu lassen, wie sie wollen und wirklich immer mit ihnen zu spielen ... im Prinzip rund um die Uhr! Unordnung würde mich definitiv null stören, da war ich mir sicher. Und das mich die Elternschaft möglicherweise in irgendeiner Form anstrengen würde, kam in meiner Vorstellung gar nicht erst vor. Warum auch?! Ich war damals ein Kind und hatte keine Ahnung, wie es sein würde, erwachsen und Mama zu sein. Ganz normal und richtig so. Und so wundervoll! ;) Genau so muss es eben sein. Das ist durchaus manchmal doof für Mama und Papa, weil die lieben Kleinen ganz schön unfair und gemein werden können in ihrer berechtigten Unwissenheit, aber es gehört dazu ... zu dieser Eltern-Kind-Nummer, dass man sich hier und da NICHT versteht, weil die einen vergessen haben, wie es früher war und die anderen noch nicht wissen, wie es später sein wird. Großartig ist aber, dass sich alles irgendwann aufklärt ... man muss nur Geduld haben bis die Kinder selbst Eltern werden ;) .  Es ist verrückt, wie oft ich seit der Geburt der Mausemaus diese ganz besonderen Aha- Momente „genieße“, in denen es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen fällt, warum meine Mama mich als Kind so genervt hat. Nämlich dann, wenn ich meinen Blick von damals im Gesichtchen meiner Tochter sehe. Oder wenn ich dieselben Sätze zu meinen Kindern sage, die vor 35 Jahren meine Mutter zu mir sagte, damit aber auf völliges Unverständnis traf. Oft telefoniere ich anschließend mit meiner Mama und berichte ihr, dass ich sie JETZT besser verstehe – und höre dann, wie sie sich freut. Schön finde ich das. Und wichtig. Und toll, denn durch meine eigene Mutterschaft ist die Beziehung zu meiner Mama nochmal eine andere geworden, eine bessere sogar vielleicht, weil wir nun – Jahrzehnte später – Erfahrungen nochmal neu teilen können – auf einem anderen Level. <3
 
Die Beziehung zu (noch) kinderlosen Freunden
 
Bevor man Kinder hat, stellt man sich ja gerne mal vor, wie es wäre, welche zu haben. Meist blickt man sich dazu im Bekanntenkreis um, schaut sich jene an, die den Schritt bereits gewagt haben, schüttelt dann den Kopf und denkt sich: „Neeee, SO werden wir nicht!“

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